ADAC Fahrrad‑Pannenhilfe: Bilanz 2025 und Tipps zur Vermeidung von Pannen

• Lesezeit: 4 Min.

Von Andrea Piechotta

Feedback

ADAC Pannenhilfe Fahrrad im Einsatz
Die Gelben Engel des ADAC im Einsatz bei einer Fahrradpanne© ADAC/Martin Hangen

Die Gelben Engel sind auch bei Fahrradpannen im Einsatz. Die Bilanz 2025 zeigt, wie vielen Mitgliedern der ADAC geholfen hat und welche Pannenursachen am häufigsten waren. Plus: Tipps, wie sich Pannen vermeiden lassen.

  • Fahrrad-Pannenhilfe kommt gut an

  • Reifenschäden sind am häufigsten

  • Meiste Fahrradpannen im Juni 2025

Fahrrad‑Pannenhilfe wird stark nachgefragt

Seit Sommer 2022 hilft der ADAC seinen Mitgliedern auch bei Fahrradpannen. Mittlerweile gehört die Hilfe bei Fahrradpannen genauso selbstverständlich zum Alltag der 1729 Gelben Engel des ADAC und seiner 677 Straßendienstpartner wie liegen gebliebene Pkw. Ein Service, der gut angenommen wird.

Wie die Grafik unten zeigt, wurde der ADAC zwischen Januar und Dezember 2025 exakt 19.455-mal zu einer Fahrradpanne gerufen.

Wenig überraschend ist, dass im Sommer und vor allem in den Urlaubsmonaten von Mai bis August 2025 die Gelben Engel besonders oft gerufen wurden. Deutlich mehr als im Winter, wenn viele ihr Fahrrad witterungsbedingt eher mal stehen lassen. Spitzenmonat war der Juni, in dem die Mitglieder 2618-mal den ADAC um Hilfe baten. Rekordtag war der 1. Mai mit 235 Einsätzen.

Reifen bleiben die größte Schwachstelle

Schwachpunkt Nummer eins sind beim Fahrrad die Reifen: 71,5 Prozent aller Fahrradpannen hatten und haben mit den Reifen zu tun. Ganz gleich, ob ein poröser Fahrradschlauch die Ursache ist oder sich Glasscherben in den Reifen bohren: Fehlt ein Fahrrad-Pannenset oder handwerkliches Geschick, findet mit einem "Platten" jede Radtour ein jähes Ende. Und das ist mindestens genauso ärgerlich wie eine Panne mit dem Auto.

Das waren die Pannenursachen beim Fahrrad

Reifen mit eingebauter Verstärkung als Pannenschutz ("unplattbare Reifen") würden Abhilfe schaffen (siehe Tipps zur Pannenvermeidung), doch die sind bei Rädern meist nicht serienmäßig verbaut. Bleibt also nur der Gelbe Engel, der das Rad wieder flottmacht.

Nur knapp 8 Prozent der Fahrradpannen haben mit der Kette zu tun. Dritthäufigste Pannenursache ist mit 5 Prozent die Elektrik – was in erster Linie natürlich E-Bikes betrifft. Bremse, Schaltung und Schloss (je rund 2 Prozent) sind kaum der Rede wert. Rund 10 Prozent der Pannen lassen sich keiner der gängigen Kategorien zuordnen.

Praxis-Tipps: So lassen sich Fahrradpannen vermeiden

Auch wenn sich eine Panne nicht immer verhindern lässt, können folgende Tipps helfen, das Risiko zu senke:

Reifen

  • Schutz gegen Schäden am Mantel (Stich- und Seitenwandschäden) bieten Pannenschutzreifen. Negativ wirken sich diese allerdings auf Effizienz, Gewicht und Kosten aus.

  • Eine sogenannte Tubeless-Milch in Kombination mit einem schlauchlosen Reifen kann ebenfalls vor Pannen schützen. Kleine Löcher werden schon während der Fahrt abgedichtet, und Pannen sollten die Ausnahme sein. Ohne Schlauch erspart die Kombi Gewicht am Reifen und verbessert den Rollwiderstand.

  • Achten Sie immer auf den richtigen Fahrrad-Reifendruck. Bei zu geringem Druck ist das Pannenrisiko deutlich höher. Prüfen und korrigieren Sie den Luftdruck mindestens einmal pro Monat mit einem Manometer.

  • Besonders bei Rennrädern können zu hohe Drücke, die den Rollwiderstand optimieren sollen, den Reifen für Löcher empfindlich machen. Als Faustregel gilt, dass der Reifendruck 10 Prozent des Körpergewichts des Fahrers betragen sollte, also zum Beispiel bei 70 Kilo etwa 7 bar. Bei Rennradreifen sollte der Druck 8,5 bar aber nicht übersteigen.

  • Reifenkontrolle: Hilfreich ist es, die Reifen regelmäßig auf eingefahrene Fremdkörper abzusuchen und diese zu entfernen. Ersetzen Sie abgefahrene Reifen rechtzeitig.

Mit dem ADAC Newsletter immer top informiert!

Kette

  • Regelmäßige Reinigung und vor allem Schmierung verlängert das Leben der Fahrradkette immens. Zudem ist neben dem geringeren Tretwiderstand die Geräuschentwicklung im Vergleich zu einer trockenen Kette positiv herauszustellen.

Schaltung, Bremse und Elektrik

  • Nicht nur Autos sollten zur Wartung, sondern auch Fahrräder. Der Service vom Fahrradhändler rentiert sich nicht nur, weil drohende Defekte früher erkannt werden. Zudem macht das Fahren mit einem gut eingestellten Rad grundsätzlich mehr Spaß. Auch die Leistungsfähigkeit eines E-Bike-Akkus sollte vor längeren Radtouren immer überprüft werden.

Alles rund ums Rad

Fahrrad- und Fahrradhelm-Tests, wichtige Verkehrsregeln für Radfahrende und viele Tipps rund ums Zweirad finden Sie auf der Themenseite Fahrrad, E-Bike & Pedelec

Hier können Sie weitere Infos zur Fahrradpannenhilfe des ADAC nachlesen.