ADAC Stauprognose 27.2. – 1.3.: Stau durch Winterurlauber

• Lesezeit: 6 Min.

Von Katharina Dümmer

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Stau auf der Autobahn
Dicht an dicht stehen die Autos vor allem auf dem Weg in die Wintersportgebiete© imago images/Frank Sorge

Am Wochenende erwartet der ADAC deutschlandweit mäßigen Reiseverkehr – mit zwei Ausnahmen: Die Autobahnen von und zu den Wintersportgebieten der Alpen und die Autobahnen rund um Hamburg werden zeitweise voll.

  • Update: Mehr Staus im Berufsverkehr durch ÖPNV-Streik

  • Ferien-Beginn in Hamburg, Ferien-Ende in den Niederlanden

  • Autobahnsperren auf der A2, A3, A8, A21 und A48

  • Ausland: Brenner-, Tauern- und Gotthard-Route staugefährdet

Staugefahr: Ferien in Hamburg, Ferien-Ende in den Niederlanden

Auch an diesem Wochenende werden Autofahrer und Autofahrerinnen einer Belastungsprobe auf den Hauptverbindungen zu und von den Wintersportregionen der Alpen ausgesetzt sein. Der Skiurlaubs- und Tagesausflugs-Verkehr ist ungebrochen.

Auf dem Weg ins Pistenvergnügen sind unter anderem Winterurlauber und -urlauberinnen aus Hamburg, die sich über zwei Ferienwochen freuen dürfen, sowie Reisende, die nicht an Ferientermine gebunden sind. Auf dem Rückweg sind viele Niederländer, weil dort die Ferien enden. Ganz besonders stark belastet sind damit die südbayerischen Autobahnen.

Abseits der Skiurlauberstrecken und abseits des Großraums Hamburg wird es insgesamt eher ruhig. Allerdings kann sich der aktuelle deutschlandweite ÖPNV-Streik auf den Berufsverkehr auswirken. Morgens und am späten Nachmittag könnten die Ballungsraumautobahnen deutlich voller sein, weil Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen auf das Auto umsteigen.

Die Baustellentätigkeit auf den Autobahnen nimmt langsam Fahrt auf. Deutschlandweit gibt es derzeit rund 670 Baustellen (letzte Woche knapp 100 weniger). Einige wichtige Autobahnen sind am Wochenende gesperrt.

Die Staustrecken in Deutschland

Unter anderem sind zeitweise diese Fernstraßen belastet (beide Fahrtrichtungen):

  • Großraum Hamburg

  • A1 Köln – Dortmund und Osnabrück – Bremen

  • A2 Oberhausen – Dortmund – Hannover

  • A3 Oberhausen – Köln

  • A4 Heerlen/Aachen – Köln – Olpe

  • A5 Basel – Karlsruhe

  • A7 Füssen/Reutte Ulm – Ulm – Würzburg und Hamburg – Hannover

  • A7 Hannover – Flensburg

  • A8 Salzburg – München – Stuttgart – Karlsruhe

  • A9 Nürnberg – München

  • A12 Berliner Ring – Frankfurt (Oder)

  • A61 Ludwigshafen – Koblenz – Mönchengladbach

  • A93 Kiefersfelden – Rosenheim

  • A95/B2 München – Garmisch-Partenkirchen

  • A99 Autobahnring München

Wichtige Info für Autoreisende: Entlang einiger Autobahnen gibt es Durchfahrtsverbote.

Vollsperrungen auf Autobahnen

Zurzeit sind folgende Vollsperrungen angekündigt:

Die kurzfristigen Sperren

  • A2 Oberhausen Richtung Hannover zwischen Kreuz Dortmund-Nordwest und Dortmund-Nordost von Donnerstag, 26. Februar, 21 Uhr, bis Montag, 2. März, 5 Uhr

  • A3 Frankfurt – Würzburg in beiden Richtungen zwischen Offenbacher Kreuz und Offenbach von Samstag, 28. Februar, 18 Uhr, bis Sonntag, 1. März, 14 Uhr

  • A8 München – Salzburg in beiden Richtungen zwischen Frasdorf und Bernau am Chiemsee von Freitag, 27. Februar, 20 Uhr, bis Sonntag, 1. März, 5 Uhr, täglich nur nachts von 20 bis 5 Uhr

  • A21 Bargteheide Richtung Kiel zwischen Bad Oldesloe-Süd und Leezen von Montag, 23. Februar, 20 Uhr, bis Samstag, 28. Februar, 5 Uhr, täglich nur nachts von 20 bis 5 Uhr

  • A48 Koblenz – Dernbach in beiden Richtungen zwischen Bendorf/Neuwied und Dreieck Dernbach von Freitag, 27. Februar, 20 Uhr, bis Montag, 2. März, 5 Uhr

Die langfristigen Sperren

Umleitungen sind ausgeschildert. Kurzfristige Änderungen etwa wegen widriger Witterung und weitere Sperrtermine sind möglich. Berücksichtigt werden bei der Auflistung der langfristigen Sperren nur die überregional bedeutsamen Autobahnen. Auch auf Zubringerautobahnen oder untergeordneten Regionalautobahnen können Dauerbaustellen eingerichtet sein.

Alle Sperrungen, Baustellen und aktuelle Verkehrsinformationen finden Sie hier. Darüber hinaus bietet der ADAC NRW Infos zu speziellen Sperren in Nordrhein-Westfalen.

Staugefahr auf Autobahnen im Ausland

Auch im benachbarten Ausland werden viele Fahrten vom oder zum Wintersport im Stau enden. Neben Urlauberinnen und Urlaubern (Ferien-Beginn in Hamburg, Ferien-Ende im Norden der Niederlande und in Teilen Tschechiens) mischen aber auch – je nach Wetter- und Schneeverhältnissen auf den Pisten – immer noch etliche Tages- und Wochenendausflügler im Verkehrsgeschehen mit.

Den stärksten Verkehr erwartet der ADAC in den Vormittags- und späten Nachmittagsstunden des Samstags und Sonntags. Diese Strecken sind zeitweise staugefährdet:

  • In Österreich A1 West-, A10 Tauern-, A12 Inntal-, A13 Brenner- und A14 Rheintalautobahn, B179 Fernpass-Route, S16 Arlbergschnellstraße sowie die Tiroler, Salzburger und Vorarlberger Bundesstraßen

  • In der Schweiz die A2 Luzern – Chiasso (Gotthard-Route), A13 Chur – Bellinzona (San-Bernardino-Route), A1 Bern – Zürich – St. Margarethen und A3 Basel – Zürich – Chur sowie die Zufahrtsstraßen der Skigebiete Graubündens, des Berner Oberlands, des Wallis und der Zentralschweiz

  • In Italien die Brennerroute A22/SS12 sowie die Straßen ins Puster-, Grödner- und Gadertal und in den Vinschgau

Baustelle Reschenpass: So ist die aktuelle Lage

Grenzkontrollen: Wartezeiten möglich

Im Frühjahr 2025 hatten die deutschen Behörden die Einreisekontrollen an allen deutschen Grenzen verschärft. Der Pendel- und Reiseverkehr soll dabei möglichst wenig beeinträchtigt werden. Die Kontrollen sind stichprobenartig, nicht alle Fahrzeuge werden angehalten.

Vor allem an den drei Autobahnübergängen Suben (A3 Linz – Passau), Walserberg (A8 Salzburg – München) und Kiefersfelden (A93 Kufstein – Rosenheim) sind Wartezeiten sehr wahrscheinlich.

Auch bei der Ausreise aus Deutschland finden zum Teil Kontrollen unterschiedlicher Intensität statt. Betroffen sind vor allem Dänemark, die Niederlande, Frankreich und Polen. Mit Staus zu rechnen ist etwa an den Grenzübergängen A4 Ludwigsdorf (Görlitz), A11 Pomellen (Stettin), A12 Frankfurt (Oder) und A15 Forst.

Verschärfte Kontrollen an Deutschlands Grenzen: Was man wissen muss

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Fahren bei winterlichen Bedingungen

Entsprechend der Jahreszeit müssen Autofahrer und Autofahrerinnen mit witterungsbedingten Behinderungen rechnen. Schneefälle und Glatteis, selbst in tieferen Lagen, sind jetzt ebenfalls jederzeit möglich. In Deutschland gilt die situative Winterreifenpflicht.

Fahrten in höhere Lagen der Alpen sollten generell nur noch mit geeigneter Winterausrüstung angetreten werden. Fast alle Alpenpässe, die in der kalten Jahreszeit geschlossen werden, wie zum Beispiel das Timmelsjoch, haben Wintersperre.

Hier finden Sie Infos zur Winterreifen- und Schneekettenpflicht in 21 europäischen Ländern.

Im Stau: Rettungsgasse bilden!

Was viele nicht wissen: Die Rettungsgasse muss bereits dann gebildet werden, wenn der Verkehr stockt, und nicht erst, wenn die Rettungskräfte mit Blaulicht und Martinshorn von hinten kommen.

Und so funktioniert die Rettungsgasse: Wer den linken Fahrstreifen befährt, weicht nach links aus, Autofahrende auf allen anderen Fahrstreifen fahren nach rechts. Ist es in engen Baustellenbereichen aufgrund deutlich schmalerer Fahrspuren nicht möglich, die Rettungsgasse korrekt zu bilden, wird empfohlen, mit genügend Abstand versetzt zu fahren. So können Autofahrende im Ernstfall in die rechte Spur einfädeln und damit den linken Fahrstreifen für Rettungskräfte frei machen.

Bußgelder für Autofahrende, die sich nicht an die Vorschriften halten, betragen bis zu 320 Euro.

Rettungsgasse im Ausland: So geht's!