Sehenswürdigkeiten auf Mallorca: Die besten Tipps

Die Bucht Cala Deia im Westen Mallorcas
Die Bucht Cala Deia im Westen Mallorcas© Shutterstock/pixelliebe

Von Palma über Sollér bis zum Cap de Formentor: Das sind die schönsten Sehenswürdigkeiten auf Mallorca. Plus: Tipps für Familien.

  • Deià: Promi-Hotspot und Künstlerdorf

  • Mallorca mit Kindern: Strand und Sterne

  • Die besten Insidertipps

Mallorca ist die Lieblingsinsel der Deutschen – rund vier Millionen besuchen die Mittelmeerinsel im Jahr. Von Traumstränden über Museen bis hin zu Partyhochburgen ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Karte: Mallorca auf einen Blick

Palma: Mallorcas Metropole

Mallorcas Hauptstadt Palma, links die Kathedrale La Seu © Shutterstock/Balate Dorin

Das Meer vor der Haustür und eine Altstadt mit Kathedralen, Palästen und urigen, kopfsteingepflasterten Gassen: Die Inselhauptstadt ist eine Schönheit und hat in den vergangenen Jahren noch an Charme gewonnen. Nicht nur in der schmalen Carrer de la Rosa haben neue coole Bars eröffnet. Ein paar Schritte weiter finden Modefans spannende Boutiquen und Szeneläden. Außerdem hat sich Palma zum Feinschmeckerparadies entwickelt. Besonders im Ausgehviertel Santa Catalina mit seiner alten Markthalle gibt es viele hervorragende Lokale.

Tipp: Die Tapas-Bar La Rosa Vermuteria* an der Plaça de Weyler ist einen Besuch wert.

Kathedrale La Seu: Faszinierende Lichtspiele

Das von Antoni Gaudí gestaltete Presbyterium in Palmas Kathedrale La Seu © Shutterstock/Emily Marie Wilson

Palma besitzt mit der Kathedrale La Seu eine der beeindruckendsten gotischen Kathedralen weltweit. Mit der Errichtung des offiziell Santa Maria genannten Sakralbaus wurde 1230 begonnen. 350 Jahre sollten die Bauarbeiten dauern. 110 Meter lang, 33 Meter breit, das Hauptschiff 44 Meter hoch – die gewaltigen Dimensionen beeindrucken und machen das Bauwerk zum weithin sichtbaren Wahrzeichen von Palma. La Seu, wie die Einheimischen ihre Kathedrale nennen, ist Katalanisch für Bischofssitz.

Bei Restaurierungsarbeiten hat übrigens unter anderen der katalanische Stararchitekt Antoni Gaudí, berühmt für Barcelonas Sagrada Família, Spuren hinterlassen. So taucht das Licht, das durch die bunten Fenster fällt, den Innenraum in faszinierende Farbfacetten. Spektakulär ist das "Auge der Gotik": die große Fensterrose mit einem Durchmesser von 12 Metern und 1200 bunten gläsernen Mosaiksteinchen.

Tipp: Die Dachterrasse sollte man sich nicht entgehen lassen. Der Blick ist phänomenal.

Castell de Bellver: Die runde Burg

Wehrhaft: Das Castell de Bellver oberhalb von El Terreno, einem Stadtteil Palmas © Shutterstock/Ventura

Auch die Festung aus dem 14. Jahrhundert gehört zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten Mallorcas. Besonders in der Abenddämmerung ist die Stimmung fast magisch: Der Blick schweift über die Bucht von Palma, den Hafen sowie die Türme und Dächer der Stadt bis zu den Gipfeln des Tramuntana-Gebirges, Mallorcas 90 Kilometer langer Bergkette.

Der Wehrbau des Castell de Bellver ist in seiner runden Form einzigartig in Spanien, ein bestens erhaltenes Schmuckstück romanischer und gotischer Architektur. Der Aufstieg lohnt sich also allemal – schon der Weg von der Hafenpromenade hinauf zur Burg ist ein Erlebnis.

Cap de Formentor: Serpentinen satt

Das Cap de Formentor gehört zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten Mallorcas © Shutterstock/A. Emson

Nur eine Halbinsel – aber was für eine! Das Cap de Formentor liegt im Norden der Insel und ist absolut sehenswert. Allein die kurvenreiche Fahrt von Puerto Pollença hinauf in das Gebirge von Formentor kann einem den Atem rauben. Gründe für Fotostopps gibt es reichlich. Der Aussichtspunkt Mirador del Mal Pas, der aus mehreren durch Treppen verbundenen Terrassen besteht, bietet einen großartigen Blick auf die wilde Steilküste. Über die Serpentinenstraße gelangt man zum Leuchtturm, der am Ende der Landzunge steht.

Tipp: Die romantische Bucht Playa Formentor liegt am Rand von Pinienwäldern und bietet ein traumhaftes Bergpanorama. Ausflugsboote schippern zur Illa de Formentor.

Valldemossa: Das Kloster der Verliebten

Der kleine Ort Valldemossa im Tramuntana-Gebirge ist für das ehemalige Kartäuserkloster (rechts oben) berühmt © Shutterstock/Veronika Galkina

In einem grünen Hochtal im Nordwesten Mallorcas liegt das Dorf Valldemossa. Im dortigen Kartäuserkloster verbrachte der Komponist Frédéric Chopin im Winter 1838 einen Liebesurlaub mit der Schriftstellerin Georges Sand. Dieser Besuch, verewigt in dem Buch "Ein Winter auf Mallorca", hat den verträumten Ort berühmt gemacht. Die beiden Klosterzellen, in denen das Liebespaar wohnte, kann man besichtigen. Sehenswert sind zudem die wunderschöne Klosterapotheke mit zahlreichen Apothekengefäßen aus dem 17. und 18. Jahrhundert sowie der beschauliche Klostergarten.

Tipp: Im Museo Municipal hängen Werke von Joan Miró und Pablo Picasso.

Deià: Künstlerdorf und Promitreff

Das Künstlerdorf Deià im Nordwesten Mallorcas © iStock.com/Allard1

Das Dorf Deià liegt am Rand des Tramuntana-Gebirges wie hingetupft auf einem Hügel zwischen Valldemossa und Port de Sóller. Einst ließen sich hier Künstler wie Pablo Picasso, Robert Graves, Peter Ustinov und Ava Gardner nieder. Und noch heute zieht der Ort internationale Prominenz an, etwa Pierce Brosnan, Leonardo DiCaprio und Andrew Lloyd-Webber.

Deià macht auf Understatement und gehört doch zu den beliebten Sehenswürdigkeiten Mallorcas: Dezent sind Edelboutiquen, Galerien und schicke Restaurants in den alten Häusern untergebracht. In Deutschland wurde Deià übrigens auch durch die ZDF-Serie "Hotel Paradies" bekannt.

Tipp: Vom Dorf führt eine Serpentinenstraße drei Kilometer hinunter zur Badebucht Cala de Deià. Der kleine von Felsen umrahmte Kiesstrand ist bei Einheimischen beliebt.

Coves del Drac: Die Drachenhöhlen

Unterirdisch schön: Die Höhle Coves del Drac auf Mallorca © Shutterstock/trabantos

Ein außergewöhnliches Ausflugsziel sind die Coves de Drac, die "Drachenhöhlen". Sie bilden ein 1,7 Kilometer langes Höhlensystem bei Porto Cristo an der Ostküste Mallorcas. Laut einer Sage haben die Tempelritter einen Schatz darin versteckt, der von einem Drachen bewacht wird – daher der Name. Die vier mächtigen Hauptkammern sind geprägt von Stalaktiten- und Stalagmiten-Formationen, die sich in einem unterirdischen See spiegeln. Auf dem Lago Martel, Europas größtem Höhlensee, kann man sogar eine Bootstour machen.

Kloster Lluc: Zur Schwarzen Madonna

Der Innenhof des Klosters Lluc auf Mallorca © Shutterstock/Sergey Kelin

Mitten in der Bergwelt der Tramuntana versteckt sich das spirituelle Zentrum Mallorcas. Das Kloster Lluc bei Escorca liegt 500 Meter über dem Meeresspiegel und ist das Ziel von unzähligen Wallfahrten. Die Pilger verehren dort die Schwarze Madonna, die wichtigste Reliquie der Klosterkirche. Die Legende besagt, dass die Statue einst von dem Hirtenjungen Lluc am Ufer eines Bachs gefunden wurde. Nicht nur die hölzerne Statue der schwarzen Jungfrau La Morenata in der Klosterkapelle, die gesamte Klosteranlage und vor allem der nahe gelegene botanische Garten sind sehenswert.

Tipp: Im Kloster kann man in einfachen Zimmern übernachten. Vor allem Wanderer nutzen diese Möglichkeit, denn vom Kloster führen spektakuläre Wege in die umliegenden Eichen- und Pinienwälder der Tramuntana.

Tren de Sóller: Ein feiner Zug

Holzklasse: Der Tren de Sóller fährt von Palma nach Port de Sóller
© Shutterstock/Markus Mainka

Die Fahrt im Tren de Sóller ist wie eine Zeitreise in die Vergangenheit von Mallorca. Denn ursprünglich wurden mit dem Holzzug von 1912 Orangen und Zitronen aus dem Sóller-Tal in die Hauptstadt transportiert. Das historische Bähnchen wird zwar nicht mehr mit Dampf angetrieben, sondern elektrisch. Das nostalgische Ambiente mit Holzverkleidung und Messinggriffen ist aber erhalten geblieben. Die Strecke hat eine Spurweite von 914 Millimetern – das findet man nur noch selten in Europa.

Los geht es mitten in Palma an der Plaza España. Die knapp einstündige Fahrt nach Sóller führt über schmale Gleise ganz gemächlich durch Zitronen- und Orangenhaine. Die Bahn, scherzhaft auch "Roter Blitz" genannt, passiert auf ihrer 27,6 Kilometer langen Tour 13 Tunnel und das 52 Meter lange Cinc-Ponts-Viadukt.

Tipp für Fotofans: Am Aussichtspunkt Mirador Pujol den Banya gibt es einen kurzen Halt.

Sóller: Städtchen mit Fair

Die Altstadt von Sóller mit der markanten Pfarrkirche Sant Bartomeu © Shutterstock/Guenter M1

Das Städtchen Sóller liegt im Herzen des Orangentals. Der Handel mit Zitrusfrüchten machte Sóller im 19. Jahrhundert wohlhabend. Viele Bars und Restaurants säumen die zentrale Plaza de la Constitución. Über den prächtigen Platz rumpelt auch die historische Straßenbahn, welche die Ortschaft mit dem Hafen Port de Sóller verbindet. Ebenfalls sehenswert: die Kirche Sant Bartomeu, das Balearische Museum der Naturwissenschaft und der Botanische Garten mit Pflanzen, die nur auf Mallorca wachsen. Kunstinteressierte sollten außerdem das Museum Can Prunera* besuchen, das Bilder von Warhol, Kandinsky und Picasso beherbergt.

Tipp: Jeden Samstag findet von 9 bis 14 Uhr der Wochenmarkt statt, auf dem es frischen Fisch, Obst und Gemüse, Blumen und handwerkliche Produkte gibt.

Cala Agulla: Traumhafte Badebucht

Blick auf die Badebucht Cala Agulla im Nordosten der Baleareninsel © Shutterstock/tb-photography

Es muss nicht immer die berühmte Playa de Palma sein: Mallorca hat gut 180 Strände zu bieten. Die Cala Agulla im Osten der Insel, mehr als 500 Meter lang, liegt inmitten einer traumhaften Kulisse aus Dünen, Bergen und Wäldern am Rand eines Naturschutzgebiets. Mit weißem Sand und einer kaum bebauten Landschaft rundherum ist die geschützte Badebucht ideal für Erholungsuchende. Tretboote, Wasserski und Surfbretter kann man vor Ort ausleihen.

Tipp: Wer nichts als Ruhe genießen will, sollte die Platja d’es Carbó nahe Ses Salines im Süden der Insel besuchen. Der Strand ist wenig besucht und von den Dünen hat man einen herrlichen Blick auf die kleine Insel Na Moltona.

El Arenal: Party ohne Ende

Berühmt-berüchtigt: Die Partymeile "Schinkenstraße" am Ballermann in S'Arenal, spanisch El Arenal © Shutterstock/travelview

Der Ferienort im Süden Mallorcas ist berühmt-berüchtigt für die wohl bekannteste Partymeile der Insel: den Ballermann und die Schinkenstraße. Clubs wie der Bierkönig locken vor allem deutschsprachige Feierwütige an. Ein Fahrradweg führt in ca. einer Stunde von Palma nach El Arenal, für die, die bei einem Tagesausflug Ballermann-Atmosphäre schnuppern möchten. Gepflegt und schön ist der weitläufige Strand von El Arenal nämlich trotzdem.

Britische Touristinnen und Touristen tummeln sich derweil in Magaluf. Auf der dortigen Partymeile The Strip reihen sich ebenso die einschlägigen Etablissements aneinander. Wer in Palma Clubs und Bars mit einer anderen Atmosphäre sucht, wird in Palmas Stadtvierteln La Lonja, im trendigen Santa Catalina oder am Paseo Marítimo fündig.

Tipp: In der Sky Bar auf der Dachterrasse des Hostal Cuba* in Palma nimmt man seinen Drink zumeist in sehr netter Gesellschaft.

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Mallorca mit Kindern

Es Trenc: Flacher Traumstrand

Ruhig nur in der Nebensaison: Der Traumstrand Es Trenc im Süden der Insel © Jan Otto

Feiner, weißer Sand und türkisblaues Wasser: Es Trenc ist nicht nur einer der berühmtesten Strände Mallorcas, er zählt auch zu den familienfreundlichsten. Der 2,5 Kilometer lange Naturstrand läuft flach ins Meer hinein, da haben auch kleinere Kinder Spaß. Wer gern schnorchelt, ist hier ebenfalls richtig – das Wasser ist meist wunderbar klar.

Western Park Calvià: Action im Wasser

Wasserspaß im Western Park in Calvià auf Mallorca © Shutterstock/Sunny studio

Kleine Cowboys, die gern im Wasser toben, haben im Western Park* in Calvià Spaß. Hier ist nicht ganz so viel los wie im oft recht vollen Wasserpark in Arenal. Dafür zieht sich das Wildwest-Thema durch die komplette Anlage, was den Charme dieser Erlebnis-Wasserlandschaft mit all ihren Rutschen und unterschiedlichen Becken noch unterstreicht.

Mallorcas Planetarium: Raumschiff-Feeling

Sternstunden: Himmelsbeobachtung in Mallorcas Planetarium © laif/Frank Heuer

Unendliche Weiten: Das Observatorio Astronómico de Mallorca bei dem Örtchen Costitx bittet immer freitags und samstags zu einer Reise in den Weltraum. Unter der 14 Meter hohen Kuppel, die von außen wie ein Ufo aussieht, funkelt ein virtuelles Firmament. Die Zuschauerinnen und Zuschauer sitzen in bequemen Sesseln, während 6000 Sterne von Hochleistungsrechnern auf die Rundumleinwand gebeamt werden. Spannend: Die Bilder werden von nahen und fernen Teleskopen in Echtzeit gesendet.

Insidertipps für Mallorca

Gärten von Alfàbia

Arabische Gartenbaukunst: Die Gärten von Alfàbia zwischen Palma und Sóller © Shutterstock/PHOTOTRENDS

Es grünt und blüht. überall plätschert und sprudelt Wasser. Selbst im Hochsommer sind die Gärten von Alfàbia dabei angenehm kühl: Zwischen schattigen Laubengängen lässt es sich herrlich spazieren. Die prachtvollen Gartenanlagen zwischen Palma und Sóller, angelegt im 13. Jahrhundert, sind ein Meisterwerk maurischer Gartenkunst. Sie zählen sogar zu den schönsten historischen Gärten Spaniens.

Mallorquinische Weine verkosten

Rund um Manacor im Osten der Insel wird Weißwein angebaut © iStock.com/Angelika Stern

Was selbst viele Weinkenner nicht wissen: Längst kommen jede Menge Spitzentropfen aus Mallorca. Das Herz der Weinregion ist das etwa 28 Kilometer von Palma entfernte Binissalem mit der Weinstraße Ruta del Vino*. Viele Bodegas – so heißen die Weingüter – bieten Führungen und Verkostungen an. Der wichtigste Rotwein auf Mallorca wird übrigens aus der Manto-Negro-Traube gekeltert. Manacor im Osten der Insel ist bekannt für gute mallorquinische Weißweine.

Naturreservat s’Albufereta

Im Naturreservat s'Albufereta nahe Pollença lassen sich zahlreiche Wasservögel beobachten © mauritius images/Danita Delimont/Alamy

Fischadler, Rohrammern, Silberreiher, Purpurhühner: Rund 200 Vogelarten bevölkern das Naturreservat s’Albufereta. Das Feuchtgebiet, in dem man auch seltene Zugvögel beobachten kann, ist einen Ausflug wert. Durch das streng geschützte Areal in der Bucht von Pollença führen Wander- und Radwege. Wichtig: Mückenspray nicht vergessen!

Text: Hans Schloemer

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