Die 10 schönsten Sehenswürdigkeiten in Málaga: Plätze, Strände & Museen

Stadtansicht von Malaga am Morgen
Die Kathedrale und Stadtfestung Alcazaba prägen das Bild von Málagas Altstadt© Shutterstock/Sean Pavone

Das andalusische Málaga ist eines der beliebtesten Ziele an der Costa del Sol. Welche Sehenswürdigkeiten sollte man im Urlaub auf jeden Fall besuchen? Mit Karte.

  • Zehn Highlights der andalusischen Küstenstadt

  • Von Plätzen und Stränden bis hin zu Museen

  • Tipps für Ausflüge und Camping in der Umgebung

Málaga ist nicht nur die Geburtsstadt von Pablo Picasso, sondern auch das Herzstück der spanischen Costa del Sol und immer mehr gefragt als Ganzjahres-Destination: Selbst in den Wintermonaten herrschen hier tagsüber Temperaturen zwischen 15 und 20 Grad.

Mit dem südlichen Flair einer andalusischen Stadt, schicken Strandpromenaden und vielfältigen Sehenswürdigkeiten bietet es als Urlaubsziel einen Mix aus Kultur und Erholung.

Karte: Málagas Sehenswürdigkeiten

Die schönsten Plätze in Málaga

1. Palastanlage Alcazaba

Eine sehenswürdigkeit in Malaga, die Palastanlage Alcazaba
Der maurische Festungspalast Alcazaba stammt aus dem 11. Jahrhundert© Shutterstock/elRoce

Die Stadtfestung Alcazaba gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Málaga und befindet sich auf dem Berg Gibralfaro in der Altstadt. Die ehemalige Palastanlage wurde im 11. Jahrhundert errichtet. Damals diente sie arabischen Herrschern als Sitz und der Verteidigung der Stadt – heute werden die Innenräume für Ausstellungen genutzt.

Die Alcazaba ist sehr gut erhalten. Besucherinnen und Besucher können die Innenhöfe, Türme und Terrassen der Anlage auf eigene Faust oder mit einer geführten Tour erkunden und in den Gärten an der Festungsmauer entspannen.

Der Aufstieg zur alten Festung ist anstrengend, doch er lohnt sich: Oben angekommen wartet ein Ausblick über die ganze Stadt und das Meer.

Tipp: Jeden Sonntag von 14 Uhr bis zur Schließung ist der Besuch der Alcazaba kostenlos. Von Zeit zu Zeit gibt es außerdem besondere Veranstaltungen wie Besichtigungen bei Nacht.

2. Römisches Theater

römisches Amphitheater Alcazaba fortress in Malaga
Zuschauerränge und Bühne des Römischen Theaters sind gut erhalten© Shutterstock/BAHDANOVICH ALENA

Nicht weit von der alten Festung entfernt befindet sich das Römische Theater, das im ersten Jahrhundert nach Christus zur Zeit des Kaisers Augustus erbaut wurde. Nach dem Untergang des römischen Reichs verfiel es zunehmend, Teile des Theaters wurden sogar für den Bau der Alcazaba verwendet. Im Laufe der Zeit wurde die Fläche bebaut und die Theateranlage geriet in Vergessenheit.

Erst im Jahr 1951 wurden die Ruinen des Römischen Theaters wiederentdeckt und ausgegraben. Heute können Interessierte die Zuschauerränge und Teile der Bühne bestaunen. Ein Interpretationszentrum zeigt die Geschichte des Ortes und Fundstücke aus dem Theater. Seit das Römische Theater 2011 wieder als Bühne eingeweiht wurde, finden hier vor allem in den Sommermonaten viele Vorstellungen statt.

3. Kathedrale von Málaga

Die Kathedrale Santa Iglesia von Malaga
Die Besonderheit der Kathedrale: Nur ein Glockenturm überragt das Wahrzeichen von Málaga, geplant waren zwei© Shutterstock/Vlas Telino studio

Die Kathedrale von Málaga, auf Spanisch Santa Iglesia Catedral Basílica de la Encarnación, ist das Wahrzeichen der Stadt. Weil der Bau über 200 Jahre dauerte, mischen sich in der Kathedrale verschiedene Baustile: Der größte Teil entstand während der Renaissance, aber auch gotische und barocke Elemente fließen mit ein.

Doch das Besondere an der Kathedrale ist etwas anderes: Wegen fehlender Mittel wurde sie nie fertiggestellt und hat statt zwei der geplanten Glockentürme nur einen. In Spanien wird sie deshalb auch La Manquita, die Einarmige, genannt.

Neben ihrer auffälligen Fassade besitzt die Kathedrale auch aufwendig gestaltete Innenräume mit verzierten Gewölbedecken, feinen Glasmalereien und mehreren Kapellen. Schwindelfreie Kulturinteressierte können den Nordturm hinaufsteigen und einen weitreichenden Ausblick über die Stadt genießen.

4. Plaza de Toros: Stierkampfarena

Die Stierkampfarena Plaza de Toros de la Malagueta in Malaga
9032 Zuschauer finden in Málagas Stierkampfarena Platz© Shutterstock/Sean Pavone

Ein weiterer Tipp für Málaga ist die Plaza de Toros de La Malagueta, die Stierkampfarena. In Spanien haben die Kämpfe lange Tradition, werden aber zunehmend kritisch betrachtet. Doch auch ohne die Teilnahme an solch einer Veranstaltung lohnt sich ein Besuch der Arena. Mit Platz für circa 9000 Menschen ist der Rundbau vor allem architektonisch eindrucksvoll.

In den Abendstunden zeigt sich die Arena im Licht der untergehenden Sonne von ihrer schönsten Seite. Im Inneren befindet sich das Stierkampfmuseum von Málaga: Hier gibt es Einblicke in die Hintergründe der Stierkampftradition und die Geschichte des Bauwerks. Zahlreiche kulturelle Veranstaltungen wie Musikevents in der Plaza de Toros bieten eine Möglichkeit, die Wirkung der Arena unabhängig von ihrer Tradition zu erleben.

5. Mercado Central de Atarazanas

Der Zentrale Obst- und Gemüsemarkt Atarazanas in Malaga
In der denkmalgeschützten Markthalle von Malaga gibt es Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch, Gewürze und vieles mehr© Shutterstock/RukiMedia

Der Mercado Central de Atarazanas ist die größte Markthalle Málagas. Hier findet man lokale Produkte wie hochwertige Öle und mediterrane Gewürze, die sich als Urlaubssouvenirs eignen. Doch nicht nur die Stände und Waren faszinieren, auch die Architektur der Halle lädt zum Staunen ein: Das Gebäude erinnert an die Pariser Markthalle Les Halles und steht seit 1979 unter Denkmalschutz.

Flanieren am Hafen, Sonnen am Strand

6. Málagas Hafenpromenade

Die Hafenpromenade Palmeral de las Sorpresas in Malaga
Die beschattete Hafenpromenade Málagas lädt zum Flanieren ein© Shutterstock/Valery Bareta

Der Puerto de Málaga ist einer der ältesten Häfen Spaniens und zugleich ein beliebtes Erholungsziel. Auf der 2011 neu angelegten Hafenpromenade Muelle Uno spaziert man zwischen Altstadt und Stadtstrand an minimalistischen Bauten und Grünflächen entlang und kann dabei im Hafen liegende Yachten und Boote bestaunen. Cafés, Restaurants und kleine Boutiquen säumen die Flaniermeile, außerdem finden hier Märkte und Ausstellungen statt.

Über die Muelle Uno gelangt man zur Muelle Dos. Hier bietet es sich an, eine Rundfahrt zu machen und den Hafen näher zu erkunden.

7. Playa la Malagueta & Playa de Pedregalejo

Der Stadtstrand von Malaga Malagueta
Herrlicher Sandstrand, blaues Meer und Liegestühle warten an der Playa la Malagueta© Shutterstock/Valery Bareta

Wer Urlaub in Málaga macht, sollte sich die Sandstrände der Küstenstadt nicht entgehen lassen. Am beliebtesten sind die Playa la Malagueta und die Playa de Pedregalejo. Der Stadtstrand Playa la Malagueta direkt hinter dem Hafenviertel bietet sich fürs Entspannen gleich nach dem Sightseeing an. An Kiosken kann man hier Snacks kaufen, kleine Schatteninseln sorgen für Schutz vor der Sonne.

Eine ruhigere Strandkulisse findet man im Vorort Pedregalejo. Hier reihen sich kleine bunte Häuser an der Strandpromenade aneinander. Dank flachem Wasser und weniger Badegästen eignet sich der Strand gut für Familien.

Museen und Botanischer Garten

8. Picasso Museum

Das Picasso Museum in Malaga im Buenavista Palast
Mit einem Museum ehrt Málaga Pablo Picasso, der in der Küstenstadt geboren wurde© Shutterstock/Sean Pavone

Das Museo Picasso ist das kulturelle Highlight Málagas. Der berühmte Maler und Bildhauer wurde in Málaga geboren. Mit der Museumseröffnung im Jahr 2003 erfüllten die Stadt und seine Familie Pablo Picasso einen Traum, den er zu seinen Lebzeiten gehegt hatte.

Besucher und Besucherinnen des Museums erhalten einen Einblick in die Schaffenszeit des Ausnahmetalents. Von seinen künstlerischen Anfängen bis hin zu seinen letzten Werken: Insgesamt werden im Picasso Museum mehr als 200 Gemälde, Skulpturen und Keramiken ausgestellt.

Tipp: Am Día de Andalucía (dem offiziellen Feiertag Andalusiens am 28. Februar), am Internationalen Museumstag (18. Mai) und am Welttourismustag (27. September) ist der Eintritt ins Picasso Museum frei.

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9. Centre Pompidou de Málaga

Eine bunte Sehenswürdigkeit in Malaga, das "Centre Pompidou"
Das Centre Pompidou befindet sich in einem modernen Bau mit sehenswertem Glaswürfel© Shutterstock/Andrei Nekrassov

Mit seinem Standort am Hafen Málagas ist das international renommierte Pariser Museum Centre Pompidou erstmalig außerhalb Frankreichs zu finden. Schon das Gebäude zieht alle Blicke auf sich: Das Kulturzentrum befindet sich im bunten Glaskubus El Cubo.

Im Centre Pompidou sind Werke einiger der bekanntesten Künstlerinnen und Künstlern des 20. und 21. Jahrhunderts ausgestellt, darunter Frida Kahlo, Miró und Giacometti. Der Rundgang durch die Sammlung beleuchtet verschiedene Themenkreise der Kunstgeschichte.

Neben der ständigen Schau gibt es im Centre Pompidou auch temporäre Ausstellungen sowie Veranstaltungen. Die Werke werden regelmäßig gegen andere aus dem Pariser Centre Pompidou ausgetauscht.

10. Botanischer Garten La Concepción

Ein Pavillon im Garten Jardin la Conception
Ein Besuch im Botanischen Garten in Málaga ist zu jeder Jahreszeit empfehlenswert© iStock.com/Roberto

Der Jardín Botánico Histórico de La Concepción gehört zu den schönsten Botanischen Gärten Europas. Hier erwartet Urlauberinnen und Urlauber ein Naturparadies: Mehr als 50.000 Pflanzen aus aller Welt, zwei Wasserfälle und die Villa des Gründers Herzog Loring lassen sich auf eigene Faust oder im Rahmen einer Führung besichtigen – gut geeignet für eine Pause vom Stadt- und Strandtrubel.

Häufig gestellte Fragen zu Málaga

Fazit: Urlaub in Málaga

Von maurischen und römischen Baudenkmälern über spannende Museen bis hin zu schicken Promenaden und Sandstränden – Málaga hat von allem etwas. Mit ihren vielseitigen Sehenswürdigkeiten eignet sich die Küstenstadt für Kulturinteressierte und Erholungssuchende gleichermaßen.