Alles zu den Führerscheinklassen

Führerscheinklasse B für Pkw und Führerscheinklasse BE für Pkw mit Anhänger

Führerschein für Pkw und Anhänger
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Fakten zur Führerscheinklasse B für Pkw

Erlaubte Fahrzeuge

Kraftfahrzeuge (ausgenommen Krafträder)

  • bis 3.500 kg zulässige Gesamtmasse (zGM)
  • mit bis zu 8 Sitzplätzen (zusätzlich zum Fahrersitz)
  • auch mit Anhänger (zGM des Anhängers: maximal 750 kg)
  • auch mit schwererem Anhänger, sofern die Kombination 3.500 kg nicht übersteigt
  • dreirädrige Kraftfahrzeuge:
    - eine ab dem 19.01.2013 erworbene Führerscheinklasse B umfasst auch dreirädrige
      Kraftfahrzeuge in Deutschland (bei Kraftfahrzeugen mit einer Motorleistung von mehr als
      15 kW jedoch nur, wenn der Inhaber der Fahrerlaubnis mindestens 21 Jahre alt ist)
    - vor dem 19.01.2013 erworbene Führerscheinklasse B (Schlüsselziffer 79.03) berechtigt zum
      Führen von dreirädrigen Fahrzeugen

Erlaubte Fahrzeuge bei Eintragung der Schlüsselziffer B961

Kombinationen aus Pkw (Fahrzeug der Klasse B) und Anhänger mit zGM über 750 kg,
bei welchen die zGM der Fahrzeugkombination mehr als 3.500 kg und nicht mehr als 4.250 kg
beträgt. Die Eintragung der Schlüsselziffer 96 erfolgt nach Ablegen einer Fahrerschulung nach
Anlage 7a der Fahrerlaubnisverordnung.
Mindestalter
    • 17 Jahre: Begleitetes Fahren (B171)
    • 18 Jahre
Mindestalter Sonderregelungen

Herabgesetztes Mindestalter auf 17 Jahre:

    • für Personen mit abgeschlossener Ausbildung zum Berufskraftfahrer oder zur
      Fachkraft im Fahrbetrieb
    • für Personen in Ausbildung zum Berufskraftfahrer oder zur Fachkraft im Fahrbetrieb gilt
      bereits das herabgesetzte Mindestalter; es dürfen jedoch nur bei Fahrten in Deutschland
      im Rahmen des Ausbildungsverhältnisses gemacht werden.
Prüfungen
    • Theoretische Prüfung für Fahrerlaubnisklasse B, BE: maximal 3 Monate vor Erreichen
      des Mindestalters
    • Praktische Prüfung für Fahrerlaubnisklasse B, BE: maximal 1 Monat vor Erreichen des
      Mindestalters
Befristungen und Einschränkungen Erteilung der Fahrerlaubnis ohne ärztliche Untersuchung und ohne Begrenzung, sofern
keine besonderen Umstände vorliegen.
Gültigkeit des Führerscheindokuments
    • Ausstellung des Führerscheins seit 19.01.2013: Gültigkeit 15 Jahre (auch bei Erweiterung
      der Fahrberechtigung, Umtausch oder Ersatzausstellung)
    • Ausstellung des Führerscheins vor 19.01.2013: Gültigkeit bis 19.01.2033. Bei Ablauf der
      Befristung wird das Dokument auf Antrag verwaltungsmäßig umgetauscht, also ohne
      Untersuchung oder Prüfung.
Probezeit Beim erstmaligen Erwerb einer Fahrerlaubnis wird der Führerschein "auf Probe" erteilt. Während
der Probezeit von 2 Jahren wird an ein Fehlverhalten besondere Folgen geknüpft.

 

1 Bei den Klassen B17 und B96 handelt es sich nicht um eigene Führerscheinklassen. Sie sind der Klasse B untergeordnet.




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Fakten zur Führerscheinklasse BE für Pkw mit Anhänger

Erlaubte Fahrzeuge

Kombinationen aus Kraftfahrzeug (bis 3.500 kg zulässige Gesamtmasse (zGM) mit bis
zu 8 Sitzplätzen zusätzlich zum Fahrersitz) und schwerem Anhänger bis 3.500 kg zGM
oder Sattelanhänger bis 3.500 kg zGM

Mindestalter
    • 17 Jahre: Begleitetes Fahren
    • 18 Jahre
Voraussetzung Führerschein der Klasse B (kann gemeinsam erworben werden)
Prüfungen

nur praktische Prüfung; Voraussetzung ist der Vorbesitz der Klasse B (kann gemeinsam
erworben werden) Erteilung der Fahrerlaubnis ohne ärztliche Untersuchung und ohne
Begrenzung, sofern keine besonderen Umstände vorliegen.

Befristungen und Einschränkungen s. o. Klasse B
Gültigkeit des Führerscheindokuments
  • Ausstellung des Führerscheins seit 19.01.2013: Gültigkeit 15 Jahre (auch bei Erweiterung)
    der Fahrberechtigung, Umtausch oder Ersatzausstellung
  • Ausstellung des Führerscheins vor 19.01.2013: Gültigkeit bis 19.01.2033
Probezeit Beim erstmaligen Erwerb der Fahrerlaubnis wird der Führerschein "auf Probe" erteilt. Während
der Probezeit von 2 Jahren wird an ein Fehlverhalten besondere Folgen geknüpft.



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ADAC Tipp für alte Führerscheine der Klasse 3

Deutsche Auto-Urlauber sind in der Vergangenheit gelegentlich im Ausland beanstandet worden, wenn sie mit ihrem alten Führerschein in eine Polizeikontrolle gerieten. Denn die ausländische Polizei kennt oft die genaue Rechtslage nicht und verlangt manchmal den 1999 eingeführten neuen EU-Führerschein im Scheckkartenformat. 

Rechtslage
Nach der EU-Führerscheinrichtlinie 91/439/EWG müssen sämtliche bisher geltenden Führerschein-Dokumente in den anderen EU-und EWR-Staaten anerkannt werden. Es darf weder die neue Führerschein-Plastikkarte noch eine Übersetzung oder gar zusätzlich ein internationaler Führerschein verlangt werden. Dies hat auch die EU-Kommission mit Entscheidung vom 21.3.2000 ausdrücklich bestätigt; deren Wortlaut steht Ihnen hier mehrsprachig als Download zur Verfügung: Entscheidung der EU-Kommission (15,82 KB) 

Tipp der Clubjuristen
Wenn Sie unbedingt von vornherein Problemen aus dem Weg gehen möchten, so können Sie Ihren alten Führerschein gegen das neue EU-Dokument umtauschen. Diese Maßnahme empfiehlt sich vor allem dann, wenn Sie häufig ins Ausland fahren, der vorhandene Führerschein mit einem alten Foto versehen ist, Eintragungen nicht mehr gut lesbar sind oder bei Namensänderung (z. B. Heirat).