Mit dem Fahrzeug in den USA
Welche besonderen Verkehrsregeln muss ich in den USA beachten?
Welche Geschwindigkeitsbegrenzungen gelten in den USA für verschiedene Fahrzeugtypen?
Welche Vorschriften gibt es für Wohnmobile in den USA?
Welche Anforderungen und Empfehlungen gibt es bezüglich Führerschein, Fahrzeugpapieren und anderen Mitführpflichten in den USA?
Gibt es eine Kindersitzplicht in den USA und was sind die genauen Regelungen hierfür?
Wie hoch sind die Spritpreise in der USA?
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Tempolimits
Die Höchstgeschwindigkeit gilt unabhängig vom Fahrzeugtyp. In den Bundesstaaten gelten unterschiedliche Regelungen. Die Beschilderungen sind eindeutig und Verstöße werden streng geahndet.
| Innerorts12 | 25 mph |
| Außerorts3 | 55 mph |
Camping und Gespanne
| Übernachten außerhalb von Campingplätzen | für eine Nacht | für mehrere Nächte |
| auf Straßen und Parkplätzen1 | eingeschränkt erlaubt | eingeschränkt erlaubt |
| auf Privatgrund2 | erlaubt | erlaubt |
1 · Auf einigen Parkplätzen und "Rest Areas" ist das Übernachten möglich (Beschilderung beachten!). In Nationalparks, State Parks und Großstädten ist freies Campen verboten. In Nationalparks kann allerdings von den Rangern eine Erlaubnis zum Campen außerhalb der festgelegten Plätze erworben werden
2 · nur mit Erlaubnis des Grundstückbesitzers
Führerschein & Fahrzeugpapiere
Im Folgenden finden Sie alle relevanten Informationen darüber, welche Führerscheindokumente und Fahrzeugpapiere erforderlich sind, wenn Sie mit dem eigenen Fahrzeug einreisen.
Beim Mieten eines Fahrzeugs gelten stets die gesetzlichen Bestimmungen des Landes sowie die individuellen Mietbedingungen des Autovermieters. Es wird daher dringend empfohlen, sich vorab bei der Mietwagenfirma über die vollständigen Konditionen zu informieren. Das Mindestalter variiert je nach Bundesstaat und Anbieter. Es empfiehlt sich, bereits in Deutschland den Mietwagen zu buchen und die Gebühren einschließlich Versicherungen und Steuern zu bezahlen. Besonderes Augenmerk sollte dabei auf die Versicherungssumme und mögliche Selbstbeteiligungen gelegt werden. Viele Mietwagenunternehmen verbieten meist die Fahrt nach Mexiko sowie das Befahren unbefestigter Straßen.
Deutscher Führerschein: erforderlich
Internationaler Führerschein: empfohlen, nur in Verbindung mit deutschem Führerschein gültig
Der Umfang der Fahrberechtigung richtet sich nach den im deutschen Führerschein erteilten Führerscheinklassen . Deshalb darf das in der Fahrerlaubnis zulässige Gesamtgewicht nicht überschritten werden. Bei Verstößen drohen strafrechtliche Konsequenzen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und zivilrechtliche Konsequenzen durch Verlust des Versicherungsschutzes. Weitere Informationen zum Fahren in den USA.
Deutsche Zulassungsbescheinigung Teil I: erforderlich
Internationaler Fahrzeugschein: erforderlich, nur in Verbindung mit deutscher Zulassungsbescheinigung gültig
Haftpflichtversicherung des Reiselandes: erforderlich
Nationalitätenkennzeichen ("D-Schild"): erforderlich, außerhalb der EU muss am Heck des Fahrzeugs ein ovales, weißes D-Schild angebracht sein
In den USA besteht Versicherungspflicht, die deutsche Kfz-Haftpflichtversicherung wird nicht anerkannt. US-Versicherungen schließen in der Regel mit Touristen keine Policen ab. Deshalb sollten Sie sich noch vor der Verschiffung einen entsprechenden Versicherungsschutz abschließen. Vor allem Fahrer unter 25 Jahren bekommen entweder keine Kfz-Versicherung oder nur gegen Prämienaufschlag. Fahrer über 65 Jahren müssen oft ein Gesundheitsattest vorlegen.
Carnet de Passages: nicht erforderlich
Fahrzeuge dürfen maximal ein Jahr zoll- und steuerfrei eingeführt werden. Die US-Zollbehörde stellt für die vorübergehende zollfreie Einfuhr ein "Temporary Import Permit" aus, mit dem man sich unwiderruflich zur Wiederausfuhr des Fahrzeuges nach einem Jahr verpflichtet. Das Fahrzeug darf nicht in den USA verkauft oder zurückgelassen werden. Ausführliche Informationen finden Sie auf den Seiten US-Zollbehörde U.S. Customs and Border Protection .
Wichtige Verkehrsbestimmungen
Verkehrsregeln können in einzelnen Bundesstaaten voneinander abweichen; einige wichtige Vorschriften und Verhaltensregeln gelten landesweit. Urlauber sollten sich daher immer konkret zu den Gebieten informieren, in denen sie mit dem Auto unterwegs sind.
Die Promillegrenze beträgt 0,8.
Das Fahren unter Alkoholeinfluss ist generell verboten. In vielen Bundesstaaten werden 0,8 Promille als Grenzwert angenommen (für Fahranfänger und unter 21-Jährige gelten 0,0 Promille).
Angebrochene Alkoholika dürfen nur im Kofferraum transportiert werden, in Wohnmobilen nur außerhalb der Reichweite des Fahrers. Personen unter 21 Jahren dürfen generell keine Alkoholika mit sich führen.
Ampeln hängen über der Kreuzung oder stehen am Straßenrand dahinter.
In den meisten Bundesstaaten ist es erlaubt, nach vollständigem Stopp auch bei Rot rechts abzubiegen, wenn es nicht ausdrücklich untersagt ist ("no right turn on red").
Stoppschilder mit Zusatzschild "4-WAY" oder "All Way": Es muss generell gehalten werden, weiter gefahren wird in der Reihenfolge des Ankommens. Ist die Reihenfolge unklar, wird sich untereinander per Handzeichen abgestimmt.
Überholverbot besteht vor unübersichtlichen Stellen (Kuppen, Kurven usw.) sowie vor Kreuzungen.
In vielen Staaten darf auch rechts überholt werden, worauf man aber aus Sicherheitsgründen verzichten sollte.
An haltenden Schulbussen mit eingeschaltetem Warnblinklicht darf – auch in der Gegenrichtung – nicht vorbeigefahren werden.
Innerorts sind Park- und Halteverbote durch Bordsteinmarkierungen gekennzeichnet:
Rot: Absolutes Halteverbot
Gelb-Schwarz: Haltestelle für Notfahrzeuge bzw. Ladezone, max. 20 Minuten Zeit zum Be- oder Entladen. Der Fahrer muss in der Nähe des Autos bleiben.
Grün: Kurzparken nach Beschilderung
Weiß: Max. 5 Minuten während der Geschäftszeiten
Blau: Behindertenparkplatz
Bei Hydranten ist in einem Umkreis von 3 m das Parken verboten.
An Fernstraßen darf nicht am Straßenrand geparkt werden, es sei denn, dies ist durch entsprechende Parkstreifen-Markierungen ausdrücklich erlaubt.
Parkerleichterungen für Schwerbehinderte
Mit Ihrem deutschen Schwerbehindertenausweis (mit Rollstuhlfahrersymbol) können Sie Parkerleichterungen in den meisten Bundesstaaten in Anspruch nehmen. Es gibt für Fahrzeuge von Behinderten speziell beschilderte Parkplätze. Erkundigen Sie sich vor Ort bei der Polizei, ob der deutsche Schwerbehindertenausweis anerkannt wird.
In den meisten Bundesstaaten muss tagsüber ganzjährig mit Abblendlicht gefahren werden.
In den meisten Bundesstaaten ist das Telefonieren am Steuer nur unter Verwendung einer Freisprecheinrichtung erlaubt.
In allen US-Bundesstaaten gelten Kindersitzpflicht und alters- oder größen- bzw. gewichtsspezifische Regeln. Grundsätzlich müssen Kinder-Rückhalteeinrichtungen (child restraints) eine Typengenehmigung aufweisen.
Eine Übersicht über Kindersicherheit (Child Safety) mit Hinweisen auf die Vorschriften der einzelnen Bundesstaaten bietet 'Insurance Institute for Highway Safety, Highway Loss Data Institute '.
Es ist zu empfehlen, bei den Autovermietungen unter Angabe von Alter, Größe und Gewicht des Kindes einen entsprechenden Kindersitz zu reservieren. Bei längeren Aufenthalten kann es sich lohnen, einen entsprechenden Kindersitz vor Ort zu erwerben und nicht mit zu mieten.
Es gibt keine landesweite Regelung.
Es besteht keine landesweite Winterreifenpflicht, allerdings können in einzelen Bundesstaaten spezifische Regeln existieren. Sind Winterreifen vorgeschrieben müssen diese neben dem "M+S"- auch das "Schneeflocken"-Symbol tragen.
Es gilt ein Rauchverbot im Fahrzeug, wenn Minderjähre mitfahren.
"Move over Law": An Fahrzeugen, die am Straßenrand mit eingeschaltetem Warnblinklicht stehen oder an Einsatzfahrzeugen mit eingeschaltetem Signallicht muss mit größtmöglichem Seitenabstand vorbeigefahren werden; ggf. muss die Fahrspur gewechselt werden.
Bleiben Sie bei einer Polizeikontrolle im Auto sitzen, öffnen Sie das Wagenfenster, lassen die Hände sichtbar am Lenkrad und warten auf die Anweisungen des Polizeibeamten.
Bei Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung überweisen ausländische Autofahrer die Geldbuße an die Geschäftsstelle des Gerichts, dessen Adresse auf dem Ticket angegeben ist. Die Polizei darf Geldbußen vor Ort verhängen, aber nicht kassieren. Bei Nichtbezahlung kann es zu Problemen bei der nächsten Einreise kommen.
Haben Sie einen Verkehrsverstoß mit dem Auto begangen? Mit unserem ADAC Bußgeldrechner für Verstöße im Ausland können Sie schnell und einfach herausfinden, welche Strafe Sie erwartet.
Alle Unfälle sind unverzüglich der Polizei zu melden. Bei Unfällen mit dem Mietwagen informieren Sie zusätzlich immer die Autovermietung.
Weitere Informationen zur Regulierung von Unfallschäden finden Sie auf adac.de in den Schadenmerkblättern der ADAC Clubjuristen.