Testergebnis

Januar 2018

Karosserie/Kofferraum

2,6

Innenraum

2,6

Komfort

2,6

Motor/Antrieb

2,6

Fahreigenschaften

2,8

Sicherheit

2,3

Umwelt/EcoTest

4,2

ADAC Urteil Autotest

2,9

Autokosten

1,9

sehr gut

0,6 - 1,5

gut

1,6 - 2,5

befriedigend

2,6 - 3,5

ausreichend

3,6 - 4,5

mangelhaft

4,6 - 5,5

Stärken
  • vorn gutes Platzangebot

  • kultivierter Diesel

  • dank Mildhybrid-System besonders innerorts niedriger Verbrauch

Schwächen
  • immer noch zu hoher NOx-Ausstoß

  • umständliches Bediensystem

  • große Felgen schmälern Abrollkomfort

Fazit zum Renault Scénic ENERGY dCi 110 Hybrid Assist Intens (03/17 - 05/18)

Das Design des aktuellen Scénic, der 2016 neu auf den Markt kam, wirkt nach wie vor erfrischend modern und futuristisch. Ob Kurz- oder Langversion, die kuppelartige Gestaltung der Front hat sogar praktische Vorteile, die schmalen A-Säulen ermöglichen einen guten Verkehrsüberblick nach vorne und zur Seite; ab der Fahrzeugmitte hat man durch die breiten Dachsäulen aber wieder die üblichen Sichteinschränkungen. Dennoch kann der Scénic mit vielen praktischen Details wie unzähligen Fächern im Innenraum gefallen, auch der Fahrkomfort überzeugt und wird nur durch die über Kanten etwas unwillig abrollenden Räder im 20-Zoll-Format geschmälert. Gerade vorne sind die Sitze bequem, man kann sie sogar mit Massagefunktion aufrüsten. Selbst wenn man die Bedienschritte des Infotainmentsystems auswendig lernt, der animierte Menüaufbau bleibt träge und damit die Ablenkung bei der Bedienung unnötig lange. Völlig stressfrei dagegen gestaltet sich die Funktionsweise des Mildhybrid-Systems, von Renault Hybrid Assist getauft. Ein riemengetriebener Startergenerator schiebt insbesondere bei niedrigen Drehzahlen des Dieselmotors spürbar mit an. Schon ab etwa 1.000 1/min kann man den kleinen Dieselmotor in den unteren Gängen gut nutzen. Das Fahren gelingt dadurch entspannt und die niedrigen Drehzahlen wirken sich positiv auf den Verbrauch aus - im EcoTest liegt er bei insgesamt 4,9 l Diesel pro 100 km, in den Innerortsabschnitten sogar nur bei 4,3 l/100 km. Die stärkere Bremswirkung des Motors durch das Batterienachladen im Schubbetrieb muss man allerdings in seinen Fahrstil integrieren, um die Vorteile des Hybridsystems nutzen zu können. Während die Antriebskombination in der Zukunft angekommen ist, hat es die Abgasreinigung noch nicht geschafft. Der verbaute NOx-Speicherkat reicht leider nicht aus, um die Stickoxide in ausreichender Weise unschädlich zu machen. Hier muss Renault dringend nachbessern, dann steht der Scénic Hybrid Assist als sehr interessantes Angebot da.

Der ausführliche Testbericht zum Renault Scénic ENERGY dCi 110 Hybrid Assist Intens (03/17 - 05/18) als PDF.

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Der ADAC Testbericht wurde mit dem Modell Scénic (IV) durchgeführt