Neu: Aus Toyota Auris wird wieder Corolla

5.9.2018

12 Jahre nachdem Toyota den Corolla in Auris umgetauft hat, wird die nächste Generation des Golf-Gegners wieder Corolla heißen. Anfang 2019 ist Markteinführung. Erste Fotos, Infos, Daten

Silberner Toyota Corolla stehend von vorne
Neuer Toyota Corolla mit geschärftem Markengesicht

• Den neuen Corolla gibt es als Fünftürer, Kombi und Stufenheck
• Zwei Hybridversionen mit 122 und 180 PS sind im Angebot
• Markteinführung ist im Frühjahr 2019


Den Schritt vom Corolla zum Auris im Jahr 2006 hat keiner so richtig verstanden: Warum sollte man auch einen Namen aufgeben, der jedem ein Begriff war und der für die legendäre Toyota-Zuverlässigkeit stand?

In der ADAC Pannenstatistik lag der Japaner immer auf den vordersten Plätzen. Doch "Auris" war wohl einfach der modernere Name, der zudem das leicht angestaubte Image von Toyota wegblasen sollte.

Hochwertiger Innenraum, modernes Cockpit

Zoom-In
Toyota Corolla Cockpit
Reduzierte Bedienelemente, großer Touchscreen, bessere Materialien

Was offenbar nicht den gewünschten Erfolg brachte. Ab Anfang 2019 ist der Auris nach nur zwei Modellgenerationen Geschichte, und Toyotas Vertreter der Kompaktklasse wird wieder Corolla heißen. Auf dem Automobilsalon in Genf im März 2018 wurde das neue Modell bereits enthüllt – allerdings noch unter dem Namen Auris.

Den Corolla wird es als Fünftürer, Kombi ("Touring Sports") und Stufenhecklimousine geben. Allen gemein: Eine neue Plattform, die eine tiefere Einbauhöhe des Motors und damit einen niedrigen Schwerpunkt ermöglicht – eine gute Voraussetzung für agiles Handling.

Mit einer modernen Instrumententafel mit hochwertigeren Materialien und großem Touchscreen, Head-up-Display und kabelloser Ladefunktion fürs Handy will der Corolla technisch zur Konkurrenz aufschließen.

Toyota setzt beim Corolla voll auf Hybrid

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Roter Toyota Corolla stehend von hinten
Zweifarbenlackierung, flotte Heckpartie: Der Corolla wird modischer

Weil mittlerweile fast jeder zweite Toyota in Europa als Hybridmodell verkauft wird, setzen die Japaner auch beim neuen Corolla auf den Mix aus Verbrennungsmotor und Elektroantrieb und stellen gleich zwei Hybridversionen in Aussicht: den bekannten 1,8-Liter-Benzin-Hybrid mit 122 PS, der auch in Prius und C-HR zum Einsatz kommt, und einen neuen 2,0-Liter als Powerversion mit 180 PS.

Ein ebenfalls neues Getriebe soll für mehr Fahrspaß sorgen als bisher. Von einer Plug-in-Version ist momentan noch keine Rede, denkbar ist sie aber: Die Technik müsste der Corolla nur vom Prius Plug-in übernehmen.

Als Basismotorisierung dient ein 1,2-Liter-Turbobenziner mit 116 PS, Dieselversionen wird es im neuen Corolla nicht mehr geben. Nicht nur eine Folge des VW-Dieselskandals: Bei Toyota haben auch bisher Dieselvarianten nur eine untergeordnete Rolle gespielt.

Wieder mehr mitmischen will Toyota im Kombisegment, das in Deutschland vom Opel Astra Sports Tourer und Ford Focus Turnier dominiert wird. Der Corolla Touring Sports soll durch seinen langen Radstand von 2,70 Meter besonders viel Platz bieten – Toyota spricht von der größten Beinfreiheit im Fond in der Kompaktklasse.

Publikumspremiere feiert der Kombi auf dem Pariser Autosalon (4. bis 14. Oktober 2018), wo weitere Details zum neuen Corolla bekannt gegeben werden.Die Preise stehen noch nicht fest, dürften aber auf dem Niveau des Vorgängers liegen. Mit rund 20.000 Euro für die Basisversion ist also zu rechnen.

 

Text: Jochen Wieler, Fotos: PR.

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