Saharastaub und Blutregen in Deutschland: So waschen Sie Ihr Auto richtig!

• Lesezeit: 3 Min.

Von Sabrina Doschek, Katja Fastrich

Feedback

Saharastaub auf einem schwarzen Mini der an einer Straße parkt
Wenn die Sahara Staub aufwirbelt: Der feine Sand macht dem Autolack zu schaffen© imago images/Pond5 Images

Der Himmel färbt sich gelb, orange und rot: Eine massive Saharastaubwolke weht nach Deutschland und kann sogar als Blutregen niederschlagen. Wo sich der Himmel färben wird, und wie Sie Ihr Auto am besten von der Staubschicht befreien.

  • Hitzewelle sorgt für Saharastaub in Deutschland und Mitteleuropa

  • Schlechtere Luftqualität durch Staubwolke

  • Die richtige Autopflege: Mit Lappen nacharbeiten, Pollenfilter inspizieren

So spektakulär sich der Himmel färben wird, so unschön ist Saharastaub für Menschen mit Allergien und/oder Asthma – und auch für den Autolack. Mit der aktuellen Hitzewelle strömt nicht nur heiße Luft aus Nordafrika nach Deutschland, eine große Menge Saharastaub trifft im Laufe der Woche auf Mitteleuropa.

Saharastaub trifft auf Deutschland

Die heißen Luftmassen aus Nordafrika ziehen momentan über Spanien und Frankreich bis nach Mitteleuropa: Mit dieser Strömung werden auch feine Wüstenstaubpartikel über mehrere Tausend Kilometer transportiert. Experten und Expertinnen erwarten, dass die Saharastaubkonzentration über Deutschland im Laufe der Woche weiter zunimmt. Zuerst sind vor allem der Südwesten und Westen Deutschlands betroffen, später kann sich der Saharastaub auch auf andere Regionen ausbreiten. Zudem klettern die Temperaturen bis Donnerstag, 30. Juli 2026, auf bis zu 41 Grad.

Zum Ende der Woche drohen dann erste Unwetter. Zum Wochenende könnte sich die Wetterlage umstellen: Mit Niederschlägen und einer veränderten Strömung dürfte die Staubbelastung zurückgehen.

Sollte sich der Staub mit Regen vermischen, kann Blutregen entstehen, der einen rötlichen Film auf Autos und Fenstern hinterlässt. Dieses Wetterphänomen belastet nicht nur die Atemwege, sondern auch den Autolack. Wer also keine Möglichkeit hat, das Fahrzeug während der erneuten Saharastaub-Episode in der Garage unterzustellen, findet hier Tipps, wie sich der feine Wüstensand schadlos vom Lack entfernen lässt.

Saharastaub möglichst bald abwaschen

Es ist grundsätzlich sinnvoll, den Wagen von der Staubschicht zu befreien, denn schmutzige Fenster, Scheinwerfer und Rücklichter können die Sichtbarkeit beeinträchtigen und somit die Sicherheit beim Fahren beeinträchtigen. Bei der Reinigung sollten Autobesitzende beachten, dass Autowäsche von Hand oder auch nur das Abspritzen des Wagens mit dem Schlauch vielerorts nicht erlaubt ist.

Wo erlaubt, kann man eine Reinigung natürlich von Hand probieren, diese braucht jedoch enorm viel Wasser, da man sonst mit dem Schwamm die Sandpartikel erst richtig in den Lack einmassiert und Kratzer verursacht. Daher ist die Fahrt zur Waschanlage empfehlenswert. Zwar wird auch dort pro Auto viel Wasser eingesetzt, aber das wird anschließend erneut aufbereitet.

Nach der Autowäsche von Hand nacharbeiten

Nach der Wäsche von Hand mit einem gut durchfeuchteten Lappen bei offenen Türen und Klappen die sonst verdeckten Blechflächen reinigen. Lappen oft auswaschen, damit der Staub nicht weitergetragen wird.

Testhalber über das Armaturenbrett wischen. Wenn der Lappen dann gleich gelb wird, den Innenraum ebenfalls reinigen. Zuerst aussaugen, wo es geht, dann die Oberflächen mit einem feuchten Lappen oder einem für den Innenraum geeigneten Reinigungsmittel säubern.

Nach Saharastaub und Blutregen: Pollenfilter inspizieren

Wenn der Innenraumfilter (auch Pollenfilter genannt) schon länger nicht mehr gewechselt wurde, sollte er jetzt inspiziert und gegebenenfalls erneuert werden. Denn wenn er schon beladen war und jetzt noch zusätzlich den Sand abbekommen hat, ist er voll und muss ersetzt werden. Sonst entlädt er seine Last in den Innenraum.

Je nach Auto kann man den Innenraumfilter selbst wechseln. Es gibt für einige Modelle jetzt Filter, die sogar manche gasförmigen Verschmutzungen zurückhalten (meist Filter mit Aktivkohle-Schicht) oder die als antiallergen bezeichnet werden.