Top Ten: Die günstigsten Kleinstwagen im ADAC Autokosten-Check

Von links nach rechts: Smart fortwo EQ, Renault Twingo Electric, Fiat Panda
Von links nach rechts: Smart fortwo EQ, Renault Twingo Electric, Fiat Panda© Smart, Renault, Fiat[M]

Auch bei Kleinstwagen wie Smart Fortwo, Renault Twingo oder Fiat Panda gilt: Wer beim Autokauf nur auf Preis und Verbrauch achtet, vergisst viele andere Kostentreiber – zum Beispiel den Wertverlust. Die günstigsten Kleinstwagen in der Gesamtkostenrechnung.

Regelmäßig berechnet der ADAC die Kosten der unterschiedlichsten Autos. Für Kaufinteressenten sind diese Informationen eine wichtige Hilfe bei der Entscheidung für oder gegen ein Modell. Denn nicht nur der Anschaffungspreis, sondern auch der Wertverlust und die Ausgaben für den Kraftstoff belasten den Geldbeutel. Auch Motorölwechsel und Autowäsche schlagen zu Buche. Hinzu kommen Versicherung und Werkstatt- sowie Reifenkosten.

Bei diesen durchschnittlichen Berechnungen gehen die Experten des Clubs davon aus, dass das neue Auto fünf Jahre gefahren wird und in dieser Zeit 75.000 Kilometer zurücklegt. Das entspricht einer jährlichen Laufleistung von 15.000 Kilometern.

Sieger im Kleinstwagen-Autokostenvergleich ist der Smart Fortwo EQ. Auf den ersten Blick ist er zwar teuer, doch die aktuelle Elektroautoförderung vermindert den Listenpreis um 9000 Euro und hievt den kleinen Elektrowagen auf Platz eins. Die hohe Kaufprämie für Elektroautos ist auch der Grund, warum sich immer mehr Stromer in den Top Ten wiederfinden. Der Renault Twingo Electric etwa und der neue elektrische Fiat 500. Auch rar gewordene Autogas- und Erdgasmodelle wie der Fiat Panda und der VW eco up! sind empfehlenswerte Sparmodelle. Der deutlich gestiegene Spritpreis bei Verbrennern wirkt sich dagegen nur wenig auf die Gesamtkosten und damit auf das Ranking aus.

Zu beachten ist, dass die volle Förderprämie für E-Autos nur erhält, wer sein Auto bis spätestens 31.12.2022 zulässt (momentaner Stand). Bei den derzeit langen Lieferfristen kann es somit eng werden. Es empfiehlt sich, die Lieferzeiten im Vorfeld genau zu checken.

Die Werte werden zweimal im Jahr aktualisiert. In der Zwischenzeit können sich Veränderungen ergeben. Bei Elektroautos fließt die Förderung von bis zu 9000 Euro in die Berechnung mit ein, bei Verbrennern wurde dagegen der jeweilige Listenpreis zugrunde gelegt. Mit einem individuell ausgehandelten Nachlass bei Autos mit Verbrennungsmotor können diese besser abschneiden.

So wurden die Autokosten berechnet

In die Top Ten wurde das günstigste Modell der jeweiligen Baureihe aufgenommen. Bei manchen Modellen beruhen die Werkstattkosten auf Erfahrungswerten.

Die Berechnung erfolgt grundsätzlich nach dem WLTP-Zyklus. Im Kostenvergleich wurden berücksichtigt: Wertverlust ohne Zinsen, Aufwand für Ölwechsel, Inspektionen sowie Verschleißteile und Kosten für Reifenersatz. Kraftstoff- und Ölnachfüllkosten (Herstellerangaben) sowie die aktuellen Kraftstoffpreise. Haftpflicht- und Vollkaskoversicherung mit 50 Prozent (Standardtarif ADAC Autoversicherung ohne Zusatzrabatte), aktuelle KFZ-Steuer (jeweils zum Zeitpunkt der Aktualisierung).

ADAC Autokosten: Das sind die Berechnungsgrundlagen im Detail (PDF)

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