Rotlichtverstoß: Höheres Bußgeld für SUV-Fahrerin

Höhere Bußgelder für SUV-Fahrer? ∙ Bild: © ADAC/David Klein/Shutterstock, Video: © ADAC e.V.

Eine Autofahrerin fährt bei Rot über eine Ampel. Weil sie dabei in einem SUV sitzt, wird sie zu einer höheren Geldbuße verurteilt. Ein Urteil des Amtsgerichts Frankfurt.

Der Fall: Eine Frau überfuhr mit ihrem SUV eine Ampel, die schon seit mehr als einer Sekunde rot war. Für diesen Rotlichtverstoß sieht der Bußgeldkatalog eine Regelgeldbuße von 200 Euro vor. Außerdem gibt es zwei Punkte und einen Monat Fahrverbot. Die Autofahrerin hatte bereits mehrere Voreintragungen im Flensburger Fahreignungsregister. Das Amtsgericht Frankfurt erhöhte deshalb die Geldbuße.

Richter sieht bei SUV erhöhte Betriebsgefahr

Im Urteil ging das Gericht nicht nur auf die Voreintragungen der Autofahrerin ein, die schon allein für eine Erhöhung der Geldbuße gereicht hätten. Der Richter betonte aber auch, dass die von dem Verstoß ausgehende Gefährdung besonders hoch gewesen sei, weil er mit einem Fahrzeug mit erhöhter Betriebsgefahr begangen worden sei. Durch die kastenförmige Bauweise und die hohe Front, so der Richter, stelle ein SUV bei einem Unfall im Vergleich zu einem Durchschnittsauto eine größere Gefährdung für andere Verkehrsteilnehmer dar. Das Gericht setzte eine Geldbuße von 350 Euro fest.

AG Frankfurt a.M., Urteil vom 3.6.2022, Az.: OWi 533 Js-OWi 18474/22

Hinweis der ADAC Juristen: Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Es handelt sich um eine Einzelfallentscheidung. Es bleibt abzuwarten, wie das Oberlandesgericht das Urteil bewerten wird.