Schwankende Spritpreise: Abends tanken ist am günstigsten

Erhebliche Unterschiede je nach Uhrzeit: Die Spritpreise schwanken ∙ © ADAC/Martin Hangen

Wer in Deutschland zum Tanken fährt, kennt das Problem: Immer häufiger wechseln die Spritpreise. Der ADAC zeigt, wie Sie im Preiswirrwarr den Durchblick behalten – und viel Geld beim Tanken sparen können.

Die Spritpreise an den Tankstellen ändern sich häufiger denn je. Immer undurchsichtiger wirkt auf viele Autofahrer die Preisbildung an den Zapfsäulen. Das ist blankes Kalkül: Die Mineralölkonzerne versuchen, mit den häufigen Preissprüngen ihren Gewinn anzukurbeln. Für Durchblick sorgt eine aktuelle Untersuchung des ADAC. Ihre Grundlage waren sämtliche Preisbewegungen an den gut 14.000 Tankstellen in Deutschland im Mai 2021. 

Morgens teuer, am Abend günstig

Der Studie des ADAC zufolge ist Kraftstoff morgens am teuersten. Nachdem die Preise nachts über einen längeren Zeitraum weitgehend konstant bleiben, beginnt ab circa 6 Uhr ein deutlicher Anstieg, der kurz nach 7 Uhr seinen Höhepunkt erreicht. Hier liegt gleichzeitig das höchste Preisniveau des Tages.

Anschließend fällt der Preis, um nach 9 Uhr wieder spürbar anzuziehen. Im Tagesverlauf folgen weitere Preisspitzen gegen 10 Uhr, 13 Uhr, 16 Uhr, vor 18 Uhr, vor 20 Uhr und schließlich ab 22 Uhr. Dann klettert der Preis wieder auf sein nächtliches Niveau.

Regelmäßig am niedrigsten liegen die durchschnittlichen Kraftstoffpreise zwischen 18 und 19 Uhr sowie zwischen 20 und 22 Uhr.

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ADAC Empfehlung: Den richtigen Zeitpunkt wählen

Die Auswertung zeigt: Allein durch die Wahl des richtigen Tankzeitpunkts lässt sich viel Geld sparen. Wer sein Marktwissen nutzt und preisbewusst tankt (das heißt zum richtigen Zeitpunkt und an einer preisgünstigen Tankstelle), spart nicht nur bares Geld, sondern stärkt auch den Wettbewerb auf dem Kraftstoffmarkt.

Besonders profitabel ist das Tanken zur richtigen Uhrzeit für Fahrer von Benziner-Pkw. Hier beträgt die Differenz zwischen dem teuersten Zeitpunkt um 7 Uhr und der günstigsten Phase (zwischen 18 und 19 Uhr bzw. 20 und 22 Uhr) mehr als sieben Cent je Liter. Bei einer 50 Liter-Tankfüllung ist dies immerhin eine Ersparnis von fast vier Euro.

Für Dieselfahrer gelten die gleichen Tageszeiten, hier sind die Preisspitzen morgens und abends etwas schwächer ausgeprägt als bei Benzin. Die Ersparnis beträgt dadurch "nur" rund 6,50 Cent je Liter.

Sieben Preiserhöhungen pro Tag

Der seit Jahren zu beobachtende Trend zu immer mehr täglichen Preisspitzen setzt sich auch 2021 fort. Gegenüber dem letzten Jahr ist noch eine weitere – und damit die siebte – Erhöhung der Durchschnittspreise im Tagesverlauf hinzugekommen. Damit führt die Preispolitik der Anbieter seit 2015 zu einer stetig wachsenden Zahl von regelmäßigen täglichen Preisspitzen am Kraftstoffmarkt.

Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die täglichen Preisspitzen zeitlich leicht verschoben. Damit wurde "Raum geschaffen" für die angesprochene zusätzliche Durchschnittspreisspitze an den Tankstellen. Die Tagesverlaufskurve der Kraftstoffpreise in den vergangenen Jahren ist dadurch zwar immer kleinteiliger und vermeintlich unübersichtlicher geworden. Dennoch ermöglicht sie weiterhin eine verlässliche Orientierung.

Mit Spritpreis-Apps die Preise im Blick behalten 

Die Verbraucher sind diesem Preisgebaren nicht hilflos ausgeliefert – im Gegenteil: Zahlreiche Anbieter wie der ADAC liefern laufend Informationen über die aktuellen Kraftstoffpreise, etwa mit entsprechenden Spritpreis-Apps wie der Smartphone-App ADAC Spritpreise. So können Autofahrer beim Tanken nicht nur das richtige Zeitfenster wählen, sondern auch besonders preisgünstige Tankstellen in ihrer Umgebung finden.

Weitere Informationen rund um den Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise stellt der ADAC unter www.adac.de/tanken bereit.