Hitzewelle in Deutschland: Tipps für Autofahrer und Reisende

Deutschland steckt in der vierten Hitzewelle des Jahres, mit bis zu 39 Grad! Die extreme Wärme belastet nicht nur Menschen und Tiere, sondern auch Straßen, Fahrzeuge und die Natur. Was Autofahrer und Reisende beachten sollten.
Am Freitag, 14. August, vielerorts bis zu 39 Grad möglich
Waldbrandgefahr durch extreme Hitze
Tipps für Auto- und Motorradfahrende
Deutschland steckt mitten in der nächsten Hitzewelle. Am Freitag, 14. August, steigen die Temperaturen vielerorts wieder auf deutlich über 30 Grad. Die anhaltende Hitze belastet nicht nur Menschen und Tiere, sondern zunehmend auch Infrastruktur und Natur – mit spürbaren Folgen für Reisende.
Gesundheitsrisiko Hitze: Wie Sie sich schützen
Hitzewelle in Deutschland: Am Freitag wird es heiß
Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) wird es im Norden Deutschlands die nächsten Tage meist sonnig und trocken bei 20 bis 26 Grad. Im Rest des Landes steigen die Temperaturen sogar bis auf 37 Grad, am wärmsten wird es im Südwesten. Freitag, 14. August, wird der heißeste Tag der Woche: Bundesweit sind 31 bis 38 Grad möglich, im Westen und Südwesten bis zu 39 Grad.
Am Wochenende schwächt sich die Hitzewelle langsam ab, im Westen Deutschlands steigt das Gewitterrisiko. Im Osten und Süden hingegen wird weiterhin bei Temperaturen bis zu 37 Grad geschwitzt.
Hitze im Verkehr: Gesperrte Autobahnen und Blow-ups
Auf Autobahnen kann es bei Temperaturen von über 30 Grad zu sogenannten Blow-ups kommen, bei denen die Fahrbahndecke plötzlich aufplatzt. Bei der letzten Hitzewelle im Juni entstanden auf mehreren Autobahnen Schäden und Verkehrsbehinderungen. Wie es zu Blow-ups kommt und wo sie auftreten:
Alle Sperrungen, Baustellen und aktuelle Verkehrsinformationen finden Sie hier.
Erhöhte Waldbrandgefahr in Teilen Deutschlands
Der Waldbrandgefahrenindex des DWD zeigt zudem eine hohe bis sehr hohe Waldbrandgefahr (Stufe 4 und 5) für das Hitze-Wochenende an. Generell ist das Waldbrandrisiko in Deutschland regional sehr unterschiedlich. Besonders gefährdet sind momentan Brandenburg und der Nordosten Deutschlands. Hier herrscht höchstes Risiko wegen trockener Kiefernmonokulturen und sandiger Böden.
Oft genügt übrigens ein einzelner Funke: Achtlos entsorgte Zigaretten oder glühende Grillreste können schnell einen Brand entfachen. Auch an Bahnstrecken besteht Gefahr, wenn Funken von Zügen die trockene Vegetation entlang der Gleise entzünden.
Waldbrände in mehreren Regionen – wo es in Deutschland gerade brennt
In mehreren Regionen kämpfen Einsatzkräfte in Folge von Trockenheit und Hitze gegen anhaltende Waldbrände. Glutnester und schwer zugängliche Gebiete erschweren die Löscharbeiten, die teils noch Stunden dauern werden.
Trotz hoher Waldbrandgefahr gibt es vorsichtige Entwarnung in folgenden Gebieten: In Lingen brannten rund 3000 Quadratmeter Wald, der Brand ist unter Kontrolle. Auch bei Plauen konnten die Einsatzkräfte Fortschritte erzielen, die Löscharbeiten dauern jedoch an. Im Ortenaukreis wurden mehrere Waldbrände eingedämmt, nur vereinzelt sind noch Nachlöscharbeiten wegen Glutnestern nötig.
Hitzewelle: Das sollten Autofahrer beachten

Autofahrende sollten auf die Hitze vorbereitet sein: Mit an Bord müssen ausreichend kühle Getränke sein, zudem sollten trotz Klimaanlage besonders viele Pausen eingeplant werden. Wer sein Auto parken muss, sollte es unbedingt im Schatten abstellen oder zumindest eine Sonnenschutzfolie außen am Auto anbringen.
Gerade geparkte Autos werden schnell zur lebensgefährlichen Hitzefalle: Schon nach kurzer Zeit steigen die Temperaturen im Innenraum stark an. Besonders Kinder und Tiere sind hochgefährdet, selbst wenige Minuten können kritisch sein.
Hinzu kommt: Nicht nur die Luft wird heiß. Oberflächen wie Lenkrad, Gurtschlösser oder Kindersitze können sich auf bis zu 80 Grad erhitzen. Es drohen Verbrennungen schon beim Berühren. Deshalb müssen auch empfindliche Gegenstände, etwa Handys oder Feuerzeuge, aus dem Auto entfernt werden. Hier lesen Sie, was der beste Sonnenschutz bei Hitze im Auto ist.
Für Motorradfahrende wird Hitze ebenfalls zur Belastung: Im Stau droht Überhitzung für Mensch und Maschine, Durchschlängeln im Verkehr ist in Deutschland aber trotzdem verboten. Tipps gegen die Hitze und warum zu wenig Schutzkleidung nicht nur gefährlich ist, sondern auch im Versicherungsfall Konsequenzen bedeuten kann, lesen Sie hier:
Ob Auto oder Motorrad: Vor Fahrtantritt unbedingt den Reifendruck messen. Ein zu niedriger Reifenfülldruck ist bei hohen Temperaturen dringend zu vermeiden. Der zu gering befüllte Reifen verformt sich sonst während der Fahrt übermäßig, und dabei entsteht Hitze, die in Kombination mit den hohen Asphalttemperaturen zu einem Reifenplatzer führen kann.
Mit Material von dpa.