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Der ADAC

E10 – das müssen Sie über das Bio-Benzin wissen

Auto wird mit Tankstutzenbetankt
Grün zapfen: E10 ist an vielen Tankstellen erhältlich ∙ © Fotolia/Aleksei

Welche Autos können E10 tanken, steigt der Verbrauch und wie sieht die Umweltbilanz aus? Alles Wissenswerte über das Bio-Benzin

  • E10 verringert die Treibhausgas-Emissionen

  • Die meisten Autos und Motorräder vertragen E10

  • Keine Schäden bei E10-tauglichen Fahrzeugen

Seit 2011 gibt es an deutschen Tankstellen Kraftstoff mit dem Zusatz "E10", der gegenüber anderen Ottokraftstoffen einen höheren Anteil an Ethanol enthält. Der Buchstabe "E" steht für Ethanol, die Zahl "10" für maximal 10 Prozent. Vorher war der zulässige Ethanolanteil in Ottokraftstoffen auf maximal 5 Prozent beschränkt (E5). Die Qualitätsanforderungen an E10-Kraftstoffe sind in der Norm DIN EN 228 festgeschrieben.

E10 und die Umwelt

Bioethanol kann wie alle Biokraftstoffe zum Klimaschutz beitragen, denn Kohlendioxid, das bei der Verbrennung entsteht, wurde wenige Jahre vorher von Pflanzen der Atmosphäre entnommen. Bioethanol, das fossilen Ottokraftstoff ersetzt, verringert die Treibhausgasemissionen laut europäischer Richtlinie zur Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen typischerweise um 60 bis über 75 Prozent.

Daneben bieten Biokraftstoffe Potenzial für eine Vielfalt weiterer positiver Wirkungen, die bis hin zur Wertschöpfung in ländlichen Regionen reichen. Bei der Produktion können zudem Nebenprodukte anfallen, die andere, ggf. energieaufwändig erzeugte Stoffe ersetzen können. So entstehen bei der Bioethanolerzeugung z.B. proteinhaltige Futtermittel, die Sojaimporte ersetzen können.

Zugleich besteht aber auch die Gefahr ernsthafter Nachteile wie Flächenkonkurrenz zur Nahrungsmittelerzeugung, negative Effekte durch Landnutzungsänderungen, was sehr hohe Treibhausgasemissionen auslösen kann, wenn Moore oder Regenwald in Anbauflächen umgewandelt werden, oder die Ausweitung von Monokulturen. Eine Reihe nachteiliger Effekte wird durch den gesetzlichen Rahmen ausgeschlossen, etwa im Rahmen der Erneuerbare-Energie-Richtlinie der EU oder der nationalen Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung. Damit wird z.B. sichergestellt, dass die in Verkehr gebrachten Biokraftstoffe eine Treibhausgasminderung von mindestens 60 Prozent erzielen müssen.

Zusätzlich macht die Nachhaltigkeitsverordnung auch Vorgaben zum Schutz natürlicher Lebensräume und zur nachhaltigen landwirtschaftlichen Bewirtschaftung im In- und Ausland. Sie schützt z.B. Flächen mit einem hohen Wert für die biologische Vielfalt (z.B. Regenwald), Flächen mit hohem Kohlenstoffbestand und Torfmoore.

Im Gegensatz zur Biokraftstoff-Herstellung bestehen für die Produktion von Grundstoffen für Nahrungsmittel, Futtermittel und Kosmetika keine Vorgaben zur Nachhaltigkeit, obwohl der Großteil der Flächen (auch in sensiblen Regionen wie Brasilien) zum Anbau von Rohstoffen für diese Erzeugnisse genutzt werden. Auswirkungen durch das Verdrängen von Anbauflächen für diese Güter in ökologisch wertvolle Gebiete, ausgelöst von einem erhöhten Bedarf an Biokraftstoffen, werden von den nationalen und europäischen Nachhaltigkeitsregelungen nicht adressiert und müssten über entsprechende Vorgaben für bislang unregulierte Grundstoffproduktion gelöst werden.

Für Biokraftstoffe werden wenige Ackerflächen genutzt

Beim Komplex Nahrungsmittelversorgung und Lebensmittelpreise spielen viele Faktoren eine Rolle, z.B. weltweit zunehmender Fleischkonsum oder die Verschlechterung der Nahrungsmittelversorgung durch Kriege. Auch wenn derzeit nur ein geringer Teil der Ackerflächen für Biokraftstoffe genutzt wird, ist die Bewertung der Flächenkonkurrenz zwischen Anbau für Lebensmittel, Futtermittel, Rohstoffe für Kosmetika und für Energiepflanzen ein entscheidendes Kriterium. Biokraftstoffe dürfen keinen Engpass bei der Nahrungsmittelproduktion auslösen.

Nach Auskunft des Bundesverbandes der deutschen Bioethanolwirtschaft werden heute rund zwei Prozent der Ackerfläche in Deutschland für die Produktion des im Straßenverkehr genutztem Bioethanol verwendet. Zudem sind laut Angaben der UN-Ernährungsorganisation FAO weltweit noch große Flächen verfügbar, die ohne Nutzungskonkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion für Biokraftstoffe verwendet werden können.

Bioethanol ist eine sinnvolle Ergänzung

Vor allem seit der Einführung von E10 in Deutschland Anfang des Jahres 2011 wird die Nutzung von Biokraftstoffen und insbesondere Bioethanol kontrovers und oftmals auch sehr emotional diskutiert. Ein nüchterner Blick auf die Tatsachen belegt allerdings, dass Bioethanol in Deutschland eine sinnvolle Ergänzung zu den herkömmlichen Kraftstoffen darstellt.

Welche Pkw vertragen E10?

Ein großer Anteil der Benziner-Pkw im Bestand ist zwischenzeitlich für E10 geeignet. Entsprechende Hinweise sind auch in der Bedienungsanleitung des Fahrzeuges zu finden. Aber auch die Besitzer älterer Pkw-Modelle müssen Gewissheit haben, ob ihr Fahrzeug Ottokraftstoffe mit einem höheren Ethanolanteil ohne Schäden nutzen kann. Entscheidend hierfür sind die Angaben des jeweiligen Fahrzeugherstellers/-importeurs.

Entsprechende Informationen sind in der Regel auf den Internetseiten der Fahrzeughersteller und -importeure veröffentlicht. Darüber hinaus hat die Deutsche Automobil Treuhand GmbH, kurz DAT, die kostenlos abrufbare Broschüre E10-Verträglichkeit von Kraftfahrtzeugen* erstellt. Diese enthält eine Übersicht aller vorliegenden Verträglichkeitsangaben. Sollten Zweifel an der E10-Tauglichkeit bestehen bzw. sollte das Erstzulassungsdatum des Fahrzeugs nahe an den Grenzen des angegebenen Produktionszeitraums/Baujahrs liegen, empfiehlt der ADAC eine Beratung hinsichtlich der E10-Verträglichkeit beim Vertragshändler bzw. über Hersteller-Hotlines.

Welche Zweiräder können E10 tanken?

Auch Besitzer von Zweirädern (Motorräder, Roller, usw.) müssen sich informieren, ob ihr Modell für E10 geeignet ist. Die meisten Modelle im Bestand sind zwischenzeitlich für E10 geeignet. Entsprechende Hinweise lassen sich in der Bedienungsanleitung des Fahrzeuges finden.

Für ältere Modelle gilt analog zu Pkw: Die Freigaben einiger Hersteller sind auf den Internetseiten der Fahrzeughersteller/-importeure zu finden bzw. in der oben genannten DAT-Broschüre aufgelistet. Liegen keine Infos vor, ist eine Beratung hinsichtlich der E10-Verträglichkeit beim Vertragshändler bzw. Hersteller empfehlenswert.

E10 bei Re-Import-Fahrzeugen

Die meisten Modelle, die importiert werden, sind zwischenzeitlich für E10 geeignet. Entsprechende Hinweise sind in der Bedienungsanleitung des Fahrzeuges zu finden. Liegen keine Informationen vor, sollte man sich beim Hersteller nochmals rückversichern.

E10-tauglich: Keine Gefahr von Motorschäden

Bei Fahrzeugen, für die E10 vom Hersteller als Kraftstoff freigegeben ist, sind keine Schäden zu erwarten. Sollten trotz Freigabe dennoch Schäden auftreten, ist nach Ansicht des ADAC der Fahrzeughersteller für diese haftbar, wenn der Schaden auf die Betankung mit E10 zurückzuführen ist. Bis jetzt sind dem ADAC jedoch keine Schadensfälle bekannt, die auf eine Betankung mit E10 zurückzuführen sind.

Standheizungen vertragen E10 meist problemlos

Standheizungssysteme gibt es als Ausstattungsoption ab Werk oder als Zubehör zur Nachrüstung. Bei ab Werk eingebauten Systemen liegt die E10-Freigabe beim Fahrzeughersteller, weshalb hier eine individuelle Abfrage ratsam ist.

Die beiden führenden Hersteller von Standheizungen zur Nachrüstung – Webasto und Eberspächer – haben ihre Systeme mit E10-Kraftstoff geprüft. Webasto bestätigt die E10-Verträglichkeit für alle benzinbetriebenen Heizgeräte der Produktfamilien Thermo Top Z/E/C/P, die ab etwa 1997 eingeführt wurden, sowie für Thermo Top Evo. Alle Eberspächer-Benzinheizgeräte, Kraftstoffpumpen und Originalzubehöre zur Heizung sind bei bestimmungsgemäßen Einbau E10-verträglich.

Mehrverbrauch durch E10 ?

Der Verbrauch wird primär von zwei Eigenschaften des Kraftstoffs beeinflusst: Zum einen beträgt der Energiegehalt von Ethanol nur etwa zwei Drittel des Energiegehalts von Ottokraftstoff, zum anderen hat Ethanol bessere Verbrennungseigenschaften und erhöht die Oktanzahl. Unter Berücksichtigung des Heizwertes und der Dichte ergibt sich bei der Verwendung von E10 ein „theoretischer“ Mehrverbrauch von etwa einem Prozent. Aufgrund der verschiedenen Motor- und Regelungstechniken sind einheitliche Angaben über den Kraftstoffverbrauch bei der Zumischung von Ethanol jedoch nicht möglich.

Verbrauchsmessungen zur Einführung dieses Kraftstoffes auf dem ADAC Abgasprüfstand bestätigten diesen theoretischen Wert. So ergaben Vergleichsmessungen mit E10- und E5-Kraftstoffen (E10: 9,1 Vol.% Ethanol, E5: 4,9 Vol.% Ethanol) im Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ) einen Kraftstoffmehrverbrauch von 1,5 Prozent (4,85 l/100km zu 4,78 l/100 km) bei der Verwendung von E10. Als Testfahrzeug diente ein Opel Agila 1,2 l (69 kW, Euro 5). Die CO2-Emissionen wurden dagegen um 0,9 % (110,59 g/km zu 111,65 g/km) reduziert.

Zusätzlich zu dieser Reduktion ist zu berücksichtigen, dass das bei der Verbrennung von Ethanol frei werdende CO2 vorher von den Pflanzen aus der Atmosphäre entzogen wurden. Der CO2-Einsparungseffekt ist also größer, als am Auspuff gemessen.

Der Bundesverband der Bioethanolwirtschaft e.V. (BDBe) publizierte im April 2019 Ergebnisse von Messungen, die der ADAC in dessen Auftrag durchgeführt hat (siehe PDF unten). Hier zeigte sich bei fünf Testfahrzeugmodellen eine Verbrauchsdifferenz von plus 1,7 Prozent bis minus 2,21 Prozent.

Pressemitteilung des BDBe
PDF, 1.78 MB
PDF ansehen

Erheblich größere Abweichungen im Alltagsbetrieb nach oben und unten sind immer möglich, denn die größten Verbrauchsunterschiede sind nach ADAC Erfahrung auf unterschiedliche Fahrweise und auf äußere Einflüsse (Verkehrsfluss, Witterung, Streckenführung und Topographie, Außentemperatur usw.) zurückzuführen.

Nicht jedes Auto verträgt E10

E10 kann insbesondere bei hohem Druck und hohen Temperaturen unter Ethanolat-Bildung korrosiv auf Aluminium wirken. Besonders problematisch ist, dass der Korrosionsangriff bereits nach einer einmaligen Betankung mit E10 ausgelöst werden kann und dann nicht mehr aufzuhalten ist. Hierbei möglicherweise auftretende Leckagen im Kraftstoffsystem stellen zudem ein hohes Sicherheitsrisiko dar. Hinzu kommen Probleme durch die Lösungseigenschaften von Ethanol für anorganische Komponenten, wodurch das Risiko erhöhter Metallwerte im Kraftstoff gegeben ist.

Auch die Verträglichkeit von Dichtungsmaterialen und Schläuchen im Kraftstoffsystem kann problematisch sein. Deshalb sollten nur vom Hersteller freigegebene Modellreihen mit E10 betankt werden. Vor der Verwendung von speziellen Additiven, die im Zubehörhandel angeboten werden und die E10-Tauglichkeit auch bei nicht freigegebenen Modellen gewährleisten sollen, ist abzuraten.

Was tun bei Fehlbetankung?

Nur Ford und Mercedes Benz haben keine Vorbehalte gegen eine einmalige Fehlbetankung mit E10 – Nachtanken mit E5 genügt in diesem Fall. Für alle anderen Marken gilt weiterhin: Eine einzige irrtümliche Tankfüllung mit E10 kann zu ernsten, nachhaltigen Schäden führen.

Im Falle einer Fehlbetankung mit E10 sollten grundsätzlich die Hinweise des Fahrzeugherstellers beachtet werden. Nach Einschätzung des ADAC kann es jedoch ausreichen, unverzüglich den Tank mit einer ethanolarmen Kraftstoffsorte (am besten Super Plus) aufzufüllen, um damit wieder ein möglichst unkritisches Ethanol-Mischungsverhältnis zu erreichen. Wurde der Tank hingegen randvoll mit E10 aufgefüllt, ist das Abpumpen des Kraftstoffes – je nach Maßgabe des Fahrzeugherstellers – erforderlich.

Lagerstabilität von E10

Die Lagerstabilität von E10-Kraftstoffen unterscheidet sich grundsätzlich nicht von der bei E5-Kraftstoffen. Ethanol ist sehr alterungsstabil, sogar besser als fossiler Ottokraftstoff. Die Problematik ist, dass sich unter gewissen Umständen Ethanol und fossiler Kraftstoff entmischen können.

Wird zum Beispiel ein Fahrzeug mit nur halb vollem Tank über einen längeren Zeitpunkt nicht bewegt (Einmotten im Winter), wird bei steigender Temperatur des Tanks die warme Luft über die Tankbelüftung herausgedrückt und bei sinkenden Temperaturen feuchte Luft wieder angesaugt. Da Ethanol hygroskopisch ist, bindet es das Wasser.

Erreicht der Wassergehalt des Ethanols im Kraftstoff einen bestimmten (temperaturabhängigen) Wert, fällt Ethanol zusammen mit dem Wasser aus dem Kraftstoff aus und bildet am Boden eine Wasser-Alkohol-Phase, die sehr korrosiv ist. E10 ist in diesem Zusammenhang aber unkritischer als E5, da E10 mehr Ethanol enthält und somit auch mehr Wasser aufnehmen kann, bevor es mit diesem zusammen ausfällt.

Vermeiden lässt sich dies durch eine konstante Umgebungstemperatur (ist in der Praxis jedoch kaum realisierbar) bzw. in dem man verhindert, dass über die Tankatmung (Belüftung) große Luftmengen bewegt werden. Daher sollte man den Tank bei einer längeren Nichtnutzung des Fahrzeuges stets voll füllen.

E10 für Rasenmäher & Co.

Ob Zweitakt- oder Viertaktmotor: Grundsätzliche Aussagen zur E10-Tauglichkeit von Arbeitsgeräten wie Rasenmähern, Bootsmotoren oder Stromgeneratoren sind nicht möglich. Ohne konkrete Freigabe des Motoren- oder Geräteherstellers sollte keinesfalls E10 Kraftstoff benutzt werden. Im Zweifelsfall ist ein Kraftstoff mit niedrigem Ethanolgehalt – etwa Super E5 oder Super Plus E5 – ratsam.

E10 und E5 abwechselnd tanken

Fahrzeuge, die E10-tauglich sind, können abwechselnd oder auch als Mischung von E10- und E5-Kraftstoff betankt werden. Das ist ohne Risiko, hier sind keine Fahrzeugschäden zu erwarten.

Nur Flexible Fuel Vehicles vertragen E85

Nichts zu tun hat das Thema E10 mit anderen Ethanol-Mischungen, wie etwa E85 (Ottokraftstoff mit einem maximalen Anteil von 85 Prozent Ethanol). E85 ist nur für so genannte „Flexible Fuel Vehicles“ (FFV) vorgesehen, die speziell dafür ausgelegt wurden, über entsprechende Tanksäulen versorgt werden und anhand ihrer Modellbezeichnung erkennbar sind.

E10 an der Tankstelle

Um Fehlbetankungen von E10-unverträglichen Fahrzeugen zu vermeiden, ist eine eindeutige und auffällige Kennzeichnung von E10 sowohl unmittelbar an der Zapfsäule als auch an der Ausschilderung der Preise notwendig: Zapfsäulen für Super E10 müssen mit der Bezeichnung Super E10 sowie dem Kreis-Symbol mit E10 im Mittelpunkt gekennzeichnet werden.

Darüber hinaus sind die Kraftstoffnorm (DIN EN 228) und die Oktanzahl (ROZ95) anzugeben und die Hinweise "Enthält bis zu 10 % Bioethanol“ sowie "Verträgt Ihr Fahrzeug E10? Herstellerinformation einholen! Im Zweifel Super oder Super Plus tanken!“ enthalten sein. Die Super E10-Zapfpistolen sind mit dem Kreis-Symbol mit E10 im Mittelpunkt zu kennzeichnen.

Trotz E10: E5-Sprit bleibt im Angebot

In Deutschland sind die Kraftstoffanbieter verpflichtet, an allen Tankstellen, die Super E10 anbieten, auch Super E5 weiterhin vorzuhalten – und zwar zeitlich unbefristet. Ausnahmeregelungen sind nur für sehr kleine Tankstellen vorgesehen. Diese Pflicht könnte nur durch eine Änderung der Verordnung zurückgenommen werden. Bestrebungen, die Bestandschutzregelung abzuschaffen, gibt es seitens der Bundesregierung derzeit nicht. Damit geht Deutschland über die EU-Vorgaben hinaus: Die EU verlangte nur ein verpflichtendes Anbieten bis 2013.

E10 im europäischen Ausland

Auch in europäischen Nachbarländern ist E10 erhältlich. Beim Tanken sollte darauf geachtet werden, dass der Kraftstoff die europäische Norm EN 228 für Ottokraftstoffe erfüllt. Diese beinhaltet auch einheitliche Qualitätsanforderungen für E10-Kraftstoffe.

Um Fehlbetankungen zu vermeiden, wurde mit der Richtlinie 2014/94/EU eine EU-weit gleichartige Kraftstoff-Kennzeichnung in der Bedienungsanleitung und auf dem Tankdeckel der Autos sowie an der Zapfsäule und Zapfpistole der Tankstelle eingeführt.

Die Einzelheiten der Kennzeichnung wurden hierfür in der Norm DIN EN 16942 festgeschrieben. Die Norm unterscheidet zwischen Benzin, Diesel und gasförmigen Kraftstoffen. Jeder der drei Kraftstoffarten ist eine geometrische Form zugeordnet: Benzin ein Kreis, Diesel ein Quadrat und gasförmigen Kraftstoffen eine 90-Grad-Raute. Die Wort-/Bildmarke im Zentrum der Form zeigt die Sorte an. Wenn die Symbole an der Zapfsäule mit denen im Fahrzeug identisch sind, kann der Fahrer bedenkenlos tanken.

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