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Der ADAC

Ladestationen für Elektroautos: Das kostet der Strom

Ladestation
Strom für E-Auto kann teuer werden. Wer den Anbieter klug wählt, kann viel Geld sparen ∙ © iStock.com/SUNGSU HAN

Wer sein Elektroauto laden will, hat die Wahl zwischen vielen örtlichen Stromversorgern, aber auch übergreifenden Roaming-Providern. Auch der ADAC bietet seinen Mitgliedern einen Tarif. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zu Preisen und Abrechnung.

  • Bei den Strompreisen gibt es große Unterschiede 

  • Die Abrechnungssysteme sind teilweise verwirrend

  • Für Mitglieder bietet der ADAC eine Ladekarte ohne Grundgebühr

In Deutschland gibt es rund 17.500 Ladesäulen. Das Problem: Bei der Bedienung gibt es große Unterschiede. Mal braucht der E-Autofahrer eine Ladekarte, mal muss er den Stromfluss mit Hilfe einer App aktivieren. Hier zahlen Nutzer direkt über das Smartphone, dort kommt die Rechnung am Ende des Monats per Post. Wie viel die einzelne Kilowattstunde (kWh) am Ende kostet, ist oft unklar und je nach Anbieter unterschiedlich. 

Auch die Abrechnungsarten variieren stark. Ein Betreiber kassiert neben der monatlichen Grundgebühr pauschal Geld pro Ladevorgang. Ein anderer berechnet den Strompreis je angefangene Stunde oder auf fünf Minuten genau. Außerdem haben viele Anbieter unterschiedliche Tarifmodelle. Die Folge: Verbraucher verlieren den Überblick.

Warum rechnen viele Ladestation-Betreiber nicht nach kWh ab?

Für die Abrechnung nach kWh müssen in Deutschland eichkonforme Zähler in die Normalladesäulen (AC) eingebaut werden. Das verlangt die Eichrechtsverordnung, die seit 1. Januar 2018 gilt. Denn während an herkömmlichen Tankstellen Benzin- und Dieselzapfstellen geeicht sind, ist das bei Strom aus Ladesäulen aktuell noch im Aufbau. 

Das Problem ist die Technik: Der Einbau geeichter Zähler ist derzeit nur an wenigen Ladesäulen möglich. Hinzu kommt, dass es für Schnellladesäulen (DC) noch keine eichkonformen Zähler gibt. Hier gilt derzeit eine Sonderregelung. 

Deshalb haben viele Anbieter auf Pauschaltarife umgestellt und rechnen nach Ladezeit ab. Das hat teils absurde Folgen: Wenn ein strombetriebener Kleinwagen beispielsweise nur wenig kWh lädt, der Anbieter aber pro angefangener Stunde abrechnet, kann es teuer werden.

Regionaler Anbieter oder landesweiter Dienstleister?

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von sogenannten Elektromobilitäts-Serviceanbietern: Regional agierende und Anbieter, die überregionalen Zugriff auf Ladesäulen ermöglichen. Zugriff auf fremde Ladeinfrastruktur erfolgt über Roaming-Netzwerke und bilaterale Vereinbarungen und ist oftmals teurer als das Laden an eigenen Ladestationen. Sie ermöglichen in der Regel deutschlandweites Laden und sind teils auch im Ausland vertreten. Allerdings betreiben Roaming-Netzwerke keine Säulen, sondern stellen in der Regel nur die Rechnung für den verbrauchten Strom.

In der Praxis heißt das: Wer regelmäßig längere Strecken fährt und das Geschäftsfeld seines regionalen Anbieters verlässt, für den ist der Service eines Elektromobilitäts-Anbieters mit e-Roaming sinnvoll. Einen eigenen Vertrag mit dem jeweiligen regionalen Anbieter braucht es dann nicht. Wer davon Gebrauch macht, sollte sich jedoch vorab über Tarife und mögliche Zusatzgebühren informieren.

Weitere Informationen zum Laden von Elektroautos finden Sie in unseren FAQs zu Elektroautos.

Überblick: Die Tarifmodelle verschiedener Anbieter

Wer ist teuer, wer günstig? Wir haben eine Auswahl an Betreibern und Dienstleistern unter die Lupe genommen. 

Preise, Daten, Fakten – so groß sind die Unterschiede

Stand: 1.10.2020. Alle Angaben ohne Gewähr. Datenbasis: Pressestellen und Internetseiten der Hersteller.

Wallboxen im Test: 12 Ladestationen für zu Hause im Vergleich

Was ist beim Kauf einer Heim-Ladestation für das Elektroauto zu beachten? Wir haben zwölf Wallboxen mit Ladeleistungen von 3,7 bis 22 Kilowatt getestet. Und dabei verglichen, wie gut sie laden, wie sie zu handhaben und wie sicher sie sind.

Hier geht es zu den Test-Ergebnissen: Welche Ladestation ist die beste?

Text: Sarah Kurz

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