Tankkosten: Benzinpreis und Dieselpreis springen nach oben

Ärger für Autofahrende: Die Spritpreise steigen gegenüber der Vorwoche deutlich. Benzin klettert auf einen Jahreshöchststand. Alle Hintergründe und wie Sie beim Tanken zusätzlich sparen können.
Super E10 um 3,0 Cent teurer, Dieselpreis steigt um 1,9 Cent
Grund für den Preissprung sind höhere Rohölnotierungen
Bundesländer: Tanken im Westen günstiger als im Osten
20 Cent pro Liter und mehr sparen: ADAC gibt Tipps, wie es geht
Benzinpreis und Dieselpreis aktuell
Laut ADAC Auswertung vom 19. März kostet ein Liter Super E10 im bundesweiten Mittel 1,790 Euro, das ist gegenüber der Vorwoche ein kräftiger Preissprung um 3,0 Cent. Diesel verteuert sich um 1,9 Cent auf durchschnittlich 1,736 Euro je Liter.
Super E10 ist damit im Wochenvergleich so teuer wie noch nie in diesem Jahr. Der Preisunterschied zu Diesel liegt bei durchschnittlich 5,4 Cent je Liter, dies ist ebenfalls die größte Differenz im laufenden Jahr.
Super E20 ist jetzt an der ersten Tankstelle in Deutschland verfügbar.
Preissprung: Rohöl deutlich teurer
Hauptgrund für den Preissprung bei Benzin und Diesel ist das nach Wochen der Stabilität nun deutlich teurere Rohöl. Ein Barrel der Sorte Brent kostet aktuell gut 87 US-Dollar, das sind fast fünf Dollar mehr als in der Vorwoche. Rohöl ist damit so teuer wie zuletzt im November.
Vor dem Hintergrund, dass die Steuer auf Diesel rund 20 Cent je Liter niedriger ist als auf Benzin, sieht der ADAC Potenzial für einen deutlich größeren Preisunterschied als die aktuellen 5,4 Cent und folglich geringere Dieselpreise als derzeit.
Bundesländer: Tanken im Osten besonders teuer
In Deutschland gibt es beim Tanken beträchtliche regionale Preisunterschiede. Dies zeigt eine aktuelle ADAC Auswertung in den Bundesländern. Für einen Liter Benzin zahlen Autofahrerinnen und Autofahrer im Saarland knapp elf Cent weniger als in Sachsen.
Bei Diesel sind die Unterschiede etwas geringer. Im günstigsten Bundesland Rheinland-Pfalz kostet der Kraftstoff knapp zehn Cent weniger als in Brandenburg, dem Schlusslicht in der aktuellen Auswertung.
Nach ADAC Einschätzung verfestigen sich damit die regionalen Preisgegebenheiten, wonach die Kraftstoffpreise in Westdeutschland derzeit niedriger sind als die im Osten. Festgeschrieben sind die Unterschiede dennoch nicht, vielmehr ergeben sich regelmäßig auch wieder Veränderungen in den regionalen Preisstrukturen.
So wird Tanken für Sie günstiger
Neben einer spritsparenden Fahrweise lassen sich mit diesen Tipps schnell ein paar Euro zusätzlich sparen:
Abends statt morgens tanken: Wer tankt, sollte auch die Preisunterschiede im Tagesverlauf (siehe Grafik) beachten. Am günstigsten ist Kraftstoff laut einer ADAC Studie in der Regel zwischen 18 und 19 Uhr sowie zwischen 21 und 22 Uhr. Die Auswertung zeigt, dass sich zu diesen Uhrzeiten rund 9 Cent je Liter im Vergleich zur teuersten Tageszeit (7 Uhr morgens) sparen lassen.
Die erstbeste Tankstelle ist nicht immer die günstigste: Autofahrende sollten deshalb vor dem Tanken Spritpreise vergleichen und an teuren Anbietern vorbeifahren. Die Preisunterschiede der Tankstellen betragen bis zu 7 Cent je Liter, im Vergleich zu Autobahntankstellen sogar noch deutlich mehr. So spart man nicht nur, sondern fördert auch den Wettbewerb auf dem Kraftstoffmarkt.
Auf teures E5 verzichten: In der Regel vertragen alle Benziner ab Produktionsdatum November 2010 Super E10. Daher sollte man auf das teurere E5 nach Möglichkeit verzichten. So lassen sich je Liter im Schnitt weitere 5 bis 6 Cent sparen.
Tankrabatt mit der ADAC Kreditkarte mitnehmen: Mit der ADAC Kreditkarte und dem Paket Sparen erhalten Sie weltweit 2 Prozent ADAC Tankrabatt auf Tankstellenumsätze. Aus technischen Gründen sind einzelne Tankstellen, die zu Super- oder Baumärkten gehören, ausgeschlossen.
ADAC Mitgliedsausweis vorzeigen: ADAC Mitglieder sparen mit der Clubkarte an allen Shell- und Agip/Eni-Tankstellen 1 Cent pro Liter.