Wärmepumpe & Co.: Bund will Heizungs-Förderung 2026 kürzen

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Von André Gieße

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Handwerker sitzt vor einer Wärmepumpe
Die Wärmepumpe ist inzwischen die am meisten gekaufte Heiztechnik in Deutschland© Shutterstock/Lazy_Bear

Die Bundesregierung muss sparen. Das betrifft auch die Förderung für Wärmepumpen und andere Heizarten, die das Klima weniger belasten als Gas und Öl. Es geht um Tausende Euro.

  • Neuer Bundeshaushalt sieht weniger Förderung für effiziente Gebäude vor

  • Förderung für klimafreundliche Heizungen soll alle sechs Monate sinken

  • Soziale Staffelung nach Einkommen und neuer Kinderbonus geplant

Für die Anschaffung und den Einbau von Wärmepumpen sowie anderer klimafreundlicher Heizungen soll es nach Plänen der Bundesregierung bald weniger Zuschuss vom Staat geben. Dies geht aus einer Vorlage für eine Sitzung des Haushaltsausschusses im Bundestag hervor. Der Staat will bei der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) rund 2,1 Milliarden Euro bis 2030 sparen.

Bisher ist beim Umstieg auf eine klimafreundliche Heizung eine staatliche Förderung bis zu 70 Prozent möglich. Maximal gibt es derzeit von der KfW-Bank einen Investitionskostenzuschuss für den Heizungstausch von 21.000 Euro. Damit soll es schrittweise bis zum Jahr 2030 um mehrere Tausend Euro abwärtsgehen, wenn die Vorlage so vom Haushaltsausschuss bestätigt wird.

Bis 2030 alle sechs Monate weniger Förderung

Für Haushalte mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen über 30.000 Euro soll die Höchstfördersumme noch in diesem Jahr von 21.000 auf 19.600 Euro sinken, danach schrittweise alle sechs Monate weiter bis auf 13.200 Euro im Jahr 2030.

Für höhere Einkommen ab 40.000 Euro im Jahr gilt schon jetzt eine maximale Fördersumme von 16.500 Euro. Diese soll ebenfalls schrittweise sinken – in einem ersten Schritt noch 2026 auf 15.680 und dann weiter bis auf 8800 Euro im Jahr 2030.

Für Haushalte mit mehr als 50.000 Euro Jahreseinkommen geht es den Plänen zufolge noch stärker runter: von heute 16.500 Euro Zuschuss auf zunächst 12.880 und dann bis 2030 weiter im Sechs-Monats-Takt Schritt für Schritt auf 6600 Euro.

Soziale Staffelung und Kinderbonus geplant

Besser als bisher gestellt werden voraussichtlich Haushalte mit sehr geringen Jahreseinkommen unter 30.000 Euro. Sie können der Haushaltsvorlage zufolge dieses Jahr mit bis zu 22.400 Euro für den Einbau klimafreundlicher Heizungen rechnen. Der Einkommensbonus bei der staatlichen Heizungsförderung soll für diese Antragstellenden von 30 auf 40 Prozent steigen.

Geplant ist bei der BEG-Förderung zudem ein Kinderbonus. Für eine Familie mit Kind steigt demnach die Einkommensschwelle für die höchste Fördersumme auf 40.000 Euro. Dieser 10.000-Euro-Bonus bei Familien mit Kindern gilt auch für höhere Einkommen. Das heißt, die Schwelle für höhere Fördersummen liegt jeweils etwas höher und damit für die Familien günstiger.

Bund reformiert parallel das Heizungsgesetz

Die Änderungen bei der Förderung kommen parallel zur geplanten Reform des bisherigen Heizungsgesetzes. Die schwarz-rote Koalition will im neuen Gebäudemodernisierungsgesetz Kernpunkte der von der früheren Ampel-Regierung beschlossenen Regelungen kippen.

Der Kern des bestehenden Gebäudeenergiegesetzes soll wegfallen: die 65-Prozent-Regelung. Sie sieht vor, dass jede neu eingebaute Heizung mit 65 Prozent erneuerbaren Energien betrieben werden soll. Auch künftig sollen neue Gas- und Ölheizungen eingebaut werden können – Voraussetzung: Diese nutzen einen zunehmenden Anteil CO₂-neutraler Brennstoffe wie Biomethan.

Mit Material von dpa.