Menü
Rund ums Fahrzeug
Verkehr
Reise & Freizeit
Versicherungen & Finanzen
Mitgliedschaft
Services
Der ADAC

Blow-ups – wenn die Fahrbahn aufplatzt

Ein Polizeiauto steht vor einer aufgerissenen Strasse
Blow-ups stellen im Hochsommer eine Gefahr für Auto- und Motorradfahrer dar ∙ © dpa/René Priebe

Bei Hitze kann es auf Autobahnen gefährlich werden: Wenn Blow-ups den Fahrbahnbelag aufplatzen lassen und schwere Unfälle verursachen. Mit diesen Tipps fahren Sie sicher.

Insbesondere bei Temperaturen von über 30 Grad müssen Auto- und Motorradfahrer mit Blow-ups auf Autobahnen rechnen. Blow-ups sind Aufwölbungen oder Aufbrüche der Fahrbahndecke. Sie stellen eine große Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer dar, da sie plötzlich und an unvorhersehbaren Stellen auftreten können.

Wie kommt es zu Blow-ups?

Blow-ups werden durch Hitze verursacht. Wenn es rasch heiß wird und die Hitze über mehrere Tage anhält, heizt sich die Fahrbahndecke auf und wölbt sich. Hauptproblem sind ältere Fahrbahndecken aus Beton, die nicht so verformbar wie Fahrbahnen aus Asphalt sind. Deshalb können sie aufplatzen. Betroffen sind besonders alte, mehrfach reparierte Autobahnabschnitte und dort vor allem Fugen und Nahtstellen.

Wie können Sie sich vor Blow-ups schützen?

Einen prinzipiellen Schutz vor Blow-ups gibt es nicht, weil die Straßendecke sehr schnell und unvorhergesehen aufbricht und bereits wenige Zentimeter reichen, um Schäden oder Unfälle zu verursachen. Vor allem für Motorradfahrer stellen Blow-ups eine große Gefahr dar. Auf betroffenen Streckenabschnitten gilt:

  • Fahren Sie besonders vorsichtig und aufmerksam.

  • Vergrößern Sie den Abstand zum Vordermann.

  • Halten Sie Geschwindigkeitsbeschränkungen unbedingt ein.

Beschädigte Straßen ohne Beschilderung sollten umgehend bei der Polizei oder Autobahnmeisterei gemeldet werden.

Welche Strecken sind besonders gefährdet?

Vor allem ältere Autobahnabschnitte mit Fahrbahndecken aus Beton sind von Blow-ups betroffen. Eine der Ursachen liegt in der zu geringen Einbaudicke des Betons. Auch Bereiche, die Reparaturstellen aus Asphalt an benachbarten Betonplatten aufweisen, gelten als besonders gefährdet. Zudem sind viele Autobahnen durch hohe Verkehrsbelastung vorgeschädigt. Der Anteil an Betonfahrbahnen liegt bundesweit bei rund 30 Prozent. Allerdings treten Blow-ups lediglich bei älteren Streckenabschnitten auf, Asphaltfahrbahnen sind nicht betroffen.

Wer haftet bei Unfällen oder Schäden?

Wenn heiße Temperaturen herrschen, müssen die Autobahn- und Straßenbaumeistereien die Fahrbahnen verstärkt kontrollieren und gegebenenfalls Warnschilder aufstellen oder die Strecken ganz sperren. Nur wenn sie das nachweislich nicht getan haben und jemand zu Schaden kommt, muss der Staat dafür aufkommen.