Die schönsten Strände Europas: Die Top-16-Liste der Traumstrände

Auf dem richtigen Steg: Die Praia da Bordeira an der Westküste der Algarve in Portugal
Auf dem richtigen Steg: Die Praia da Bordeira an der Westküste der Algarve in Portugal © Shutterstock/Pawel Kazmierczak

Es muss nicht immer die Karibik sein. Auch in Europa gibt es viele traumhafte Strände – von kalkweiß bis vulkanschwarz, zum Flanieren, Baden, Wellenreiten und Entspannen. Das sind die 16 schönsten Strände Europas.

Shipwreck Beach auf Zakynthos, Griechenland

Gestrandet auf Zakynthos: Blick auf die Navagio-Bucht mit dem Wrack des Küstenmotorschiffs Panagiotis © Shutterstock/StockBrunet

Es ist eines der populärsten Motive Griechenlands: das Schiffswrack in der Navagio-Bucht an der Nordwestküste der Ionischen Insel Zakynthos. Umrahmt von senkrecht abfallenden Felsen, rostet die Panagiotis seit 1980 an dem kleinen Strand vor sich hin. Das Schiff war damals in einen Sturm geraten und auf Grund gelaufen. Als die Einheimischen es entdeckten, hatte sich die Crew längst an Land gerettet und war verschwunden. An Bord fanden die Insulaner tonnenweise geschmuggelte Zigaretten.

Heute ist der nur vom Wasser zugängliche Shipwreck Beach (auch: Navagio Beach) eine Attraktion. Ausflugsboote starten von Zakynthos-Stadt, von Laganas, von Porto Vromi und von Agios Nikolaos. Nahe Volimes gibt es zudem eine Aussichtsplattform mit spektakulärem Blick auf die Szenerie.

Elafonissi Beach auf Kreta, Griechenland

Rosafarbener Sand am Elafonissi Beach auf Kreta © iStock.com/Patryk_Kosmider

Rosa Muschel- und Korallenteilchen geben diesem Strand an der Südwestspitze Kretas seine außergewöhnliche Farbe. Bei ruhiger See kann man Hunderte Meter durch das türkisblaue Wasser der Lagune waten – bis zur vorgelagerten Insel Elafonissi, nach welcher der Strand benannt ist. Es gibt Sonnenschirme und Liegestühle, die vor allem im Hochsommer schon früh am Tag belegt sind. Wegen des flachen Wassers ist das Areal auch bei Wind- und Kitesurferinnen und -surfern beliebt.

Playa de Cofete auf Fuerteventura, Spanien

Weit und breit: Die Playa de Cofete auf der Kanareninsel Fuerteventura © stock.adobe.com/unai huizi

Fuerteventura, die zweitgrößte Kanareninsel, punktet mit 150 Kilometern Strand. Außergewöhnlich ist die von Bergen flankierte Playa de Cofete auf der Halbinsel Jandía im Süden von Fuerteventura: zwölf Kilometer lang, unbebaut, oftmals menschenleer. Sanitäre Anlagen oder einen Kiosk findet man hier nicht, dafür das Gefühl endloser Weite. Wer lange Strandspaziergänge liebt, ist hier richtig. Baden sollte man wegen starken Strömungen und oft sehr hohen Wellen allerdings nicht. Tipp: Im nahen Dörfchen Cofete gibt es ein Restaurant.

Mall Playa de la Concha in San Sebastián, Spanien

Strandperle: Die Playa de la Concha in San Sebastián im spanischen Baskenland © Shutterstock/Alexander Demyanenko

San Sebastián, Hauptstadt der Provinz Gipuzkoa im spanischen Baskenland, zählt mit ihren Belle-Époque-Gebäuden und der Lage am Meer zu den schönsten Städten in ganz Spanien. Gleich drei Strände gibt es hier, am berühmtesten ist die Playa de la Concha mit ihrer fast idealtypisch geschwungenen Muschelform. Im Osten erhebt sich der Berg Urgull, im Westen der Igeldo. Dazwischen lässt es sich herrlich flanieren, Eis essen, in der Sonne liegen und baden.

Strand von Brighton in England, Großbritannien

Pier gewinnt: In Brighton, dem quirligen Seebad am Ärmelkanal, wird es nie langweilig © iStock.com/Bernd Brueggemann

Vom Londoner Flughafen Gatwick erreicht man Brighton per Bahn in einer halben Stunde – aber nicht nur deshalb wird das berühmte Seebad auch "London by the Sea" genannt. Bonbonfarbene Häuser, viktorianische Villen, Vintage-Läden, schrille Bars, Cafés und Pubs prägen den 600.000-Einwohner-Ort. Der Strand ist kein klassischer Badestrand, sondern Treffpunkt, Erlebnis- und Erholungsort in einem.

Der mehr als 120 Jahre alte Brighton Pier beherbergt einen Freizeitpark, Spielhallen, Restaurants, Snack- und Souvenirstände. Das nicht weit entfernte Metallgerippe des West Pier, der 2002 bei einem Brand zerstört wurde, ist ein beliebtes Fotomotiv. Am besten macht man es sich einfach in einem der Liegestühle bequem und beobachtet das Treiben.

Porthcurno Beach in Cornwall, Großbritannien

Strand und Wellen am Porthcurno Beach in Cornwall © Shutterstock/ian woolcock

Zwischen hohen Granitfelsen an der Südküste Cornwalls befindet sich der goldene Sandstrand von Porthcurno. Wegen des flachen Wassers ist er bei Familien beliebt, aber auch Tierbeobachterinnen und -beobachter und Naturfans kommen her, um Delfine oder sogar Schweinswale im türkisfarbenen Meer zu erspähen. Außerdem zieht es Birdwatcher in die Gegend rund um Porthcurno, weil die seltenen Chough-Vögel der Gattung Pyrrhocorax hier brüten.

Oberhalb des Strandes auf den Klippen befindet sich das sehenswerte Minack Theatre, ein Freilichttheater, das in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts von Rowena Cade initiiert wurde, die damals auf dem Grundstück lebte.

Diamond Beach in Island

Eisformationen am isländischen Diamond Beach © Shutterstock/weniliou

Endlose Lavafelder, grüne Hügel, Gletscher, heiße Quellen und Vulkane prägen Island. Zu den beeindruckendsten Landschaften zählt der Diamond Beach im Südosten des Landes, gleich neben der Jökulsárlón-Gletscherlagune. Zahlreiche, meist durchsichtige Eisblöcke glitzern auf schwarzem Vulkansand – was für ein Kontrast! Sie treiben direkt vom Gletscher Breiðarmerkurjökull, einem Ausläufer des Vatnajökull, hinunter aufs Meer. Wellen spülen sie zurück an den Strand.

Reynisfjara Beach in Island

Nur bei Ebbe besuchen: Der schwarze Strand von Reynisfjara in Island © Shutterstock/Standret

Der schwarze Strand von Reynisfjara ist der bekannteste Strand des Inselstaats. Er befindet sich an der Südküste, nahe dem Dorf Vík, gut 180 Kilometer von Reykjavík entfernt. Fotogen ragen die Reynisdrangar-Felsspitzen aus dem donnernden Atlantik. Laut isländischem Volksglauben handelt es sich dabei um versteinerte Trolle. In Wahrheit gehörten sie während der letzten Eiszeit zur Reynisfjall-Bergkette. Das Wetter und die Erosion formten sie zu freistehenden Felsnadeln.

Achtung: Der Strand ist nicht nur einer der schönsten Islands, sondern auch der gefährlichste. Immer wieder kommen Menschen dem Wasser zu nah – und werden von gewaltigen Wellen mitgerissen und in den Ozean hinausgetragen. Die sogenannten "Sneaker-Wellen" tauchen plötzlich auf und überfluten in kurzer Zeit weite Teile des Strandes. Besuchen Sie ihn daher nur bei Ebbe, beachten Sie unbedingt die Warnschilder und halten Sie stets einen großen Sicherheitsabstand zum Wasser.

Praia de Benagil an der Algarve, Portugal

Die Höhle am Praia de Benagil ist ein beliebtes Ausflugsziel © Shutterstock/Fresnel

Die Algarveküste rund um das Fischerdorf Benagil, das zwischen Portimão und Albufeira liegt, ist von ockerfarbenen Felsformationen und Grotten geprägt. Direkt an der Praia de Benagil, einem idyllischen, felsumrahmten Strand, starten Ausflugsboote zu weiteren, nur vom Wasser aus zugänglichen Buchten sowie zur berühmten Benagil-Höhle. Sie wurde über Jahrmillionen von Wasser, Wind und Wetter geformt und gehört zu den touristischen Highlights der Region.

Alternativ kann man auch ein Kajak oder Stand-Up-Paddle-Board mieten – die Höhle ist etwa 100 Meter vom Strand entfernt. Achtung: Sie kann nur bei Ebbe besichtigt werden.

Praia da Bordeira an der Westalgarve, Portugal

Blick auf die Praia da Bordeira an der Westküste der Algarve © Shutterstock/Petr Pohudka

Dieser weitläufige Strand an der wilden Westküste der Algarve zieht besonders Surferinnen und Surfer an. Die Brandung ist meist stark und für unerfahrene Schwimmerinnen und Schwimmer ungeeignet. Trotzdem fühlen sich auch Familien an diesem Strand nahe dem Dorf Carrapateira wohl. Der Fluss Ribeira da Bordeira mündet hier ins Meer und bietet sich nicht nur für kleine Gäste als ruhigere Alternative zum Atlantik an. Eine Strandbar verkauft kühle Getränke und Snacks. Außerdem gibt es eine Surfschule, bei der man auch Bretter ausleihen kann.

Blaue Lagune auf Zypern

Schnorchelrevier: Die blaue Lagune auf Zypern © Shutterstock/Claudio Soldi

Die Blaue Lagune an der Küste der geschützten Akamas-Halbinsel gehört zu den schönsten Orten auf Zypern. Dank ihres kristallklaren Wassers ist sie nicht nur ein wunderbarer Bade-Spot, sondern auch zum Schnorcheln prima geeignet. Am besten erreicht man die Blaue Lagune auf dem Wasserweg: In Paphos und Latchi (auch: Latsi) starten größere Ausflugsboote. Alternativ kann man sich in Latchi selbst ein Motorboot mieten. Dafür ist lediglich ein gültiger Kfz-Führerschein erforderlich, kein Motorbootführerschein.

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Cala Mariolu auf Sardinien, Italien

Wie ein Gemälde: Luftaufnahme des Strandes Cala Mariolu auf Sardinien © Shutterstock/DaLiu

Hohe, unwegsame Klippen rahmen die Bucht von Cala Mariolu an der Ostküste Sardiniens. Zwar gibt es geführte Trekkingtouren an den schwer zugänglichen Strand, leichter ist aber die Anreise per Boot. Schiffsausflüge starten an den Häfen von Arbatax, Cala Gonone und Santa Maria Navarrese. Alternativ kann man selbst ein Boot mieten.

Wegen der vielen weißen und rosafarbenen Kiesel im Sand ist der Strand auch unter dem Namen "is pùligi de nie", die Schneeflöhe, bekannt. Die Bucht ist Lebensraum vieler Tier- und Pflanzenarten – wer gern schnorchelt, ist hier richtig. Ausflüge entlang des Golfs von Orosei führen noch zu weiteren sehenswerten Buchten, etwa Cala Goloritzè und Cala Luna.

Rotes Kliff auf Sylt, Deutschland

Alles ist erleuchtet: Sonnenuntergang am Roten Kliff auf Sylt © Shutterstock/Thorsten Schier

Sylt, Deutschlands größte Nordseeinsel, hat einige sehenswerte Strände zu bieten. Neben dem Strand am Lister Ellenbogen im Norden zählt jener am Roten Kliff zwischen Wenningstedt und Kampen zu den schönsten. Ein Besuch lohnt sich nicht nur tagsüber: Die etwa vier Kilometer lange, 30 Meter hohe Steilküste leuchtet besonders in der Abendsonne in warmem Rot. Am Kampener Strandabschnitt Sturmhaube/Rotes Kliff gibt es eine Aussichtsplattform, von der aus man einen tollen Blick auf den Sonnenuntergang hat.

Strand von Noordwijk aan Zee, Niederlande

Holland im Lot: Der riesige Strand von Noordwijk aan Zee © Shutterstock/Donaldb

An dem mehr als 13 Kilometer langen weißen Sandstrand der niederländischen Ortschaft Noordwijk ist einiges los: Hier kann man reiten, kitesurfen und Beachvolleyball spielen, einen Koffie verkeerd (Milchkaffee) mit Blick aufs Meer trinken oder durch die Dünen bei Langevelderslag wandern. Der mit der Blauen Flagge ausgezeichnete Strand eignet sich auch hervorragend für Kinder. Zwischen 9. Juli und 4. September fährt ein kostenloser Beach Shuttle*, der Urlaubende von 10 bis 19 Uhr zu den verschiedenen Strandabschnitten bringt.

Plage de Rondinara auf Korsika, Frankreich

Wie in der Karibik: Die weiße Plage de Rondinara auf Korsika © Shutterstock/Samuel Borges Photography

Wegen des azurblauen, meist ruhigen Wassers und dem sanft abfallenden weißen Strand ist die Plage de Rondinara im Süden Korsikas äußerst beliebt. Sie befindet sich nordöstlich von Bonifacio am Ende einer Stichstraße, die von der Nationalstraße N198 abzweigt. Der von einem Pinienwald umgebene Strand ist wegen seiner fast perfekten Kreisform gut vor höheren Wellen geschützt, was ihn gerade für Familien mit Kindern attraktiv macht. Es gibt eine Strandbar, außerdem kann man Kajaks und Tretboote mieten.

Strände der Calanques, Frankreich

Eine Bucht im Nationalpark Calanques, nahe Marseille und Cassis © Shutterstock/olrat

Türkisfarbenes Wasser, weiße Kalksteinklippen und enge, fjordartige Buchten: Das sind die Calanques in Südfrankreich. Das Massif des Calanques zwischen Marseille und Cassis wartet mit mehr als 20 Buchten auf, an deren Enden sich kleine, idyllische Strände finden. 2012 wurde das Bergmassiv zum Nationalpark erklärt, da es eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt aufweist. Vor der Küste leben geschützte Delfin- und Schildkrötenarten, auf den Felsen nistet der seltene Habichtsadler.

Achtung: Von Anfang Juli bis Mitte Dezember sind weite Teile der Calanques wegen erhöhter Waldbrandgefahr zeitweise gesperrt.

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