Blow-ups: Gefahr, wenn bei Hitze die Fahrbahn aufbricht

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Von Redaktion

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Ein Polizeiauto steht vor einer aufgerissenen Strasse
Blow-ups können im Hochsommer eine Gefahr für Auto- und Motorradfahrende sein© dpa/René Priebe

Wenn Blow-ups den Fahrbahnbelag aufbrechen lassen: Bei Hitze kann es auf einigen älteren Autobahnen gefährlich werden.

  • Asphaltfahrbahnen sind nicht betroffen

  • Blow-ups auf älteren Autobahnabschnitten aus Beton

  • Vor allem Motorradfahrer sollten aufpassen

Bei Temperaturen von über 30 Grad kann es auf einigen älteren Autobahnen zu Blow-ups kommen. Das sind Aufwölbungen oder Aufbrüche der Fahrbahndecke. Sie stellen eine Gefahr für Verkehrsteilnehmer dar, da sie plötzlich und an unvorhersehbaren Stellen auftreten können.

Welche Autobahnen sind gefährdet?

Lediglich ältere Autobahnabschnitte mit Fahrbahndecken aus Beton sind von Blow-ups betroffen. Eine der Ursachen liegt in der zu geringen Einbaudicke des Betons. "Blow-ups auf Betonautobahnen spielen heutzutage so gut wie keine Rolle mehr", sagt ein Sprecher der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt). "Solche Hitzeschäden traten vorwiegend an alten Fahrbahndecken von eher geringer Deckendicke von circa 24 Zentimetern oder weniger auf", so der BASt-Sprecher weiter. Heute seien 26 bis 29 Zentimeter Standard.

Auch Bereiche, die Reparaturstellen aus Asphalt an benachbarten Betonplatten aufweisen, gelten als gefährdet. Zudem sind viele Autobahnen durch hohe Verkehrsbelastung vorgeschädigt. Der Anteil an Betonfahrbahnen liegt bundesweit bei rund 30 Prozent. Allerdings treten Blow-ups lediglich bei älteren Streckenabschnitten auf, Asphaltfahrbahnen sind nicht betroffen.

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Welche Strecken sind gefährdet?

Zu den besonders gefährdeten Strecken zählen einzelne Abschnitte, unter anderem aktuell auf der A7, A92 und A93. Wegen der besonderen Gefahr gilt dort während der Sommermonate ein Tempolimit für Fahrzeuge und Motorräder.

Wie kommt es zu Blow-ups?

Blow-ups werden durch Hitze verursacht. Wenn es rasch heiß wird und die Hitze über mehrere Tage anhält, heizt sich die Fahrbahndecke auf und wölbt sich. Hauptproblem sind ältere Fahrbahndecken aus Beton, die nicht so verformbar wie Fahrbahnen aus Asphalt sind. Deshalb können sie aufplatzen. Betroffen sind besonders alte, mehrfach reparierte Autobahnabschnitte und dort vor allem Fugen und Nahtstellen.

Wie können Sie sich vor Blow-ups schützen?

Einen prinzipiellen Schutz vor Blow-ups gibt es nicht, weil die Straßendecke unvorhergesehen aufbricht und bereits wenige Zentimeter reichen, um Schäden oder Unfälle zu verursachen. Vor allem für Motorradfahrende stellen Blow-ups eine Gefahr dar. Auf betroffenen Streckenabschnitten gilt:

  • Fahren Sie vorsichtig und aufmerksam

  • Vergrößern Sie den Abstand zum vor Ihnen fahrenden Fahrzeug

  • Halten Sie Geschwindigkeitsbeschränkungen ein

Beschädigte Straßen ohne Beschilderung sollten Sie umgehend bei der Polizei oder Autobahnmeisterei melden. Diese können den betroffenen Abschnitt sperren, damit nicht noch mehr Verkehrsteilnehmer gefährdet werden.

Wer zahlt bei Unfällen oder Schäden?

Wenn heiße Temperaturen herrschen, müssen die Autobahn- und Straßenbaumeistereien die Fahrbahnen verstärkt kontrollieren und gegebenenfalls Warnschilder aufstellen oder die Strecken ganz sperren. Nur wenn sie das nachweislich nicht getan haben und jemand zu Schaden kommt, muss der Staat dafür aufkommen.

Kommt es durch Blow-ups zu einem Schaden am Fahrzeug, zahlt die Vollkaskoversicherung. Sie ersetzt Schäden am eigenen Auto, zum Beispiel auch nach einem selbst verursachten Crash. Darauf weist der Versicherungsverband hin. Glasschäden sind über die Teilkaskoversicherung abgedeckt.