BMW X7: Der neue Mega-SUV im Fahrbericht 

23.4.2019

Bei BMW war bislang die Nische des großen Luxus-SUV unbesetzt. Nun füllt der mehr als fünf Meter lange X7 diese Lücke. Erster Fahrbericht, technische Daten, Bilder, Video und Preis

BMW X7 Frontansicht
Auffällige Front: BMW X7 mit mächtiger Niere und schmalen Scheinwerfern
  • Auf 5,15 Metern Länge bis zu sieben Sitze und Platz satt
  • Der Konkurrent des Mercedes GLE und Range Rover wird in den USA gebaut
  • Preis: ab 84.300 Euro


Big ist bei den Geländewagen für viele noch immer beautiful. Deshalb geht BMW im Mai mit einem X7 gegen Erfolgsmodelle wie Mercedes GLS oder Range Rover in Stellung. 5,15 Meter lang und mindestens 84.300 Euro teuer, liegt er rund 25 Zentimeter und 15.000 Euro über einem BMW X5, mit dem er sich die technische Basis teilt.

"Wir sind zwar nicht die Ersten", räumt Sebastian Sauerbrei aus der Entwicklung ein. "Aber wir kommen jetzt mit einem Auto, das wir mit Fug und Recht als echten BMW bezeichnen können und das keine Kompromisse macht."

Hoher Komfort, dritte Sitzreihe und viel Platz

Zoom-In
BMW X7 Heckansicht
Mittels Luftfederung kann der X7-Fahrer die Bodenfreiheit erhöhen

Während die Designer die Brücke zum Siebener mit einem betont noblen Ambiente schlagen, musste sich Fahrwerksexperte Sauerbrei einige technischen Kniffe einfallen lassen: So lässt die Hinterradlenkung den Wagen handlicher und agiler wirken, die aktive Wankstabilisierung hält den Aufbau im Lot, und die an beiden Achsen montierte, adaptive Luftfederung kann nach Wunsch weich oder beinhart eigestellt werden. Zugleich bietet sie in fünf Stufen zusammen acht Zentimetern Verstellweg und kann so einen Kniefall zum Aussteigen machen oder den Wagen im Gelände aufbocken. 

Die Sieben steht nicht nur für Prestige und Komfort, sondern auch für die Zahl der Sitzplätze. Und der X7 hat als erster BMW-SUV eine dritten Reihe, die ihren Namen verdient. Während die immer an Bord ist und nach dem etwas mühsamen Zustieg überraschend viel Platz bietet, kann man in der zweiten Reihe zwischen zwei Einzelsitzen oder einer durchgehenden Bank wählen. Dazu gibt es immer eine voll elektrische Verstellung. 

Genügend Bewegungsfreiheit auf allen Plätzen – da muss man beim Kofferraum Einschränkungen hinnehmen, zumindest bei voller Bestuhlung. Dann passen hinter die wie beim X5 horizontal geteilte Klappe nur noch magere 326 Liter. Doch wenn Reihe drei im Wagenboden verschwindet, sind es schon 750 Liter und wenn alle Sitze flachliegen, wird der X7 mit 2120 Litern zum Lastenträger.

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Die Fahrleistungen des BMW X7 überzeugen 

Das volldigitale Cockpit ist serienmäßig mit zwei je 12,3 Zoll großen Bildschirmen ausgestattet, bedient wird per Touchscreen, Dreh-Drücksteller, Lenkradtasten, Gestensteuerung oder über den neuen Sprachassistenten, der sich mit "Hey BMW" starten lässt. Technik-Updates werden via Internet eingespielt.

Öffnen, verschließen und starten lässt sich der Nobel-SUV per Smartphone. Optional sind Extras wie ein noch helleres Laserlicht, das bis zu 600 Meter vor dem Fahrzeug ausleuchtet, das Premium-Soundsystem von Bowers&Wilkins oder eine Integral-Aktivlenkung.

Im Angebot sind zunächst drei Motoren, die alle drei Liter Hubraum und sechs Zylinder in Reihe haben: Einziger Benziner ist der X7 40i mit 340 PS und 450 Nm, der in 6,1 Sekunden auf Tempo 100 kommt, 245 km/h erreicht und im Mittel 8,7 Liter verbraucht.

Die bei uns gebräuchlichste Variante wird wohl der X7 30d, der mit 265 PS, 620 Nm, 7,0 Sekunden, 227 km/h und 6,5 Litern in der Liste steht. Und wer noch eins drauflegen möchte, der greift zum M50d, der auf 400 PS und 760 Nm kommt, die 2,3 Tonnen Gewicht in 5,4 Sekunden auf Tempo 100 bringt, als einziger 250 km/h schafft und mit 7,0 Litern angegeben wird.

Den gründlich überarbeiteten V8 im X7 50i mit 462 PS bekommen nur die Amerikaner, die Russen und die Chinesen, und vom Zwölfzylinder, der ein echtes Alleinstellungsmerkmal wäre, ist gar nicht die Rede. Während man das vielleicht noch verstehen kann, ist eine andere Lücke in der Motorenpalette völlig unverständlich: Es fehlt der Plug-in-Hybrid, der den negativen Beitrag zum Flottenverbrauch reduzieren könnte, aber vor allem auf den wichtigsten Märkten in den USA und China schon fast schon ein "Must have" ist.

 

Diese Motoren stehen zur Auswahl

BMW X7  xDrive 40i  xDrive 30d
M 50d
Motor  Sechszylinder-Turbobenziner, 2998 cm3, 250 kW/340 PS, 450 Nm bei 1500 U/min
Sechszylinder-Turbodiesel, 2993 cm3, 195 kW/265 PS, 620 Nm bei 2000 U/min
Sechszylinder-Turbodiesel, 2993 cm3, 294 kW/400 PS, 760 Nm bei 2000 U/min
Fahrleistungen
6,1 s auf 100 km/h, 245 km/h Spitze 7,0 s auf 100 km/h, 227 km/h Spitze
5,4 s auf 100 km/h, 250 km/h Spitze
Verbrauch  8,7 – 9,0 l Super/100 km, 198 – 205 g CO2/km
6,5 – 6,8 l Diesel/100 km, 171 – 178 g CO2/km
7,0 – 7,4 l Diesel/100 km, 185 – 193 g CO2/km
Maße  L 5,15 / B 2,00 / H 1,81 m
L 5,15 / B 2,00 / H 1,81 m  L 5,15 / B 2,00 / H 1,81 m 
Gewicht 2320 kg 2370 kg 2460 kg
Preis 86.300 € 84.300 € 109.900 €

 

Text: Thomas Geiger. Fotos: PR.

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