Heizen mit Klimaanlage: Wann es sich lohnt und was es kostet

• Lesezeit: 11 Min.

Von André Gieße

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Ein Mann auf einer Couch, bedient Klimaanlage in seinem Wohnzimmer
Klimaanlagen mit einem umkehrbaren Kältemittelkreislauf können nicht nur kühlen, sondern auch heizen© iStock.com/AndreyPopov

Bestimmte Klimaanlagen kann man als Heizung verwenden. Doch ist das Heizen mit der Klimaanlage auf Dauer auch wirtschaftlich?

  • Klimaanlagen können heizen, indem sie ihre Kühlfunktion umkehren

  • Vorteil: Im Frühling und Herbst eine gute Alternative zur Zentralheizung

  • Nachteile: Hoher Stromverbrauch, Luftstrom und Geräusche

Viele Klimaanlagen können nicht nur kühlen, sondern auch heizen. Technisch handelt es sich dabei um Luft-Luft-Wärmepumpen: Sie entziehen der Außenluft durch ein Außengerät mit Ventilatoren Wärme und geben diese nach einem umkehrbaren Kältemittelkreislauf über ein Innengerät an die Raumluft ab. Das funktioniert bei wintertauglichen Modellen auch bei Minusgraden.

Ob sich das Heizen mit einer Klimaanlage lohnt, hängt jedoch stark vom Gebäude und von der Nutzung ab. Besonders effizient arbeitet die Technik in gut gedämmten Häusern, einzelnen Räumen und offenen Wohnbereichen. Bei vielen kleinen Zimmern, schlechter Dämmung oder einer zu knapp ausgelegten Anlage kann der Stromverbrauch dagegen deutlich steigen.

Welche Klimaanlage kann auch heizen?

Zum Heizen ist eine Klimaanlage mit reversiblem Kältemittelkreislauf erforderlich. Diese Geräte können ihren Kreislauf mit Kältemittel, Verdichter, Verflüssiger und Verdampfer umkehren und dadurch wahlweise Wärme aus dem Haus nach draußen oder von draußen ins Haus transportieren.

Ob eine vorhandene Klimaanlage heizen kann, steht in der Bedienungsanleitung oder auf dem Energielabel. Häufig ist der Heizmodus durch ein Sonnensymbol gekennzeichnet. Ein ausschließlich für die Kühlung gebautes Gerät lässt sich in der Regel nicht mit vertretbarem Aufwand nachträglich zur Heizung umrüsten. Meist müsste es durch ein reversibles Splitgerät ersetzt werden.

Mobile Monoblock-Geräte sind für das regelmäßige Heizen weniger geeignet. Bei ihnen entstehen durch Abluftschläuche und geöffnete bzw. provisorisch abgedichtete Fenster zusätzliche Wärmeverluste. Fest installierte Split-Klimageräte arbeiten deutlich effizienter.

Split-GeräteMonoblocksZentrale Klimaanlagen

Sie bestehen aus einem Außen- und einem Innengerät. Es gibt Innengeräte zur Montage an Wänden oder Decken sowie Standgeräte. Multi-Split-Klimaanlagen verbinden mehrere Innengeräte mit einem Außengerät.

Sie leiten die Abluft oft über einen Schlauch nach draußen. Entweder ist das Fenster dafür entsprechend abgedichtet oder halb geöffnet. Sie sind im Heizbetrieb weniger effizient, da sie vergleichsweise viel Energie verbrauchen.

Sie sind fest im Gebäude verbaut und verteilen Luft von einem zentralen Gerät aus über ein Lüftungssystem in die einzelnen Räume. Ob zentrale Anlagen auch heizen können, hängt vom jeweiligen Typ ab.

Wie funktioniert eine Klimaanlage zum Heizen?

Beim Heizen arbeitet eine Split-Klimaanlage nach dem Prinzip einer Wärmepumpe:

1. Das Außengerät nimmt Wärme aus der Außenluft auf.

2. Ein Kältemittel transportiert diese Energie zum Verdichter.

3. Der Verdichter erhöht Druck und Temperatur des Kältemittels.

4. Das Innengerät überträgt die Wärme auf die Raumluft.

5. Ein Ventilator verteilt die erwärmte Luft im Raum.

Die Klimaanlage benötigt dafür Strom. Sie wandelt diesen aber nicht wie ein Heizlüfter unmittelbar in Wärme um, sondern nutzt ihn hauptsächlich zum Transport der Umweltwärme. Ein Gerät mit der Leistungszahl 4 liefert unter den jeweiligen Betriebsbedingungen aus 1 Kilowattstunde Strom ungefähr 4 Kilowattstunden Wärme.

Bei einer elektrischen Direktheizung entsteht aus 1 Kilowattstunde Strom dagegen nur ungefähr 1 Kilowattstunde Wärme.

Was bedeuten COP, SCOP und Jahresarbeitszahl?

Für die Effizienz einer Klimaanlage sind vor allem drei Kennzahlen wichtig:

  • COP gibt das Verhältnis zwischen erzeugter Wärme und eingesetztem Strom bei einem bestimmten Betriebspunkt an. Der Wert gilt nur für festgelegte Bedingungen, beispielsweise eine bestimmte Außentemperatur.

  • SCOP bildet verschiedene Außentemperaturen und Betriebszustände über eine normierte Heizperiode ab. Er eignet sich besser zum Vergleich verschiedener Geräte.

  • Die Jahresarbeitszahl zeigt das Verhältnis zwischen abgegebener Wärme und verbrauchtem Strom im tatsächlichen Betrieb über ein Jahr.

Ein SCOP von 4 bedeutet vereinfacht, dass das Gerät unter den zugrunde gelegten Normbedingungen im saisonalen Durchschnitt etwa 4 Kilowattstunden Wärme je Kilowattstunde Strom bereitstellt. Der tatsächliche Wert im Gebäude kann davon abweichen. Einfluss haben unter anderem Außentemperatur, Dämmung, Raumaufteilung, gewünschte Temperatur, Dimensionierung und Nutzerverhalten.

Der SCOP sollte deshalb nicht als garantierter Praxiswert verstanden werden. Für den Gerätevergleich ist er dennoch aussagekräftiger als ein einzelner COP-Wert.

Wann lohnt sich das Heizen mit Klimaanlage?

Eine Klimaanlage mit Heizfunktion kann sich vor allem lohnen, wenn sie gezielt in geeigneten Räumen eingesetzt wird und zugleich im Sommer zur Kühlung dienen soll.

Besonders geeignet

  • für einzelne, regelmäßig genutzte Räume

  • für offene Wohnbereiche

  • für gut gedämmte Häuser

  • für Anbauten, Dachgeschosse oder ausgebaute Kellerräume

  • für Ferienhäuser und zeitweise genutzte Gebäude

  • für das Homeoffice

  • als Zusatzheizung im Frühjahr und Herbst

  • als Ergänzung zu einer bestehenden Heizung

  • für Räume ohne wassergeführtes Heizsystem

Ein Vorteil ist die schnelle Wärmeabgabe. Anders als eine Fußbodenheizung oder ein Heizkörper muss das Gerät nicht erst größere Bauteile oder Wassermengen erwärmen. Die warme Luft steht nach kurzer Zeit zur Verfügung.

Nur bedingt geeignet

  • für unsanierte Gebäude mit hoher Heizlast

  • für Häuser mit vielen kleinen und geschlossenen Zimmern

  • wenn ein einzelnes Innengerät mehrere weit entfernte Räume beheizen soll

  • wenn Zugluft oder Ventilatorgeräusche als störend empfunden werden

  • wenn keine geeignete Fläche für das Außengerät vorhanden ist

  • wenn gleichzeitig Warmwasser erzeugt werden soll

  • wenn überwiegend bei sehr niedrigen Außentemperaturen geheizt werden muss

Da das Innengerät die Wärme über Luft verteilt, gelangt sie nur begrenzt durch Türen und Flure in benachbarte Räume. Für mehrere geschlossene Zimmer werden deshalb meist mehrere Innengeräte oder ein Multi-Split-System benötigt.

Kann eine Klimaanlage die Heizung ersetzen?

Eine entsprechend geplante Split-Klimaanlage kann in geeigneten Gebäuden einen großen Teil des Heizbedarfs oder sogar die gesamte Raumheizung übernehmen. Das gilt vor allem für gut gedämmte Häuser mit niedrigem Wärmebedarf und einer geeigneten Raumaufteilung.

Ob das im Einzelfall funktioniert, sollte anhand einer Heizlastberechnung geprüft werden. Dabei ist nicht nur die nominelle Heizleistung des Geräts entscheidend. Wichtig ist vor allem, welche Heizleistung es bei niedrigen Außentemperaturen noch erreicht. Ein für 5 Kilowatt ausgewiesenes Gerät liefert diese Leistung nicht zwangsläufig auch bei minus 10 Grad. Maßgeblich sind deshalb die Leistungsdaten des Herstellers für unterschiedliche Außentemperaturen.

Außerdem zu beachten: Eine übliche Split-Klimaanlage erwärmt nur die Raumluft. Für Dusche, Bad und Küche ist weiterhin ein separates System zur Warmwasserbereitung nötig, beispielsweise eine zentrale Heizung, ein elektrischer Speicher oder eine Brauchwasser-Wärmepumpe.

Funktioniert das Heizen mit Klimaanlage bei Minusgraden?

Wintertaugliche Split-Klimaanlagen können auch bei Temperaturen unter 0 Grad heizen. Je nach Modell reicht der zulässige Betriebsbereich bis minus 15, minus 20 Grad oder noch darunter. Die technische Untergrenze allein sagt allerdings wenig über die Wirtschaftlichkeit aus.

Mit sinkender Außentemperatur muss das Gerät mehr arbeiten, um der Außenluft Wärme zu entziehen. Dadurch ist es möglich, dass:

  • die Effizienz sinkt

  • der Stromverbrauch steigt

  • die verfügbare Heizleistung abnimmt

  • Betriebsgeräusche zunehmen

  • Abtauvorgänge häufiger werden

Was kostet Heizen mit Klimaanlage?

Eine Klimaanlage mit Heizfunktion kostet einschließlich Montage zwischen 1500 und 3500 Euro für ein Mono-Split-Gerät und etwa 3500 bis 7000 Euro für ein Multi-Split-Gerät mit zwei oder drei Inneneinheiten. Größere Systeme für ein ganzes Haus können deutlich teurer sein. Die Kosten hängen von der Leistung, der Gerätequalität, der Zahl der Innengeräte, den Leitungswegen und dem Montageaufwand ab.

Sehr günstige Gerätepreise sind häufig nicht mit den Gesamtkosten vergleichbar. Montage, Inbetriebnahme, Wanddurchbruch, Halterungen und Elektroanschluss können separat berechnet werden. Vor der Beauftragung sollten deshalb mehrere Angebote mit identischem Leistungsumfang eingeholt werden. Zusätzliche Kosten können entstehen für:

  • lange Kältemittelleitungen

  • mehrere Wanddurchbrüche

  • Elektroarbeiten

  • Kondensatpumpen

  • Gerüst oder Hebebühne

  • aufwendige Leitungsverkleidungen

  • besonderen Schall- oder Vibrationsschutz

  • schwer zugängliche Montageorte

  • zusätzliche Innengeräte

Viele Hersteller empfehlen einmal im Jahr eine fachmännische Wartung, damit die stationäre Klimaanlage optimal läuft. Die Wartungskosten schlagen mit etwa 100 bis 200 Euro zu Buche.

Wie hoch sind Stromverbrauch und Heizkosten bei Klimaanlagen?

Während das Kühlen im Sommer verhältnismäßig wenig Energie benötigt, ist der Heizbedarf im Winter deutlich höher, er kann aber durch die Effizienz moderner Split-Geräte abgefedert werden. Nach dem Aufheizen reduziert eine intelligente Leistungsregelung meistens den Stromverbrauch. Die laufenden Stromkosten beim Heizen mit Klimaanlage ergeben sich aus diesen Faktoren:

  • Nennleistung des Klimageräts

  • Wirkungsgrad der Energieumwandlung

  • individuelle Nutzungsdauer

  • vertraglich vereinbarter Strompreis

  • Größe und Fläche des Raumes

  • gewünschte Innentemperatur

  • Wärmedämmung des Hauses

  • aktuelle Außentemperaturen

Typisch sind beim Heizen mit Klimaanlage derzeit Betriebskosten von 50 Cent bis 3 Euro pro Tag.

Eine Beispielrechnung

Bei einer mittleren Heizleistung von 2,5 Kilowatt benötigt eine fest montierte Split-Klimaanlage mit guter Energieeffizienz in einem Raum durchschnittlich 0,8 Kilowatt Strom. Ausgehend von einem Strompreis von 30 Cent pro Kilowattstunde und einer Betriebszeit von 10 Stunden pro Tag entstehen somit tägliche Kosten von 2,40 Euro.

Der Rechenweg lautet: 0,8 kW x 10 h x 0,3 €/kWh = 2,40 €

Bei gleichbleibender Temperierung und Nutzung entspräche das rund 72 Euro im Monat. Für zwei Räume, je mit einer eigenen Inneneinheit beheizt, würden sich die Betriebskosten auf monatlich bis zu 144 Euro belaufen. Die Beispielrechnung gilt für die kühle Jahreszeit mit kontinuierlichem Heizbedarf. Sie kann je nach Nutzung auch niedriger ausfallen.

Vorteile und Nachteile des Heizens mit Klimaanlage

Vorteile

  • Räume werden innerhalb kurzer Zeit warm

  • deutlich effizienter als Heizlüfter und andere Direktstromheizungen

  • kann im Sommer auch kühlen

  • kein wassergeführtes Heizsystem erforderlich

  • im Vergleich zu anderen Heizsystemen geringer Installationsaufwand für einzelne Räume

  • individuelle Temperaturregelung je Innengerät möglich

  • kann bei passenden Gebäuden auch als Hauptheizung dienen

  • Filter können Staub und je nach Ausstattung einen Teil der Pollen zurückhalten

Nachteile

  • Effizienz und Heizleistung können bei starkem Frost sinken

  • Luftstrom kann als Zugluft empfunden werden

  • Innen- und Außengerät erzeugen Geräusche

  • für mehrere geschlossene Räume sind meist mehrere Innengeräte nötig

  • regelmäßige Filterreinigung erforderlich

  • Außengerät und Wanddurchbruch notwendig

  • Installation durch einen qualifizierten Fachbetrieb erforderlich

  • Kältemittel können bei Leckagen das Klima belasten

  • in Mehrfamilienhäusern oder Mietobjekten ist eine Zustimmung erforderlich

  • keine Warmwasserbereitung

Gibt es eine Förderung für Klimaanlagen mit Heizfunktion?

Klimaanlagen, die nur kühlen, oder mobile Monoblock-Geräte erhalten keinerlei Förderung. Da der Staat nur das Heizen mit erneuerbaren Energien mit bis zu 80 Prozent (max. 22.400 Euro) bezuschusst, werden fest installierte Split-Klimaanlagen als Luft-Luft-Wärmepumpen über die staatliche KfW-Heizungsförderung gefördert. Das Gerät muss primär für den Heizbetrieb ausgelegt sein und im versorgten Bereich mindestens 65 Prozent der Wärme regenerativ erzeugen.

Voraussetzung ist unter anderem, dass die jeweilige Anlage die technischen Anforderungen des Förderprogramms erfüllt (z.B. Energieeffizienzklasse A++ oder A+++ bei Geräten bis 12 kW sowie Anforderungen an die Lautstärke) und auf der Liste der förderfähigen Wärmepumpen steht. Eine Klimaanlage wird nicht allein deshalb gefördert, weil sie auch einen Heizmodus besitzt.

Wichtig ist außerdem, den Antrag für das KfW-Programm 458 rechtzeitig und gemäß den jeweils gültigen Förderbedingungen zu stellen. Die Förderregeln wurden im Juli 2026 geändert und können sich für Wärmepumpen im ersten Quartal 2027 erneut ändern. Vor einer Beauftragung sollten die aktuelle Förderrichtlinie, die Geräteliste und die Antragsbedingungen bei der KfW geprüft werden.

Worauf sollte man bei einer Klimaanlage achten?

Die Klimaanlage sollte nicht allein nach der Raumgröße ausgewählt werden. Entscheidend sind Wärmebedarf, Dämmzustand, Fensterflächen, Raumhöhe, Lage des Raumes und gewünschte Nutzung. Die folgenden Auswahlkriterien sind dabei wichtig:

Heizleistung bei niedrigen Temperaturen

Neben der Nennleistung sollte der Fachbetrieb prüfen, welche Leistung das Gerät bei Frost tatsächlich bereitstellt. Das ist besonders wichtig, wenn die Klimaanlage die Hauptheizung ersetzen soll.

SCOP und Energielabel

Ein hoher SCOP deutet auf eine gute saisonale Effizienz hin. Für Deutschland ist auf dem Energielabel grundsätzlich die mittlere Klimazone relevant. Der tatsächliche Verbrauch kann trotzdem von der Kennzeichnung abweichen.

Invertertechnik

Invertergeräte passen die Leistung stufenlos an. Ist die gewünschte Raumtemperatur erreicht, reduzieren sie die Leistung, anstatt das Gerät ständig vollständig ein- und auszuschalten. Das verbessert Komfort und Effizienz.

Geräuschpegel

Auf dem Energielabel sind Schallleistungswerte für Innen- und Außengerät angegeben. Im Schlafzimmer ist zusätzlich die Lautstärke der niedrigsten Lüfterstufe wichtig. Beim Außengerät kommt es nicht nur auf den Datenblattwert, sondern auch auf den Standort an. Harte Flächen, Mauerecken und enge Durchgänge können Geräusche reflektieren und verstärken.

Zahl und Position der Innengeräte

Ein Innengerät beheizt vor allem den Raum, in dem es installiert ist. Für mehrere geschlossene Räume kann ein Multi-Split-System sinnvoll sein. Allerdings sollte geprüft werden, ob mehrere einzelne Mono-Split-Anlagen im Teillastbetrieb effizienter oder flexibler wären.

Luftführung

Die warme Luft sollte sich möglichst gleichmäßig im Raum verteilen können. Das Gerät sollte nicht direkt auf das Sofa, den Schreibtisch oder das Bett blasen. Bei hohen Räumen kann sich warme Luft unter der Decke sammeln.

Kältemittel

Das eingesetzte Kältemittel sollte einen möglichst niedrigen GWP-Wert besitzen. GWP steht für "Global Warming Potential" und beschreibt die Klimawirkung im Vergleich zu Kohlendioxid. Das Umweltbundesamt nennt beispielsweise für R410A einen GWP-Wert von 2088 und für R32 einen Wert von 675. Natürliche Kältemittel besitzen gewöhnlich ein wesentlich geringeres Treibhauspotenzial, stellen aber je nach Stoff besondere Anforderungen an Konstruktion und Sicherheit.

FAQ: Weitere Fragen zum Heizen mit Klimaanlage

Was ist die beste Klimaanlage zum Heizen?

Am besten zum Heizen eignet sich eine fest installierte Split-Klimaanlage mit Invertertechnik und hohem SCOP. Entscheidend ist, dass ihre Heizleistung zum Wärmebedarf des Raums passt und sie auch bei Minusgraden effizient arbeitet. Ein Fachbetrieb sollte deshalb vor dem Kauf die notwendige Leistung ermitteln.

Ist Heizen mit Klimaanlage günstiger als mit Gas?

Das hängt vom Strompreis, dem Gaspreis und der tatsächlich erreichten Arbeitszahl ab. Bei 30 Cent Strompreis und einer Arbeitszahl von 4 kostet eine Kilowattstunde Wärme rechnerisch etwa 7,5 Cent. Hinzu kommen Anschaffungs-, Wartungs- und gegebenenfalls Kosten für eine separate Warmwasserbereitung.

Kann eine Klimaanlage ein ganzes Haus heizen?

Das ist möglich, wenn Gebäude, Heizlast, Grundriss und Zahl der Innengeräte dazu passen. Ein einzelnes Innengerät reicht für mehrere geschlossene Räume gewöhnlich nicht aus.

Wie hoch sollte man die Klimaanlage beim Heizen einstellen?

Für Wohnräume reichen häufig etwa 20 bis 21 Grad. Höhere Solltemperaturen erhöhen den Stromverbrauch. Entscheidend ist außerdem, den Luftstrom so auszurichten, dass sich die warme Luft gut im Raum verteilt.

Produziert eine Klimaanlage auch Warmwasser?

Eine übliche Split-Klimaanlage erwärmt nur die Raumluft. Für Trinkwarmwasser ist ein separates System erforderlich.

Darf ich eine Split-Klimaanlage selbst montieren?

Das Innengerät und das Außengerät sind über einen Kältemittelkreislauf verbunden. Installation und Inbetriebnahme müssen deshalb durch einen entsprechend qualifizierten Fachbetrieb erfolgen.

Wie laut ist eine Klimaanlage beim Heizen?

Das hängt vom Modell und von der Betriebsstufe ab. Innen können Ventilator und Luftstrom hörbar sein. Beim Außengerät entstehen zusätzlich Geräusche und Vibrationen, die durch einen ungünstigen Standort verstärkt werden können.