Spanien: Tempo 30 in Städten

Straßenverkehr in Barcelona
Vorreiter bei Tempo 30: Barcelona hatte bereits 2020 auf vielen Straßen ein Tempolimit eingeführt ∙ © iStock.com/frantic00

In Spanien gilt ab sofort in Städten maximal Tempo 30 – zumindest auf den allermeisten Straßen. Das Land will damit in erster Linie die Unfallzahlen senken. Was das für deutsche Autofahrer bedeutet.

  • 80 Prozent aller städtischen Straßen betroffen

  • Höchstgeschwindigkeit ist abhängig von der Anzahl der Fahrspuren

  • Tempolimit außerorts ändert sich nicht

Spanien ist das erste Land der Welt, das 30 km/h als allgemeines Tempolimit für städtische Straßen mit einer einzigen Fahrspur pro Richtung (80 % der Straßen) umgesetzt hat. Welche Höchstgeschwindigkeit in den Städten im Detail gilt, ist ab sofort abhängig von der Anzahl der Fahrstreifen.

Tempolimit auf ein-, zwei- und mehrspurigen Straßen

  • Auf Straßen mit einer einzigen Fahrspur für beide Fahrtrichtungen (Straßen ohne Fahrbahnmarkierung in der Mitte) und seitlichen Gehsteigen auf einer Ebene (ohne Höhenunterschied) gilt ein Tempolimit von 20 km/h

  • Auf Straßen mit jeweils einer Fahrbahn für jede Fahrtrichtung gelten maximal 30 km/h

  • Auf Straßen mit zwei oder mehr Fahrspuren in jeder Fahrtrichtung beträgt das Tempolimit weiterhin 50 km/h

Die neue Regelung erlaubt jedoch auch Ausnahmen, wenn sie von der zuständigen Kommune genehmigt werden. Die großen Straßen in den Metropolen inklusive Autobahnen sind in der Regel mehrspurig und damit nicht von der weiteren Tempoabsenkung betroffen.

Tempolimit 30 km/h für weniger Unfälle

Von der Herabsetzung der erlaubten Höchstgeschwindigkeiten verspricht sich das spanische Verkehrsministerium nicht nur eine allgemeine Verkehrsberuhigung, sondern auch ein besseres Miteinander aller Verkehrsteilnehmer – vom Fußgänger bis zum Autofahrer und in Folge weniger Unfälle.

Geldbußen für Tempoverstöße in Spanien

Eine Übersicht der Tempolimits auf Spaniens Straßen finden Sie hier.

Mit diesen Bußgeldern müssen Autofahrer in Spanien rechnen:

  • 20 km/h zu schnell: mindestens 100 Euro

  • über 50 km/h zu schnell: mindestens 600 Euro

Eine Besonderheit in Spanien: Bei einer Bezahlung des Bußgeldes innerhalb von 20 Tagen, gibt es einen Rabatt in Höhe von 50 Prozent.

Wer einen Strafzettel im Ausland erhält, sollte besser zügig zahlen. Denn mittlerweile können Strafen aus allen EU-Staaten in Deutschland vollstreckt werden.

Spanien-Urlaub in Corona-Zeiten

Katharina Dümmer
Redakteurin
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