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Holland in Corona-Zeiten: Was Reisende jetzt wissen müssen

Windmühlen in den Niederlanden im Winter
Für die ganzen Niederlande gilt eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts ∙ © iStock.com/Sara Winter

Nach zuletzt deutlich steigenden Infektionszahlen sind die ganzen Niederlande Corona-Risikogebiet. Was Deutsche wissen müssen, wenn sie dennoch nach Holland reisen wollen.

  • Reisende aus Deutschland müssen in Quarantäne

  • Reisewarnung für die gesamten Niederlande

  • Aktuelle Inzidenz: 207,23 Infizierte je 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen

Urlaub im Ausland trotz Lockdown? Die wichtigsten Fakten

Um die Ausbreitung von Covid-19 einzudämmen, haben Bund und Länder den Reiseverkehr innerhalb Deutschlands bis mindestens 20. Dezember massiv eingeschränkt. Was gilt nun bei Reisen ins Ausland? Ist ein Urlaub außerhalb Deutschlands möglich?

  • Reisen ins Ausland sind nicht ausdrücklich verboten. Angesichts der in Europa und weiten Teilen der Welt massiv zunehmenden Corona-Infektionen sollte sich aber jeder überlegen, ob ein Auslands-Urlaub derzeit sinnvoll ist.

  • Die Grenzen sind von deutscher Seite aus offen. Einzelne Länder haben aber von sich aus Beschränkungen oder Einreiseverbote verhängt. Zudem sind Wartezeiten durch Grenzkontrollen und Zurückweisungen möglich.
    Die aktuelle Lage an Deutschlands Grenzen

  • Der Flug-, Bahn- und Fährverkehr findet auch ins Ausland grundsätzlich statt. Reisende müssen allerdings mit Ausfällen oder Terminänderungen rechnen und sollten sich kurzfristig bei ihrer Airline, Reederei oder Bahngesellschaft über den aktuellen Stand informieren.

Deutsche Urlauber müssen in Quarantäne

Die Niederlande haben ganz Deutschland zum Risikogebiet erklärt. Wer jetzt in den Nachbarstaat fährt, muss sich nach Informationen des Auswärtigen Amtes dort für zehn Tage in eine häusliche Quarantäne begeben. Dies ist prinzipiell auch in Ferienunterkünften möglich.

Berufspendler und Personen, die aus triftigen Gründen in die Niederlande einreisen, sind von der Quarantäne ausgenommen. Tagesausflüge nach Holland (z.B. zum Einkaufen und Tanken) und touristische Fahrten sind keine triftigen Gründe. Für wen die Quarantäne nicht gilt, erfährt man auf einer Infoseite der Niederländischen Regierung*.

Reisewarnung für die gesamten Niederlande

Das Robert-Koch-Institut hat seinerseits die gesamten Niederlande zum Risikogebiet erklärt. Das Auswärtige Amt warnt deshalb generell vor Reisen in das Nachbarland.

Insgesamt sind die Fallzahlen in den Niederlanden zuletzt stark gestiegen, scheinen sich aber mittlerweile stabilisiert zu haben: Die landesweite Inzidenz liegt aktuell bei 207,23 (Infizierte je 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen, Stand: 27. November). Bereits ab einem Wert von 50 gilt die Lage als kritisch.

Einschränkungen bei Flugverkehr und Fernbussen

Die meisten internationalen Bahnverbindungen (z.B. ICE von Frankfurt, Köln, Berlin oder Hannover nach Amsterdam) werden bislang bedient. Einschränkungen, Streichungen und Ausfälle gibt es allerdings bei Flugverbindungen und Fernbussen sowie auch beim grenzüberschreitenden Gebrauch von Mietwagen.

Die Fähren zu den Westfriesischen Inseln Texel, Vlieland, Terschelling, Ameland und Schiermonnikoog verkehren. Urlauber, die trotz der Quarantänepflicht einen Urlaub planen, sollten sich bei den Fährgesellschaften informieren und, wenn möglich, eine Reservierung vornehmen.

Links zu den Fähren: Ameland, Vlieland, Schiermonnikoog* - Terschelling* - Texel*

Umfangreiche Informationen zum Reiseziel Niederlande

10 Urlaubstipps für die niederländische Küste

Corona-Regeln in der Öffentlichkeit: Teil-Lockdown

Aktuell befinden sich die Niederlande in einem Teil-Lockdown. Die Regierung geht davon aus, dass dieser nicht vor Januar wieder aufgehoben werden kann.

Zum Schutz vor Covid-19 ist in den Niederlanden in der Öffentlichkeit generell ein Mindestabstand von 1,5 Metern zueinander einzuhalten. Für Personen über 13 Jahren besteht darüber hinaus eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln, auf Flügen der KLM, auf Fähren und am Airport Schiphol. Während des "Teil-Lockdowns" ist das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes in allen Geschäften, Museen und anderen öffentlichen Räumen Pflicht.

In einigen Teilen von Amsterdam und Rotterdam besteht auch eine Maskenpflicht im Freien.

Zwischen 20 Uhr und 7 Uhr dürfen Alkohol und Softdrugs nicht verkauft und nicht in der Öffentlichkeit konsumiert werden. Im Rotlichtviertel von Amsterdam gilt eine Sonderregelung: Das Alkohol-Verkaufsverbot für Supermärkte und Spirituosenmärkte gilt jeweils von Donnerstag 16 Uhr bis Sonntag nach Mitternacht.

Die Einzelhandelsgeschäfte schließen spätestens um 20 Uhr. Lebensmittelgeschäfte können länger geöffnet bleiben.

Theater, Museen, Kinos und Bibliotheken dürfen wieder öffnen. Weiterhin geschlossen bleiben Restaurants, Kneipen und Cafés.

In einem Auto dürfen Personen aus unterschiedlichen Haushalten gemeinsam unterwegs sein. Eine Maske wird empfohlen, ist jedoch nicht Pflicht.

Bürger dürfen derzeit nur drei Gäste pro Tag in ihren Wohnungen empfangen und sollen Bus und Bahn nur noch in dringenden Fällen nutzen. In Innen- und Außenbereichen darf eine Gruppe aus maximal 4 Personen aus verschiedenen Haushalten bestehen.

Bei Verstößen gegen Corona-Maßnahmen können Bußgelder von bis zu 400 Euro fällig werden.

Gastronomie, Sehenswürdigkeiten, Kultur in Holland

Kneipen, Cafés und Restaurants sind derzeit geschlossen und jeglicher Verkauf von Alkohol ist ab 20 Uhr verboten. Discos und Nachtclubs sind ohnehin schon seit Monaten dicht.

Kulturfreunde können aber noch auf ihre Kosten kommen: Museen dürfen Besucher empfangen – vorausgesetzt, diese melden sich vorher online an. Auch Kinos, Theater und Konzertsäle bieten unter Auflagen Aufführungen an. Allerdings kann im Kino für maximal einen Haushalt oder vier Personen, ausgenommen Kinder, eine Reservierung vorgenommen werden.

Weitere regionale Auflagen sind möglich.

Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze

Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen sind prinzipiell in Betrieb. Auch die Campingplätze sind geöffnet. Vor Ort sind aber vielfältige Regeln zu beachten. Welche speziellen Hygiene-Vorschriften in den Unterkünften gelten, sollten Reisende bereits bei der Buchung erfragen.

Neue Einreiseregeln für Urlaubs-Rückkehrer

Seit 8. November gelten neue Einreiseregeln, die allerdings je nach Bundesland unterschiedlich ausgestaltet sein können: Wer aus einem Corona-Risikogebiet nach Deutschland zurückkehrt, muss sich in eine zehntägige Quarantäne begeben, die er in den meisten Bundesländern frühestens ab dem fünften Tag durch einen negativen Test abkürzen kann. Zudem ist ein digitales Einreiseformular* auszufüllen, das an die zuständige Gesundheitsbehörde weitergeleitet wird.

Quarantäne und Testpflicht: Die Regeln für Rückkehrer aus Risikogebieten

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