Der Ur-Smart kommt zurück. Wie der Smart #2 aussehen wird und was er können soll, wurde bei einem Event in Rom offenbart. Erste Details zum Anspruch und zur Technik des elektrischen City-Flitzers. #2 deutlich größer als der Ur-Smart Spurtstarker Elektroanrieb Akku mit 35 kWh, 300 Kilometer Reichweite Allgemein geht der Trend bei der Automobilentwicklung zu immer größeren, technisch komplexeren und auch immer schwereren Pkw. Selbst die Marke Smart – berühmt geworden durch einen City-Flitzer, der in jede Parklücke passt – hat aktuell nur Fahrzeuge im Sortiment, die diesem Trend Rechnung tragen. Das betrifft die kompakten Smart #1 und Smart #3, erst recht aber den Smart #5: mit 4,70 Metern Länge von beeindruckender Statur, 2,3 Tonnen schwer, kräftig wie ein Sportwagen. Smart – inzwischen eine Gemeinschaftsfirma von Geely in China und Mercedes in Stuttgart – stemmt sich jetzt endlich diesem Trend entgegen und bringt demnächst die moderne Form des minimalistischen Smart fortwo, geboren 1998, zurück. Wenngleich: So minimalistisch wie das historische Vorbild wird der City-Floh 28 Jahre später nicht ausgestaltet sein. Im Folgenden lesen Sie, welchem Anspruch der neue Smart #2 genügen soll und was er aus Kundensicht unbedingt können muss. Smart #2: Deutlich größer als der Ur-Smart Mit einer mutmaßlichen Länge von knapp 2,90 Metern (nicht offiziell bestätigt) könnte der Smart #2 immerhin 40 Zentimeter mehr haben als das Ur-Modell, auf das das Concept zurückgeht. Dass das Auto tatsächlich deutlich größer und breiter ist, sieht man ihm an. Dank der extrem geringen Karosserie-Überhänge wirkt das Auto in der Seitenansicht trotzdem sehr kurz und knackig. Der Radstand von 2,79 Metern ermöglicht es den Ingenieuren, im Unterboden einen ordentlich dimensionierten Energiespeicher unterzubringen. Denn selbstverständlich wird der moderne Smart für die Stadt von einem Elektroantrieb vorangetrieben und nicht von einem knatternden Dreizylinder mit 40 kW/55 PS. Kein Problem mit Leistung und Reichweite Wie viel Leistung der Smart #2 bieten wird, ist bisher nicht bekannt. Man darf aber sicherlich ein sehr gutes, elektrotypisches Beschleunigungsvermögen erwarten. Beim Höchsttempo ist von einer Limitierung auf Autobahngeschwindigkeit auszugehen. Die Kapazität des Akkus ist bekannt: Smart nennt 35,7 kWh als Zielwert, was für eine Reichweite von rund 300 Kilometern nach in der EU gültigem WLTP-Zyklus genügen soll. Damit sind sogar ausgiebige Wochenendausflüge ohne nachzuladen möglich. Dabei wären sogar noch weitere Strecken ohne großen zeitlichen Aufwand drin, denn das Nachladen an einer DC-Schnellladesäule soll in unter 20 Minuten (10 auf 80 Prozent SoC) erledigt sein. Showcar Smart #2 im Detail Hohe Sicherheit durch Tridionzelle Ein zentrales Element bei der Entwicklung war die Rückbesinnung auf die Tridionzelle des Ur-Smart, die nun auch im Smart #2 als Sicherheitsstruktur dient. Die gesamte Plattform sei darauf ausgelegt, auch in einem Fahrzeug mit sehr kompakten Abmessungen ein hohes Maß an Insassenschutz zu gewährleisten. Was auf die Zukunft übertragen bedeutet: Es kommen wohl noch weitere Fahrzeuge auf ebenderselben Plattform, auch eine Nummer größer im Kleinwagen-Segment. Abgesehen von den knappen Außenmaßen und dem geräuscharmen Elektroantrieb macht der Wendekreis von nur 6,95 Metern den Smart #2 zum idealen Stadtauto. Gleichzeitig ist die Architektur laut Smart darauf ausgelegt, den verfügbaren Innenraum effizient zu nutzen. Der Smart #2 – das wahre Stadtauto? Dass das Showcar #2 in Rom vorgestellt wurde, kommt auch nicht von ungefähr – Rom war und ist die Stadt mit der höchsten Smart-Dichte Europas. Wenn es nach Smart geht, soll das in Zukunft mindestens so bleiben – und sicher auch andere Städte weltweit als Nachahmer finden. Florian Nemitz, CEO bei Smart Deutschland, wendet den Blick natürlich in Richtung Heimat: "Städte wie Berlin, Hamburg oder München waren schon immer die Heimat des Smart-Zweisitzers. Noch heute gibt es in Deutschland über 300.000 zugelassene Smart fortwo." Über den Preis des Smart #2 ist noch nichts bekannt. Es dürfte aber auf der Hand liegen, dass er für unter 20.000 Euro erhältlich sein wird. Das ist deutlich teurer als die Billigheimer Leapmotor T03 und Dacia Spring. Der Verkauf des Smart #2 beginnt zum Jahreswechsel 2026/27. Ein oder zwei Jahre später wird klar sein, zu welchen Höhen sich die Wiederauferstehung des ursprünglichen Smart aufschwingen kann. Und ob er sich tatsächlich als wahres Stadtauto erweist. Hier gibt es viele weitere Neuvorstellungen, Fahrberichte und Autotests.