Die günstigsten Kleinstwagen im ADAC Autokosten-Check

Von links nach rechts: Smart fortwo EQ, Renault Twingo, Fiat Panda
Von links nach rechts: Smart fortwo EQ, Renault Twingo, Fiat Panda© Smart, Renault, Fiat[M]

Auch bei Kleinstwagen wie Smart Fortwo, Renault Twingo oder Fiat Panda gilt: Wer beim Autokauf nur auf Preis und Verbrauch achtet, vergisst viele andere Kosten – zum Beispiel den Wertverlust. Die Gesamtrechnung zeigt, welche Kleinstwagen wirklich günstig sind.

Regelmäßig berechnet der ADAC die Kosten der unterschiedlichsten Neuwagen. Für Autokäufer sind diese Informationen eine wichtige Hilfe bei der Entscheidung für oder gegen ein Modell. Denn nicht nur der Anschaffungspreis, sondern auch der Wertverlust und die Ausgaben für den Kraftstoff belasten den Geldbeutel. Auch Motorölwechsel und Autowäsche schlagen zu Buche. Hinzu kommen Versicherung, Werkstatt- und Reifenkosten.

Bei diesen durchschnittlichen Berechnungen gehen die Experten des ADAC davon aus, dass das neue Auto fünf Jahre gefahren wird und in dieser Zeit 75.000 Kilometer zurücklegt. Das entspricht einer jährlichen Laufleistung von 15.000 Kilometern.

Sieger im Kleinstwagen-Autokostenvergleich ist der Smart Fortwo EQ. Zumindest jetzt noch: 2023 wird der kleine Stadtflitzer auslaufen. Ein Nachfolger ist nicht in Sicht. Zwei weitere Elektroautos finden sich im Ranking der Kleinstwagen mit den günstigsten Gesamtkosten: Der e.GO e.wave X als Nachfolger des e.GO Life und der elektrische VW Up. Auch seine Tage sind gezählt. 2023 wird wohl das letzte Jahr für den VW e-Up werden. Dass die Klasse immer weniger Modelle aufweist, zeigt die Liste mit nur neun Fahrzeugen. Für eine Top Ten reicht es deshalb nicht mehr.

Die Tabellenwerte werden zweimal im Jahr aktualisiert. In der Zwischenzeit können sich Veränderungen ergeben. Bei Elektroautos fließt die Förderung von bis zu 6750 Euro in die Berechnung mit ein, bei Verbrennern wurde dagegen der jeweilige Listenpreis zugrunde gelegt. Mit einem individuell ausgehandelten Nachlass bei Autos mit Verbrennungsmotor können diese noch besser abschneiden.

So wurden die Autokosten berechnet

In die Top Ten wurde das günstigste Modell der jeweiligen Baureihe aufgenommen. Bei manchen Modellen beruhen die Werkstattkosten auf Erfahrungswerten.

Die Berechnung erfolgt grundsätzlich nach dem WLTP-Zyklus. Im Kostenvergleich wurden berücksichtigt: Wertverlust ohne Zinsen, Aufwand für Ölwechsel, Inspektionen sowie Verschleißteile und Kosten für Reifenersatz. Kraftstoff- und Ölnachfüllkosten (Herstellerangaben) sowie die aktuellen Kraftstoffpreise. Haftpflicht- und Vollkaskoversicherung mit 50 Prozent (Standardtarif ADAC Autoversicherung ohne Zusatzrabatte), aktuelle Kfz-Steuer (jeweils zum Zeitpunkt der Aktualisierung).

Jochen Wieler
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