Oldtimer-Kennzeichen: H wie historisch

Oldtimer bei Trentino Klassik
Über 30 Jahre alte Autos können ein H-Kennzeichen bekommen ∙ © ADAC/Uwe Rattay

Für Oldtimer stehen bei Zulassungen das H-Kennzeichen und das rote 07-Kennzeichen zur Verfügung. Vorteil für Oldtimer-Besitzer: der pauschale Steuersatz.

Der Gesetzgeber kennt zwei Arten der besonderen Zulassung für Oldtimer: Das H-Kennzeichen und das rote 07-Kennzeichen. Vorteil jeder Oldtimerzulassung ist der pauschale Steuersatz von 192 Euro (Pkw und Lkw) bzw. 46 Euro (Motorrad). 

Das H-Kennzeichen dient dem Dauerbetrieb des Fahrzeugs, während das rote 07-Kennzeichen ausreicht, wenn nur die unregelmäßige Teilnahme an Veranstaltungen geplant ist, die der Präsentation von Oldtimer-Fahrzeugen und der "Pflege des kraftfahrzeugtechnischen Kulturgutes" dienen. Probe- und Überführungsfahrten sowie Fahrten zum Zwecke der Reparatur sowie Wartung sind damit ebenfalls gestattet. 

Wer bekommt ein H-Kennzeichen?

Der Gesetzgeber hat in der 2007 in Kraft getretenen Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) ein Mindestalter von 30 Jahren für 07- und H-Kennzeichen festgeschrieben. Maßgeblich ist hierbei der Tag der Erstzulassung, nicht das Baujahr. Zudem ist für die Einstufung als Oldtimer in beiden Fällen eine spezielle Begutachtung erforderlich. Die Begutachtung kann von einem amtlich anerkannten Sachverständigen oder einem Prüfingenieur vorgenommen werden. 

Fahrzeuge, die bereits nach altem Recht mit 07-Kennzeichen zugelassen waren, genießen umfassenden Bestandsschutz. Dies gilt unabhängig davon, ob dieses Kennzeichen befristet oder unbefristet erteilt wurde.

Hier finden Sie alles Wissenswerte rund um das Thema Oldtimer im ADAC Oldtimer-Ratgeber.

Und hier hat der ADAC Informationen zu Saisonkennzeichen zusammengestellt.