Tankkosten: Benzinpreis stabil, Dieselpreis sinkt

Frau tankt ihr Auto
Preiswert tanken: Wer beispielsweise in den Abendstunden zur Zapfsäule fährt, kann viel Geld sparen© iStock.com/SolStock

Bei den Spritpreisen scheint eine gewisse vorweihnachtliche Ruhe eingekehrt zu sein: Die Tankkosten für Benzin sind im Vergleich zur Vorwoche unverändert, Diesel ist etwas billiger. Wie Autofahrende beim Tanken Geld sparen können.

  • Diesel um 0,7 Cent je Liter billiger, keine Veränderung bei Super E10

  • Spartipp: Am besten abends tanken

  • CO₂-Abgabe: Wie stark die Spritpreise zum Jahreswechsel anziehen

Benzinpreis und Dieselpreis aktuell

Laut aktueller ADAC Auswertung der Spritpreise in Deutschland kostet ein Liter Super E10 im Bundesmittel 1,655 Euro, das ist exakt so viel wie in der Vorwoche. Diesel hingegen wird billiger: Für einen Liter muss man durchschnittlich 1,586 Euro bezahlen, das ist ein Rückgang um 0,7 Cent.

Die Preisdifferenz zwischen beiden Kraftstoffsorten vergrößert sich auf 6,9 Cent je Liter. Zu bedenken ist allerdings, dass der steuerliche Vorteil von Diesel gegenüber Benzin rund 20 Cent beträgt.

Ab sofort gibt es HVO100-Diesel an den Zapfsäulen in Deutschland.

ADAC: Preis für Rohöl kaum verändert

Auch die zentralen Rahmenbedingungen, die die Kraftstoffpreise bestimmen, haben sich nur geringfügig geändert. Ein Barrel Rohöl der Sorte Brent kostet aktuell gut 72 US-Dollar und ist damit etwas billiger als vor einer Woche. Der Euro notiert derzeit mit rund 1,05 US-Dollar geringfügig fester als in der Vorwoche.

Kürzlich haben die Staaten der Opec+ beschlossen, auf freiwilliger Basis die Drosselung der Ölförderung fortzusetzen. Ob diese Verknappungsmaßnahme den aus Opec+-Sicht erhofften Erfolg bringt und die Preise konstant hält, bleibt jedoch abzuwarten. Insbesondere dem Verhalten der USA wird dabei als großer Erdölexporteur in den nächsten Monaten eine entscheidende Rolle zukommen.

CO₂-Abgabe: Spritkosten steigen zum Jahreswechsel

Autofahrende müssen sich schon bald auf steigende Spritkosten einstellen. Zum 1. Januar 2025 erhöht sich die staatliche CO₂-Abgabe von 45 auf 55 Euro je Tonne. Dadurch dürften sowohl Benzin als auch Diesel unabhängig von den kurzfristigen Preisschwankungen um rund 3 Cent je Liter teurer werden.

Kosten sparen: Abends statt morgens tanken

Wer tankt, sollte auch die Preisunterschiede im Tagesverlauf beachten. Eine Auswertung der Kraftstoffpreise im Mai zeigt, dass zwischen 19 und 20 Uhr sowie zwischen 21 und 22 Uhr die Preise im Tagesverlauf am niedrigsten sind. Morgens kurz nach 7 Uhr ist Benzin im Schnitt 6,4 Cent teurer, Diesel 7,3 Cent.

So wird Tanken für Sie zusätzlich günstiger

Neben einer spritsparenden Fahrweise lassen sich die Tankkosten mit diesen Tipps weiter reduzieren:

  • Die erstbeste Tankstelle ist nicht immer die günstigste: Autofahrende sollten deshalb vor dem Tanken Spritpreise vergleichen und an teuren Anbietern vorbeifahren. Die Preisunterschiede der Tankstellen betragen bis zu 7 Cent je Liter, im Vergleich zu Autobahntankstellen sogar noch deutlich mehr. So spart man nicht nur, sondern fördert auch den Wettbewerb auf dem Kraftstoffmarkt.

  • Auf teures E5 verzichten: In der Regel vertragen alle Benziner ab Produktionsdatum November 2010 Super E10. Daher sollte man auf das teurere E5 nach Möglichkeit verzichten. So lassen sich je Liter im Schnitt weitere 5 bis 6 Cent sparen.

  • Tankrabatt mit der ADAC Kreditkarte mitnehmen: Mit der ADAC Kreditkarte und dem Paket Sparen erhalten Sie weltweit 2 Prozent ADAC Tankrabatt auf Tankstellenumsätze. Aus technischen Gründen sind einzelne Tankstellen, die zu Super- oder Baumärkten gehören, ausgeschlossen.

  • ADAC Mitgliedsausweis vorzeigen: ADAC Mitglieder sparen mit der Clubkarte an allen Shell- und Agip/Eni-Tankstellen 1 Cent pro Liter.