Tests 2019: Winterreifen 185/65 R15 T für Kleinwagen

Erwartungen nicht immer erfüllt: Das Urteil "gut" erreichen von den Premiumprodukten nur der Dunlop und der Pirelli, mit Kleber schiebt sich noch eine Michelin-Zweitmarke dazwischen.
   
0,5 bis 1,5
sehr gut
1,6 bis 2,5
gut
2,6 bis 3,5
befriedigend
3,6 bis 4,5
ausreichend
ab 4,6
mangelhaft

Das Fazit

Im aktuellen Winterreifentest der Größe 185/65 R15 T (bis 190 km/h) – das ist inzwischen die meistverkaufte Winterreifendimension für Kleinwagen – werden 16 Reifenmodelle in den ADAC-typischen 18 Einzelkriterien untersucht und bewertet. Das Ergebnis lautet dreimal "gut", zehnmal "befriedigend", einmal "ausreichend" und zweimal "mangelhaft".

Hauptursache für Abwertungen sind meistens Nachteile bei Nässe oder auf Schnee. Die Modelle von Continental und Hankook dagegen rutschen wegen Eis ab, der Sava wird wegen seiner schwächeren Fahrleistungen auf trockener Fahrbahn abgewertet.

Die Gewinner

Die aktuellen Winterreifen von Dunlop, Kleber und Pirelli belegen die ersten Plätze – mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Die Vorteile des Dunlops liegen hauptsächlich  auf Nässe, Schnee und im Verbrauch. Der Kleber punktet bei Trockenheit sowie im Verschleiß und Pirelli hat seine Stärken vor allem bei Nässe.

Das Mittelfeld

Insgesamt zehn Modelle werden aufgrund leichter bis eindeutiger Schwächen abgewertet. Continental und Hankook verpassen nur sehr knapp ein "gut" auf Eis. 

Michelin und Goodyear verfehlen auf Schnee eindeutig eine "gute" Beurteilung, hier gibt letztlich die Seitenführung auf Schnee den Ausschlag für die Abwertung.

Beim Falken zeigen sich Schwächen auf trockener Fahrbahn, auf Schnee und auf Eis, beim Vredestein ist neben Schwächen bei Nässe und Schnee die trockene Fahrbahn ausschlaggebend für die Gesamtnote. Nokian glänzt zwar auf Schnee, liegt dafür allerdings bei Trockenheit, Nässe und im Verschleiß nur auf "befriedigendem" Niveau. 

Der eher unbekannte Reifen der Marke Gislaved (eine Konzernmarke von Continental) zeigt Schwächen bei Trockenheit, Nässe und auf Schnee – ebenso wie der Kumho, der zusätzlich auch eine geringere Laufleistung aufweist. Viking zeigt lediglich Schwächen bei Nässe.

Die Verlierer

Nicht über das Gesamturteil "ausreichend" hinaus kommt der Sava. Die Fahreigenschaften auf trockener Fahrbahn sind nicht überzeugend.

Toyo enttäuscht auf Schnee – vor allem bei der Seitenführung. Die Reifenmarke Davanti ist erst seit kurzen auf dem deutschen Markt erhältlich, kann bei ihrem Debüt im Reifentest jedoch nicht überzeugen. Der Reifen zeigt eklatante Schwächen auf nasser Fahrbahn (in erster Linie bei der Seitenführung), aber auch das Aquaplaning-Verhalten – ein wichtiger Indikator für das Fahrverhalten bei Schneematsch – agiert auf schwachem Niveau. Beide Produkte werden auf "mangelhaft" abgewertet.

Die Fahrzeuge

Nachfolgende Fahrzeugmodelle (und zahlreiche weitere) können – je nach Motorisierung und Ausstattung – mit der hier getesteten Reifengröße bestückt werden.

Marke Modelle
Alfa Romeo  Mito 
Citroen  Berlingo, C3, DS3, Nemo, Xsara Picasso
Dacia  Dokker, Lodgy, Logan, Sandero                    
Fiat  Doblo, Fiorino, Linea, Multipla, Panda, Punto,
Qubo 
Hyundai  i20, i30 
Kia                     Cee'd, Pro Cee'd, Rio, Stonic
 Mercedes  A-Klasse (Typ 169)
 Opel  Adam, Adam Rocks, Astra (H), Combo, Corsa
 Peugeot  207, Bipper, Partner
 Renault  Clio, Kangoo, Zoe
 Seat  Ibiza
 VW  Polo

 

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Text: Thomas Kroher. Fachliche Beratung: ADAC Technik Zentrum, Daniel Bott. Fotos: ADAC/Wolfgang Grube.
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