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Niederlande | Amsterdam | 16.01.2020

Niederlande: Höhere Strafen für Verkehrssünder

Straße in Holland mit 80er Geschwindigkeitsbeschränkung
In den Niederlanden sind die Bußgelder deutlich höher als in Deutschland

Verkehrssünder werden in den Niederlanden seit Jahresbeginn stärker zur Kasse gebeten. Zum 1. Januar wurden turnusmäßig die Bußgeldbeträge angehoben.

Wie im letzten Jahr fiel die Anhebung auch 2020 moderat aus. Zu berücksichtigen ist allerdings, dass die Strafsätze deutlich höher sind als in Deutschland.

Einige Beispiele

  • Wer auf Autobahnen die erlaubte Höchstgeschwindigkeit um 20 km/h überschreitet, zahlt 174 Euro (bisher 170).
  • Eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 20 km/h außerorts kostet 185 Euro (bisher 183).
  • Fährt man innerhalb geschlossener Ortschaften 20 km/h schneller als erlaubt, werden 194 Euro (bisher 191) fällig. Zeigt der Tacho mehr als 30 km/h zu viel, droht neben einer Geldbuße auch eine Anzeige.
  • Gleich geblieben sind die Geldbußen bei folgenden Verstößen: Das Überfahren einer roten Ampel oder das Telefonieren während einer Fahrt ohne Freisprecheinrichtung werden mit 240 Euro bestraft, Park- und Halteverstöße ahndet die Polizei weiterhin mit 95 Euro.


Sanktionen bei verspäteter Zahlung

Wird das Bußgeld nicht innerhalb der auf dem Bescheid genannten Frist gezahlt, erhöht sich der geschuldete Betrag: beim ersten Mal um 50 Prozent, beim zweiten Mal um 100 Prozent.

Wer im EU-Ausland in eine Radarfalle tappt oder sich einen Strafzettel einhandelt, muss damit rechnen, dass der Bußgeldbescheid auch in Deutschland vollstreckt wird. Gerade niederländische Polizei- und Verwaltungsbehörden sind dafür bekannt, dass sie bereits geringfügige Verkehrsverstöße unnachsichtig und besonders hartnäckig verfolgen.

Strafzettel im Ausland

ADAC Bußgeldrechner Deutschland
Text: Norbert Prack. Foto: Shutterstock/Dafinchi

Kontakt zur Redaktion: redaktion@adac.de