Tirol: Vollsperrungen am Fernpass wegen Demonstration

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Von Katharina Dümmer

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Stau auf dem Fernpass B179 in Österreich
Die Fernpass-Route zwischen Reutte und Nassereith zählt zu den beliebtesten Reiserouten in Richtung Italien© imago images/Steinsiek.ch

Nach dem Brenner nun auch der Fernpass: Wegen einer Demonstration wird die B179 in Tirol an zwei Reise-Samstagen in den Sommerferien gesperrt. Alle Infos zu den Vollsperrungen und die besten Alternativen.

  • Fernpass-Route am 27. Juni und 1. August jeweils von 10 bis 12 Uhr dicht

  • Welche Ausweichrouten sich eignen

  • Tipp: Fernpass ganztags großräumig umfahren

Nach der Brenner-Blockade Ende Mai wird die nächste wichtige Alpenroute im österreichischen Bundesland Tirol dichtgemacht. Die Sperren der Fernpass-Route zwischen Füssen/Reutte und Nassereith (B179) dauern zwar jeweils nur zwei Stunden, fallen aber auf zwei Hauptreisetage der Sommerferien.

Vollsperrungen am Fernpass wegen Demonstration

Die Fernpass-Route (B179) ist am Samstag, 27. Juni, von 10 bis 12 Uhr nicht befahrbar, wie die Tiroler Landesregierung mitteilt. Der Termin fällt mit dem Sommerferien-Beginn in Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland zusammen. Insbesondere am Samstagvormittag dürfte der Reiseverkehr auf dieser Strecke sehr hoch sein. Mit langen Staus wird vor und nach der Vollsperrung gerechnet.

Auch am Samstag, 1. August, ist am Fernpass eine zweistündige Demonstration ab 10 Uhr geplant. Der 1. August, dürfte einer der staureichsten Tage in den Sommerferien sein, da alle deutschen Bundesländer Sommerferien haben.

Land Tirol rät: Fernpass großräumig umfahren

Aufgrund des erwarteten Reiseverkehrs wird empfohlen, an diesen Tagen den Fernpass großräumig zu umfahren, teilte das Land Tirol mit.

Die wichtigsten Ausweichrouten

Wer eine Fahrt über den Fernpass vermeiden will, hat je nach Start und Ziel die folgenden Möglichkeiten.

Bei einer Anreise über die A7 Ulm – Füssen/Reutte kann man auch großräumig ausweichen:

  • Ab dem Kreuz Memmingen über Lindau (A96) und die österreichische Rheintalautobahn (A14) zur Arlbergschnellstraße S16

  • Ab dem Kreuz Ulm über München (A8, A99) zum Inntaldreieck (A8/A93) bei Rosenheim und von dort über Kiefersfelden zur Inntalautobahn A12

Beide Routen sind für die Gegenrichtung ebenfalls als Alternative geeignet.

Die nächstgelegene Ausweichstrecke für den Fernpass führt über die Route Mittenwald Seefeld Zirler Berg zur Inntalautobahn (A12). Für Reisende über Füssen (A7) ist sie aber nur bedingt geeignet. Wichtig: Für Gespanne ist eine Fahrt über den Zirler Berg in Richtung Norden verboten. Auch auf der Route über den Zirler Berg ist die Staugefahr hoch.

Weitere Fernpass-Demos möglich

Zu den Demonstrationen am Fernpass hat eine Bürgerinitiative aufgerufen, die sich unter anderem gegen den Bau des geplanten Fernpass-Tunnels wehrt. Die Initiative fordert etwa eine Verlagerung des Verkehrs auf die Bahn und eine KI-gesteuerte Dosierung des Verkehrs an der Grenze.

Es ist möglich, dass es weitere Demonstrationen auf der Route gibt. Anwohnende drohten damit, an mehreren Samstagen den Fernpass zu blockieren.

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Fernpass: Bis zu 30.000 Fahrzeuge am Tag

Die Fernpass-Route (B179) ist die wichtigste Durchgangsstrecke für Autoreisende, die über die A7 und den Grenztunnel Füssen nach Tirol bzw. Italien weiterfahren wollen. Sie ist auch deswegen stark belastet, weil bislang auf diesem Weg die Möglichkeit besteht, mautfrei durch Österreich nach Italien zu gelangen. An Spitzentagen fahren bis zu 30.000 Fahrzeuge über den Pass.