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Klage gegen VW: Neue Gespräche mit Verbraucherschützern

VW Zentrale in Wolfsburg
Musterfeststellungsklage: Weiter Wirbel um den Wolfsburger Autobauer ∙ © imago images/Schöning

Vorsichtige Annäherung zwischen Volkswagen und dem Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv): Nach tagelangem Streit und dem Scheitern ihrer Gespräche über einen Vergleich für Dieselkunden verhandeln Volkswagen und Verbraucherschützer jetzt wieder.

Das Oberlandesgericht (OLG) Braunschweig teilte mit, beide Seiten hätten sich dazu entschlossen, einen neuen Anlauf zu einer Einigung zu nehmen. Am OLG liegt bereits die Musterfeststellungsklage, in der es um Ansprüche von mehr als 400.000 Dieselfahrern gegen VW wegen zu hoher Abgaswerte ihrer Fahrzeuge geht.

Zuletzt hatten VW und vzbv ihre zunächst außergerichtlich geführten Beratungen über einen Vergleich abgebrochen und sich dafür gegenseitig die Schuld gegeben. Wie der VW-Konzern mitteilte, sei die Höhe der Honorarforderungen der Anwälte des Bundesverbands der Verbraucherzentralen der Grund für das Scheitern gewesen. vzbv-Chef Klaus Müller erklärte dagegen, die Gespräche seien geplatzt, weil VW kein transparentes, vertrauenswürdiges und für die Verbraucher sicheres System der Abwicklung vorgesehen habe.

VW und vzbv sind zu Schlichtungsgesprächen bereit

Volkswagen kündigte nach dem Scheitern an, den am Musterfeststellungsverfahren Beteiligten ein Angebot zu machen. Dessen Gesamtsumme gab VW mit rund 830 Millionen Euro an. Die Entschädigung hätte sich nach Kaufdatum (2008 bis 2015) sowie neun verschiedenen Fahrzeugklassen gestaffelt. Je nach Einzelfall wären zwischen 1350 und 6257 Euro gezahlt worden.

Nun wollen die Streitparteien auf Anraten des Gerichts vor einem sogenannten Güterichter wieder miteinander reden, hieß es. Dieser soll die Gespräche als eine Art Schlichter moderieren. Einen Termin für die Güteverhandlung gab es zunächst nicht – ebenso nicht für die erwarteten Folgeverhandlungen zur Musterklage, die parallel am OLG weiterläuft.

Mit Material von dpa.