Spanien: Streik an Flughäfen – Madrid, Mallorca, Barcelona und Co. betroffen

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Von Katharina Dümmer

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Passagiere warten am Flughafen von Barcelona
Mitten in den Osterferien gibt es nun Streiks an zahlreichen spanischen Flughäfen © dpa/Lorena Sopena

In Spanien streikt mitten in den Osterferien das Bodenpersonal an etlichen Flughäfen. Und nun wollen auch die Fluglotsen die Arbeit niederlegen. So ist die aktuelle Lage unter anderem in Madrid, Barcelona, Mallorca und auf den Kanaren.

  • Update: Fluglotsen wollen ab Freitag, 17. April, unbefristet streiken

  • Streiks beim Bodenpersonal an mehreren Tagen für einige Stunden

  • Verspätungen und Ausfälle möglich

  • Was Fluggäste jetzt beachten müssen

An mehreren spanischen Flughäfen legt das Bodenpersonal seit Tagen seine Arbeit nieder. Mitarbeitende des großen Abfertigers Groundforce beteiligen sich an den von den Gewerkschaften CCOO, USO und UGT ausgerufenen Streiks.

Die streikende Groundforce bedient unter anderem die Lufthansa-Gruppe, deutsche Reisende müssen sich vor allem auf Verspätungen und Verzögerungen an den Gepäckbändern einstellen. Nun haben auch die Fluglotsen Streiks angekündigt. Flugausfälle sind nicht ausgeschlossen.

Spanien: Fluglotsen-Streik ab 17. April

Den unbefristeten Fluglotsen-Streik haben die Gewerkschaften USCA und CC.OO. ausgerufen, betroffen ist die Firma Saerco. Deren Fluglotsen regeln den Luftverkehr an den Flughäfen Sevilla, Jerez de la Frontera, Madrid-Cuatro Vientos, Vigo, La Coruña, La Palma, Lanzarote und Fuerteventura.

Die genauen Zeitpläne für den Streik der Fluglotsen sind noch nicht bekannt. An einigen Flughäfen in Spanien trifft der Protest aber mit dem Streik beim Bodenpersonal der Handling-Firma Groundforce zusammen.

Spanien: An diesen Flughäfen streikt Groundforce

An mehreren spanischen Airports darunter in Madrid, Barcelona, Málaga, Valencia, Alicante, Bilbao, Mallorca und Ibiza sowie Gran Canaria, Lanzarote und Fuerteventura streikt das Bodenpersonal.

Der Flughafenbetreiber Aena weist auf den jeweiligen Airport-Websites auf den Streik hin.

Bei Groundforce gibt es seit Montag, 30. März, bis auf Weiteres, immer montags, mittwochs und freitags, jeweils von 5 bis 7 Uhr, 11 bis 17 Uhr und von 22 bis 24 Uhr, Streiks. Das Bodenpersonal von Groundforce kümmert sich unter anderem um Check-in und Boarding, Gepäckverladung, Betankung, Reinigung und Transport.

Bodenpersonal-Streik sorgt für Verzögerungen

Der Streik des Bodenpersonals wirkte sich in den ersten Tagen der Arbeitsniederlegungen massiv auf den Flugverkehr aus: Laut spanischen Medienberichten kam es an einigen großen Flughäfen zu Verspätungen zwischen 40 und 70 Minuten. Gewerkschaftsquellen zufolge waren auch die Gepäckbänder an den Flughäfen Madrid und Barcelona überlastet, und an Flughäfen wie Bilbao, Valencia und Madrid betrugen die Verspätungen bis zu 50 Minuten.

Flugausfälle gab es aber bisher keine.

Zu Ostern beginnt in Spanien traditionell die Hauptreisezeit. Etwas mehr als 70.500 Flüge sollen laut Flughafenbetreiber Aena in dieser Zeit starten oder landen.

Flugstreik: Das sind die Folgen

Auch in den nächsten Tagen und Wochen muss mit Auswirkungen auf den Flugverkehr, Verschiebungen oder auch Streichungen von Flügen gerechnet werden. Längere Schlangen beim Check-in, verzögerte Be- und Entladung sowie verspätet ausgelieferte oder nicht mitgekommene Koffer gehören zu den wahrscheinlichsten Folgen.

Beim Boarding kann es zu sehr langen Wartezeiten kommen, weil das Bodenpersonal auch an den Gates und Fluggastbrücken eingesetzt wird. Nach Medienberichten könnten sich auch Kabinenreinigung oder Catering verlangsamen. Erscheinen die Fluglotsen nicht zur Arbeit, können Flieger nicht abheben oder landen.

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Mindestservice gegen das Flugchaos

Wie schon in früheren Streikfällen gibt es aber im Streikfall einen Mindestbetrieb, der gesetzlich vorgeschrieben ist. Das bedeutet, dass viele Flüge voraussichtlich stattfinden werden. Komplettausfälle dürften daher eher die Ausnahme bleiben.

Streiks an Flughäfen: Was Reisende tun können

Reisende sollten sich in nächster Zeit über die Medien informieren, ihren Flugstatus regelmäßig prüfen und vorsorglich früher am Flughafen erscheinen, um Verzögerungen bei Check-in und Gepäckabfertigung abzufangen.

Grundsätzlich gilt: Wenn ein Flug wegen eines Streiks annulliert wird oder sich verspätet, haben Reisende Anspruch auf Unterstützungsleistungen, Verpflegung und Unterbringung. Diese Ansprüche können sie bei der Fluggesellschaft geltend machen.

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Für die korrekte Berechnung ist die gesamte Flugstrecke wichtig. Bitte deshalb mit dem ersten Teil der Flugstrecke beginnen.

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