Neuer BMW X5: Die Neue Klasse zeigt sich extrem antriebsstark
Von Andreas Huber

Mit dem neuen X5 zeigt BMW, dass sie das Thema Technologieoffenheit wirklich ernst meinen. Neben klassischen Antrieben gibt es das SUV auch vollelektrisch – und später sogar mit Brennstoffzelle. Alle Infos und Bilder zum BMW X5 2026.
Fünf Antriebsversionen für den X5
Wasserstoff-Modell für 2028 angekündigt
Preise für den Benziner ab 98.800 Euro
Neuauflage für den BMW X5. Das beliebte SUV stellt sich in der fünften Generation antriebsseitig breiter auf denn je und führt das Design der "Neuen Klasse" mit dem iX3 als Vorreiter in der gehobenen Mittelklasse weiter. Neben Benzin- und Dieselmotoren sowie zwei Plug‑in-Hybriden kommt der neue X5 (G65) auch vollelektrisch in den Handel, ab 2028 soll es zudem eine Wasserstoff-Variante geben. An diesem tüfteln die Münchner bereits seit vielen Jahren, in die Großserie hat es der Nischenantrieb aber nicht geschafft. Insgesamt stehen so ganze fünf Antriebsversionen für den BMW X5 bereit.
Technologieoffenheit steht beim BMW-SUV im Mittelpunkt der Positionierung im Markt, wo sich der Münchner gegen Wettbewerber wie den Audi Q7 und den Mercedes GLE beweisen muss. Im Sommer startet die Produktion des 4,99 Meter langen, 2,00 Meter breiten und 1,75 Meter hohen SUV im US-amerikanischen Spartanburg.
BMW X5: Neue-Klasse-Design, aber eigene Akzente

Der neue BMW X5 folgt der Designphilosophie der Neuen Klasse und ist damit eng an das Äußere des iX3 angelehnt. Prägend sind die aufrechte Front, eine vertikal orientierte Niere sowie eine neue Doppel-X-Lichtsignaturen in den adaptiven LED-Scheinwerfern.
In der Seitenansicht fallen neben den großen Blechflächen die "Winglet"-Türgiffe auf. Sie ersetzen klassische Türgriffe und betätigen die Tür mittels Touchbedienung durch die Passagiere. Ob das in der Praxis praktikabel sein wird, muss sich noch zeigen. Vor allem mit Blick auf den chinesischen Markt scheint die Entscheidung für solche "Griffe" aber mehr als fragwürdig. Schließlich sind dort versenkbare Türgriffe bereits für künftige Fahrzeuge verboten. BMW bietet selbst den erst kürzlich erschienenen iX3 dort bereits mit anderen Griffen an.
Am Heck fällt vor allem die an den X5 angepasste Lichtsignatur auf. Die Leuchten bestehen anders als beim iX3, nicht nur aus vertikalen Balken, sondern bekommen auch andere Elemente spendiert, die ihn optisch ausdifferenzieren sollen.
Mehr Licht im Innenraum

Im Innenraum setzt BMW auf eine stärker horizontal gezeichnete Architektur mit umlaufendem Charakter. Das Cockpit soll durch eine dreidimensional hinterleuchtete Ambientelichtleiste ein modernes Interieur bieten und breiter wirken.
Auch im X5 setzt BMW auf das neue Panoramic iDrive, das sich in einem Keil im unteren Bereich der Windschutzscheibe befindet. Während der linke Teil ausschließlich als Kombiinstrument für die Person am Steuer dient, lässt sich der restliche Bereich individualisieren. Neu ist das Beifahrerdisplay, das den 17,9 Zoll großen Zentralbildschirm um ein Zusatzdisplay ergänzt.
Serienmäßig kommen beim neuen X5 Sportsitze zum Einsatz, gegen Aufpreis gibt es zudem auch noch Multikontur-Sitze mit Massagefunktion. Glasakzente und neue Dekore aus echtem Schiefer sollen das Ambiente im Innenraum schärfen.
BMW X5 in Bildern

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Technik: Automatiktüren und Wankstabilisierung

Technisch setzt BMW beim neuen X5 auf weiterentwickelte Fahrwerkstechnik und umfangreiche Assistenz, zudem gibt es Komfortfeatures wie automatisch öffnende Türen gegen Aufpreis. Serienmäßig an Bord ist ein adaptives Stahlfahrwerk, optional gibt es die "Adaptive Chassis Control" mit Zweiachs-Luftfederung und Hinterachslenkung.
Die Hinterräder schlagen dabei laut BMW um bis zu 3,2 Grad ein, was den Wendekreis um rund 0,8 Meter reduzieren soll. Für Elektro- und Plug‑in-Hybridmodelle wird es auch eine Wankstabilisierung geben. Optional gibt es einen Autobahnassistenten für freihändiges Fahren bis 130 km/h sowie einen City-Assistenten mit navigationsgeführten Funktionen für urbanes Umfeld.
Von Benzin bis iX5 Elektro: Die Antriebe im Detail

Zum Start gibt es den X5 40 xDrive als Reihensechszylinder-Benziner mit 48-Volt-Mildhybrid-System und 400 PS (294 kW). Daneben steht der X5 40d xDrive mit Reihensechszylinder-Diesel und 313 PS (230 kW) zur Auswahl. Die Plug‑in-Hybride hören auf die Namen X5 50e xDrive und X5 M60e xDrive, leisten 490 PS (360 kW) beziehungsweise 612 PS (450 kW) Systemleistung und kommen auf elektrische WLTP-Reichweiten von bis zu 102 beziehungsweise 98 Kilometer.
Erstmals folgt außerdem der vollelektrische iX5 60 xDrive mit 425 kW (578 PS) und 141 kWh netto Batteriekapazität. Dank 800-Volt-Technik lädt er laut BMW mit bis zu 460 kW am DC-Schnelllader, die Reichweite soll bei 845 Kilometern nach WLTP liegen. Dafür sorgt die 141 kWh fassende Batterie im Unterboden.
Der Ladehub von 10 auf 80 Prozent soll so in 23 Minuten gelingen, trotz des enormen Akkupakets im Fahrzeugboden. An der öffentlichen AC-Säule lädt der iX5 serienmäßig mit 22 kW auf. Laternenparkende wird es freuen.
Auch Vehicle-to-Load (V2L), Vehicle-to-Home (V2H) und Vehicle-to-Grid (V2G) soll der iX5 unterstützen.
Wasserstoff kommt mit dem X5 in die Großserie bei BMW
Für 2028 kündigt BMW den iX5 Hydrogen an, dessen Wasserstoff-Tanks im Fahrzeugboden verbaut sind und sozusagen den Batterierahmen des Elektro-X5 nutzen. Voll aufgetankt soll das SUV bis zu 750 Kilometer Reichweite besitzen. Die Brennstoffzelle wurde zusammen mit Toyota entwickelt, die mit dem Mirai auf diesem Gebiet bereits ein Fahrzeug im Großserieneinsatz anbieten.
Preise und Marktstart: Knapp unter 100.000 Euro in der Basis
Die Verbrenner X5 40 xDrive und X5 40d xDrive sollen Ende 2026 auf den Markt kommen. Für den vollelektrischen iX5 60 xDrive sowie die Plug‑in-Hybride X5 50e xDrive und X5 M60e xDrive nennt BMW Anfang 2027 als Marktstart.
Die Preise starten bei 98.800 Euro, wer elektrisch fahren will, wird mindestens 102.800 Euro an BMW überweisen müssen. Für den iX5 Hydrogen sind noch keine Preise bekannt.
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