Tanken: Benzinpreis sinkt, Dieselpreis so günstig wie lange nicht

Eine Shelltankstelle Nachts beleuchtet in Berlin
Preiswert tanken: Wer beispielsweise in den Abendstunden zur Zapfsäule fährt, kann viel Geld sparen© imago images/Achille Abboud

Der Preis für Dieselkraftstoff ist so niedrig wie zuletzt vor 13 Monaten, der Benzinpreis liegt auf einem Halbjahrestief. Warum das so ist und wie Sie zusätzlich an der Tankstelle sparen können.

  • Beide Kraftstoffe im Wochenvergleich 1,9 Cent je Liter günstiger

  • Niedriger Rohölpreis sorgt für Preisrückgang an Zapfsäulen

  • Spartipp: Abends ist Tanken im Durchschnitt am günstigsten

Benzinpreis und Dieselpreis aktuell

Weiter Entspannung an den Zapfsäulen: Dieselkraftstoff ist derzeit so günstig wie seit 13 Monaten nicht mehr. Und der Preis für Benzin rangiert auf dem niedrigsten Stand seit einem halben Jahr. Wie die aktuelle ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise in Deutschland zeigt, kostet ein Liter Super E10 im bundesweiten Mittel 1,734 Euro, vor einer Woche waren es noch 1,753 Euro. Diesel ist um 1,9 Cent günstiger und kostet derzeit im Schnitt 1,607 Euro. So wenig zahlten Autofahrerinnen und Autofahrer zuletzt vor 13 Monaten für diese Kraftstoffsorte.

Ab sofort gibt es HVO100-Diesel an den Zapfsäulen in Deutschland.

Preis für Rohöl sinkt weiter

Laut ADAC sind die gesunkenen Rohölnotierungen die Ursache für den Preisrückgang an den Tankstellen. Ein Barrel Rohöl der Sorte Brent kostet derzeit rund 76 US-Dollar – in der Vorwoche waren es 78 Dollar.

Insbesondere die schwächeren Konjunkturdaten aus den USA, China und Europa dürften das seit Monaten anhaltende Absinken des Rohölpreises begünstigt haben. Das derzeitige Preisniveau sowohl am Rohöl- als auch am Kraftstoffmarkt steht jedoch nach Meinung des ADAC auf tönernen Füßen, da eine mögliche Eskalation im Nahen Osten die Versorgung mit Rohöl gefährden und damit den Preis nach oben treiben könnte.

Juli billigster Tank-Monat für Dieselfahrer

Wer einen Diesel-Pkw fährt, konnte im Juli von den niedrigsten Kraftstoffpreisen des Jahres profitieren. Das ergibt die monatliche ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise vom Juli 2024. Danach war der durchschnittliche Preis des Selbstzünderkraftstoffs an den deutschen Tankstellen in keinem anderen Monat des Jahres niedriger als im vergangenen Monat. Ein Liter Diesel kostete im Schnitt 1,652 Euro und damit 0,5 Cent weniger als im Juni.

Auch der Preis für Super E10 ging im Juli gegenüber dem Vormonat zurück. So lag der durchschnittliche Preis bei 1,769 Euro, nach 1,776 Euro im Juni. Am wenigsten bezahlten die Fahrer von Benziner-Pkw jedoch im Januar 2024 mit einem Monatsmittel von 1,732 Euro je Liter Super E10.

Ebenfalls erfreulich für Diesel-Fahrer fiel das Monatsende aus: Diesel kostete am 31. Juli im Tagesdurchschnitt 1,619 Euro – das war nicht nur der billigste Tag des Monats, sondern sogar des gesamten bisherigen Jahres 2024. Am teuersten tankten Dieselfahrer am 3. Juli mit 1,687 Euro. Super E10 war am 24. Juli mit 1,747 Euro am preiswertesten und am 7. Juli mit 1,790 Euro am teuersten.

Begünstigt wurde der Preisrückgang an den Zapfsäulen maßgeblich durch die im Monatsverlauf gesunkenen Rohölpreise.

So wird Tanken für Sie günstiger

Neben einer spritsparenden Fahrweise lassen sich mit diesen Tipps schnell ein paar Euro zusätzlich sparen:

  • Abends statt morgens tanken: Wer tankt, sollte auch die Preisunterschiede im Tagesverlauf beachten. Eine aktuelle Auswertung der Kraftstoffpreise im Mai zeigt, dass zwischen 19 und 20 Uhr sowie zwischen 21 und 22 Uhr die Preise im Tagesverlauf am niedrigsten sind. Morgens kurz nach 7 Uhr ist Benzin im Schnitt 6,4 Cent teurer, Diesel 7,3 Cent.

  • Die erstbeste Tankstelle ist nicht immer die günstigste: Autofahrende sollten deshalb vor dem Tanken Spritpreise vergleichen und an teuren Anbietern vorbeifahren. Die Preisunterschiede der Tankstellen betragen bis zu 7 Cent je Liter, im Vergleich zu Autobahntankstellen sogar noch deutlich mehr. So spart man nicht nur, sondern fördert auch den Wettbewerb auf dem Kraftstoffmarkt.

  • Auf teures E5 verzichten: In der Regel vertragen alle Benziner ab Produktionsdatum November 2010 Super E10. Daher sollte man auf das teurere E5 nach Möglichkeit verzichten. So lassen sich je Liter im Schnitt weitere 5 bis 6 Cent sparen.

  • Tankrabatt mit der ADAC Kreditkarte mitnehmen: Mit der ADAC Kreditkarte und dem Paket Sparen erhalten Sie weltweit 2 Prozent ADAC Tankrabatt auf Tankstellenumsätze. Aus technischen Gründen sind einzelne Tankstellen, die zu Super- oder Baumärkten gehören, ausgeschlossen.

  • ADAC Mitgliedsausweis vorzeigen: ADAC Mitglieder sparen mit der Clubkarte an allen Shell- und Agip/Eni-Tankstellen 1 Cent pro Liter.