Der Porsche Macan mit Verbrennungsmotor unter der Haube wird in Europa nicht mehr verkauft. Wer ihn sich zulegen will, muss sich auf dem Gebrauchtwagenmarkt umschauen. Aber lesen Sie, bevor Sie zuschlagen, den ADAC Test des Macan S. Oder schauen Sie das Video zum Basismodell Porsche Macan T. Macan S mit 3,0-Liter mit 260 kW/354 PS (jetzt 380 PS) im Test Hervorragende Fahreigenschaften, aber sehr hoher Verbrauch Als Neufahrzeug nur noch elektrisch Auch wenn die meisten Menschen beim Namen Porsche an formschöne und schnelle Sportwagen denken – die Zuffenhausener haben sich vor Jahren schon zu einem veritablen SUV-Hersteller gewandelt. Mittlerweile ist jeder zweite verkaufte Porsche in Deutschland ein SUV, wobei allein der Macan ein Drittel aller Verkäufe der Marke ausmacht. Inzwischen meldet der Konfigurator "ausverkauft". Ab dem Sommer 2024 wird die Baureihe komplett elektrisch. Hier geht es zum ersten Fahrbericht des E-Macan. Die Verbrenner werden zwar noch im Leipziger Werk weitergebaut, gehen aber als Exportware nach Übersee. In Europa gibt es ab 7. Juli keine Zulassung mehr für sie: aus Gründer der Cybersicherheit. Viele Kunden bedauern das Ende des Verkaufs in Europa sehr. Und gucken jetzt womöglich nach einem gebrauchten Porsche Macan. Macan mit guten Fahrleistungen Der Macan S trat im ADAC Test 2019 noch mit dem 354 PS starken Sechszylinder an. In neueren Modellen kommt dieser Motor auf 380 PS. Die erzielbaren Fahrleistungen sind – ganz egal mit welcher Ausbaustufe – á la bonne heure. Der Hersteller hat den Standardsprint für das ältere Modell aus dem Stand auf 100 km/h mit 5,3 Sekunden angegeben, der neue schafft diese Übung sogar in 4,8 Sekunden. Mehr als beeindruckend ist, wie mühelos der Macan S Überholvorgänge auf der Landstraße absolviert: Nach ADAC Messung (von 60 auf 100 km/h) benötigt das rund zwei Tonnen schwere Trumm dafür nur 3,0 Sekunden. Auch dass die Höchstgeschwindigkeit über 250 km/h beträgt, versteht sich fast von selbst. Von einem Sechszylinder-Benziner würde man allerdings einen geschmeidigeren Motorlauf erwarten. Der aufgeladene V6 legt besonders im Bereich zwischen 2500 und 3000 Touren deutlich spürbare Vibrationen an den Tag. Das ist eines Porsche eigentlich nicht würdig. 10,7 Liter Verbrauch: Na und? Der Macan S ist serienmäßig mit einem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (PDK) ausgestattet. Dieses schaltet schnell, aber nicht immer absolut ruckfrei. Beim Anfahren reagiert das Getriebe schnell, und auch die Kriechfunktion arbeitet so, dass Rangieren in engen Parklücken eine leichte Übung ist. Im D-Modus schaltet die Elektronik recht früh hoch und spät runter und unterstützt so das entspannte Fahren. In den Sportmodi werden dann höhere Drehzahlen für spontaneres Ansprechen zugelassen. Man kann die Gänge aber auch manuell am Wählhebel oder mittels der Schaltpaddel am Lenkrad wechseln. Beim Anfahren an Steigungen hilft die Autohold-Funktion. Auch das Start-Stopp-System funktioniert einwandfrei. Wenig begeistern konnte dagegen der Kraftstoffverbrauch von 10,7 Litern auf 100 Kilometer im Test von 2019. Bei gemischtem Fahrprofil im ADAC Ecotest ein arg hoher Wert, den auch die aktualisierte Variante nicht unterbieten dürfte. Porsche-Fahrer wird das aber wohl kaum schrecken. Das Infotainment ist auf aktuellem Stand Beim ADAC Ausweichtest hinterlässt der Macan S einen sehr guten Eindruck. Für ein zwei Tonnen schweres SUV lässt sich der Wagen geradezu spielerisch durch die Pylonengassen dirigieren. Lenkbefehle setzt er sehr spontan und sehr präzise um, auch die Fahrsicherheit befindet sich auf höchstem Niveau. Kleiner Makel: Aufgrund der breiten Räder folgt der Macan S gerne Spurrillen auf der Autobahn. Die optionale Luftfederung mit variablem Dämpfungssystem erweist sich schon im Komfort-Modus als Porsche-typisch straff abgestimmt. Trotzdem gleicht das Fahrwerk Bodenwellen gekonnt aus. Auch rasch aufeinanderfolgende Unebenheiten kommen nur gut gedämpft im Innenraum an. Raue Fahrbahnbeläge und Kopfsteinpflaster dringen im Komfort-Modus ebenfalls nicht zu stark bis zu den Insassen durch. Kein überragendes Platzangebot im Macan Das Platzangebot im gut 4,70 langen Edel-SUV ist nicht überragend, aber vollkommen okay. Zumindest die vorn Sitzenden fühlen sich im Innenraum auf Anhieb wohl. Das Bediensystem bietet den großen Vorteil, dass man im Macan nicht komplett auf konventionelle Tasten verzichtet hat. Unter dem Bildschirm befinden sich sowohl Tasten für grundlegende Funktionen wie Navigation oder Telefon, auch ein Drehregler für die Lautstärke sowie zum Scrollen bzw. Zoomen ist vorhanden. Dies gestaltet die Bedienung deutlich einfacher als in den neueren Porsche-Baureihen. Die zahlreichen Tasten auf der Mittelkonsole wirken aufgrund ihrer Anzahl (29 Stück) aber unübersichtlich. Bereits ab Werk hat der Zuffenhausener das Porsche Communication Management (PCM) an Bord, zu dessen Umfang Online-Navigation, Bluetooth-Freisprecheinrichtung, vier USB-Anschlüsse (je zwei vorn und hinten), WLAN-Hotspot sowie ein Radio-Audiosystem mit zehn Lautsprechern zählen. Gegen Aufpreis wartet der Macan S zudem etwa mit den Vehicle Tracking System Plus, der Smartphone-Integration via Apple Carplay sowie der induktiven Ladefunktion auf. Für Freunde des besonderen Hörgenusses hat Porsche zwei optionale Audiosysteme von Bose und Burmester im Angebot. Video: Porsche Macan T im Fahrbericht Und so fährt sich der Macan T mit 265 PS. Sehen Sie hier den Video-Fahrbericht: Porsche Macan: Technische Daten, Preis ADAC Messwerte (Test von 2019) ADAC Testergebnis Hier finden Sie noch viele weitere Neuvorstellungen, Fahrberichte und Autotests.