Camping während Corona: Wo ist die Übernachtung erlaubt?

Ein Mann steht auf dem Dach seines Campingbusses am Straßenrand
Ein Grund zur Freude: Vielerorts haben die Campingplätze wieder geöffnet ∙ © iStock/photoschmidt

Camping-Tourismus in Deutschland wird durch Corona-Maßnahmen aktuell kaum noch eingeschränkt. Was Camper beachten müssen, wenn die Corona-Fallzahlen wieder steigen.

  • In allen Bundesländern haben die Campingplätze geöffnet

  • Sanitäranlagen bleiben teilweise geschlossen

  • Übersicht: Aktuelle Inzidenzwerte in allen deutschen Landkreisen

Alle Bundesländer lassen in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen 7-Tage-Inzidenz von unter 100 wieder touristische Übernachtungen zu. Dann ist in diesen Regionen Urlaub auch auf Camping- oder Wohnmobilstellplätzen wieder möglich. Allerdings sind nicht auf allen Campingplätzen die Sanitäranlagen zugänglich. Auch bei der Anreise zum Urlaubsort kann es Probleme geben, wenn sich die Corona-Lage erneut zuspitzen sollte.

Öffnung der Campingplätze in der Bundesländer-Übersicht

Derzeit keine nächtlichen Ausgangssperren

Auch wenn die Corona-Fallzahlen rückläufig sind, gelten prinzipiell bis Ende Juni in Landkreisen mit Corona-Inzidenzen von über 100 nächtliche Ausgangssperren. Obwohl dies momentan auf kein Gebiet zutrifft, könnte dies bei Fahrten quer durch die Republik Probleme verursachen.

"Reisende sollten eine bewusste Zwischenübernachtung vermeiden und ihre Fahrt so planen, dass sie nicht in den Zeitraum der nächtlichen Ausgangssperre fällt", raten ADAC Juristen. Ob Fahrten und Übernachtungen im Fahrzeug während der nächtlichen Ausgangssperre erlaubt sind, ist bisher gerichtlich nicht entschieden worden. Es droht hier ein Bußgeld wegen des Verstoßes gegen die nächtliche Ausgangssperre.

Corona und Camping

Auf PiNCAMP.de, dem Camping-Portal des ADAC, finden Sie freie Campingplätze in ganz Europa und können diese auch direkt reservieren.

Im Themen-Special "Corona und Camping" von PiNCAMP werden alle Fragen zum Thema ausführlich beantwortet.

Maximal zehn Stunden Pause am Straßenrand

Die Rechtslage ist allerdings nicht eindeutig: Zur Wiederherstellung der Fahrtauglichkeit darf als "Notfallausnahme" (StVO) eine Nacht auf Parkplätzen und am Straßenrand im eigenen Fahrzeug verbracht werden.

Maximal zehn Stunden darf diese Pause lang sein, während der aber "campingmäßiges Leben" nicht erlaubt ist – also keine Campingmöbel vor dem Fahrzeug oder eine ausgefahrene Markise. Somit ist die Übernachtung auf öffentlichen Parkplätzen für Fahrer von Pkw, Wohnmobilen und Caravan-Gespannen grundsätzlich möglich, wenn es sich nur um eine Nacht handelt.

Video: ADAC Juristen zum Übernachten auf Parkplätzen

Wer mit dem Wohnwagen in den Urlaub fährt und dabei eine längere Strecke zurückgelegt hat, darf nur im Ausnahmefall auf einem öffentlichen Parkplatz übernachten ∙ Dieses Video wird über YouTube abgespielt. Es gelten die Datenschutzbestimmungen von Google. Bild: © ADAC/David Klein