Reisedurchfall: Elektrolytlösung mit nur vier Zutaten selbst machen

• Lesezeit: 2 Min.

Von Tanja Echter

Feedback

Ein Toilettenhinweisschild im Urlaubsland Bali
Wenn Montezumas Rache zugeschlagen hat, kann eine Elektrolytlösung helfen© Shutterstock/Meaw_stocker

Reisedurchfall ist mehr als nur lästig. Bei Hitze verliert der Körper schnell zu viel Flüssigkeit und Salze. Statt Cola empfehlen Fachleute eine Elektrolytlösung, die man mit nur vier Zutaten leicht selbst machen kann.

Elektrolytlösung besser als der Cola-Trick

Infolge eines Durchfalls, verursacht durch Lebensmittelkeime oder ein Norovirus, kann der Körper schnell austrocknen und wichtige Salze verlieren. Besonders gefährlich ist das für Säuglinge, Kleinkinder und ältere Menschen. Als Gegenmittel griffen früher viele zu Salzstangen und Cola. Mittlerweile wird davon abgeraten, da stark gezuckerte Getränke den Durchfall verstärken. Bei leichten Verläufen sollten Betroffene besser eine Elektrolytlösung zu sich nehmen.

Rezept: Elektrolytlösung selbst machen

Wenn Sie keine Fertigmischung mit Kochsalz, Natriumcitrat, Kaliumchlorid und Traubenzucker aus der Apotheke besorgen können, lässt sich eine Elektrolytlösung auch selbst herstellen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt für eine Trinklösung folgende Zutaten, die gut verrührt werden sollten:

  • 1 Liter Mineralwasser oder abgekochtes Wasser

  • 1 Tasse Orangensaft (wenn nicht vorhanden, zwei Bananen dazu essen, denn sie enthalten ebenfalls Kalium)

  • 3/4 Teelöffel Kochsalz

  • 4 Teelöffel Zucker

Erwachsene und Kinder trinken die Elektrolytlösung schluckweise über 24 Stunden. Und zwar etwa 40 Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht. Bei einem Gewicht von 75 Kilogramm sind das beispielsweise 3 Liter. In Ländern mit schlechter Wasserqualität sollten Sie nur abgekochtes oder industriell abgefülltes Wasser verwenden.

Wann mit Durchfall zum Arzt?

Eine Untersuchung beim Arzt ist sinnvoll, wenn der Durchfall länger anhält oder zusätzliche Symptome auftreten – etwa starke Kreislaufprobleme, Blut im Stuhl oder ausgeprägte Schwäche. Starker Flüssigkeitsverlust bei Säuglingen, Kleinkindern sowie älteren oder vorerkrankten Menschen sollte immer ärztlich abgeklärt werden.