ADAC Stauprognose 6. bis 8. Februar: Winterferienverkehr erhöht das Staurisiko

• Lesezeit: 5 Min.

Von Katharina Dümmer, Sabrina Doschek

Feedback

Stau auf der Autobahn
Die Reisewelle rollt: Wintersporturlaub und Ferienbeginn erhöhen das Staurisiko© imago images/Frank Sorge

Laut ADAC Stauprognose ist zum ersten Februar-Wochenende auf vielen Straßen in Deutschland mit erhöhtem Verkehrsaufkommen zu rechnen. Grund hierfür sind die Winterferien sowie der verstärkte Ausflugsverkehr in die Wintersportgebiete.

  • Ferienende in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt

  • Winterferienstart in Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern

  • 538 Baustellen erschweren Autofahrten

Staugefahr: Winterrouten werden voller

In Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern beginnen die Winterferien, in Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt hingegen enden sie. Dadurch steigt insbesondere auf den klassischen Reiserouten in Richtung Alpen und Mittelgebirge die Staugefahr.

Vor allem am Freitagnachmittag und am Samstagvormittag muss rund um Wintersportregionen mit deutlich mehr Verkehr durch Reisende gerechnet werden. Am Sonntagnachmittag ist mit Rückreiseverkehr und Staugefahr zu rechnen. Zusätzlich beginnen am 6. Februar die Olympischen Winterspiele in Italien. Dies kann auf den Zufahrtsrouten Richtung Norditalien für zusätzliches Verkehrsaufkommen sorgen.

Die Staugefahr im Berufsverkehr und die Baustellentätigkeit sind dagegen relativ gering. Deutschlandweit gibt es derzeit rund 538 Baustellen. Nur wenige Autobahnen sind am Wochenende gesperrt.

Winterliche Straßenverhältnisse können die Lage verschärfen und regional für Behinderungen sorgen. Bei Schnee- oder Eisregen erhöht sich die Staugefahr erheblich.

Die Staustrecken in Deutschland

Unter anderem sind zeitweise diese Fernstraßen belastet (beide Fahrtrichtungen):

  • A1 Köln – Dortmund, Osnabrück – Bremen

  • A2 Oberhausen – Dortmund – Hannover

  • A3 Oberhausen – Köln

  • A4 Heerlen/Aachen – Köln – Olpe

  • A7 Ulm – Füssen/Reutte

  • A8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg

  • A9 Nürnberg – München

  • A12 Berliner Ring – Frankfurt (Oder)

  • A93 Rosenheim – Kiefersfelden

  • A95 München – Garmisch-Partenkirchen

  • A69 München – Lindau

  • A99 Autobahnring München

Wichtige Info für Autoreisende: Entlang folgender Autobahnen gibt es Durchfahrtsverbote.

Vollsperrungen auf Autobahnen

Zurzeit sind folgende Vollsperrungen angekündigt:

Die kurzfristigen Sperren

  • A73 Feucht Richtung Nürnberg zwischen Anschlussstelle Nürnberg-Hafen-Ost und Anschlussstelle Nürnberg-Hafen von Samstag, 7. Februar, bis Montag, 9. Februar, 5 Uhr

  • A3 Arnheim Richtung Oberhausen zwischen Dinslaken-Süd und Oberhausen-Holten von Samstag, 7. Februar, 21 Uhr, bis Sonntag, 8. Februar, 5 Uhr

Die langfristigen Sperren

Umleitungen sind ausgeschildert. Kurzfristige Änderungen etwa wegen widriger Witterung und weitere Sperrtermine sind möglich. Berücksichtigt werden bei der Auflistung der langfristigen Sperren nur die überregional bedeutsamen Autobahnen. Auch auf Zubringerautobahnen oder untergeordneten Regionalautobahnen können Dauerbaustellen eingerichtet sein.

Alle Sperrungen, Baustellen und aktuelle Verkehrsinformationen finden Sie hier. Darüber hinaus bietet der ADAC NRW Infos zu speziellen Sperren in Nordrhein-Westfalen.

Staugefahr auf Autobahnen im Ausland

Die Autobahnen in den benachbarten Alpenländern gehören am Wochenende wieder den Wintersporturlaubern. Jetzt kommen die Urlauber und Urlauberinnen aus dem Norden und Osten Deutschlands hinzu.

Den stärksten Verkehr erwartet der ADAC in den Vormittags- und späten Nachmittagsstunden des Samstags und Sonntags. Diese Strecken sind zeitweise staugefährdet:

  • In Österreich die West-, Inntal- und Brennerautobahn, Fernpass-Route, Arlbergschnellstraße sowie die Tiroler, Salzburger und Vorarlberger Bundesstraßen

  • In der Schweiz die Gotthard-Route und San-Bernardino-Route, die Zufahrtsstraßen der Skigebiete Graubündens, des Berner Oberlands, des Wallis und der Zentralschweiz; auch die Routen Bern – Zürich – St. Margarethen und Basel – Zürich – Chur

  • In Italien die Brennerroute sowie die Straßen ins Puster-, Grödner- und Gadertal sowie in den Vinschgau

Baustelle Reschenpass: So ist die aktuelle Lage

Grenzkontrollen: Wartezeiten möglich

Im Frühjahr 2025 hatten die deutschen Behörden die Einreisekontrollen an allen deutschen Grenzen verschärft. Der Pendel- und Reiseverkehr soll dabei möglichst wenig beeinträchtigt werden. Die Kontrollen sind stichprobenartig, nicht alle Fahrzeuge werden angehalten.

Vor allem an den drei Autobahnübergängen Suben (A3 Linz – Passau), Walserberg (A8 Salzburg – München) und Kiefersfelden (A93 Kufstein – Rosenheim) sind Wartezeiten sehr wahrscheinlich.

Auch bei der Ausreise aus Deutschland finden zum Teil Kontrollen unterschiedlicher Intensität statt. Betroffen sind vor allem Dänemark, die Niederlande, Frankreich und Polen. Mit Staus zu rechnen ist etwa an den Grenzübergängen A4 Ludwigsdorf (Görlitz), A11 Pomellen (Stettin), A12 Frankfurt (Oder) und A15 Forst.

Verschärfte Kontrollen an Deutschlands Grenzen: Was man wissen muss

Mit dem ADAC Newsletter immer top informiert!

Fahren bei winterlichen Bedingungen

Entsprechend der Jahreszeit müssen Autofahrer und Autofahrerinnen mit witterungsbedingten Behinderungen rechnen. Schneefälle und Glatteis, selbst in tieferen Lagen, sind jetzt ebenfalls jederzeit möglich. In Deutschland gilt die situative Winterreifenpflicht.

Fahrten in höhere Lagen der Alpen sollten generell nur noch mit geeigneter Winterausrüstung angetreten werden. Fast alle Alpenpässe, die in der kalten Jahreszeit geschlossen werden, wie zum Beispiel das Timmelsjoch, haben Wintersperre.

Hier finden Sie Infos zur Winterreifen- und Schneekettenpflicht in 21 europäischen Ländern.

Im Stau: Rettungsgasse bilden!

Was viele nicht wissen: Die Rettungsgasse muss bereits dann gebildet werden, wenn der Verkehr stockt, und nicht erst, wenn die Rettungskräfte mit Blaulicht und Martinshorn von hinten kommen.

Und so funktioniert die Rettungsgasse: Wer den linken Fahrstreifen befährt, weicht nach links aus, Autofahrende auf allen anderen Fahrstreifen fahren nach rechts. Ist es in engen Baustellenbereichen aufgrund deutlich schmalerer Fahrspuren nicht möglich, die Rettungsgasse korrekt zu bilden, wird empfohlen, mit genügend Abstand versetzt zu fahren. So können Autofahrende im Ernstfall in die rechte Spur einfädeln und damit den linken Fahrstreifen für Rettungskräfte freimachen.

Bußgelder für Autofahrende, die sich nicht an die Vorschriften halten, betragen bis zu 320 Euro.

Rettungsgasse im Ausland: So geht's!