Menü
Rund ums Fahrzeug
Verkehr
Reise & Freizeit
Versicherungen & Finanzen
Mitgliedschaft
Services
Der ADAC

Schwankende Spritpreise: Abends tanken ist am günstigsten

Frau tankt Cabrio
Erhebliche Unterschiede je nach Uhrzeit: Die Spritpreise schwanken ∙ © iStock.com/BraunS

Wer in Deutschland zum Tanken fährt, kennt das Problem: Immer häufiger wechseln die Spritpreise. Der ADAC zeigt, wie Sie im Preiswirrwarr den Durchblick behalten – und viel Geld beim Tanken sparen können

Die Spritpreise an den Tankstellen ändern sich häufiger denn je: Immer undurchsichtiger wirkt auf viele Autofahrer die Preisbildung an den Zapfsäulen. Das ist blankes Kalkül: Die Mineralölkonzerne versuchen, mit den häufigen Preissprüngen ihren Gewinn anzukurbeln. Für Durchblick sorgt eine aktuelle Untersuchung des ADAC. Ihre Grundlage waren sämtliche Preisbewegungen an den gut 14.000 Tankstellen in Deutschland im Mai 2020. 

Morgens teuer, am Abend günstig

Der Studie des ADAC zufolge ist Kraftstoff zwischen 5 und 8 Uhr am teuersten. Anschließend fällt der Preis, um am späteren Vormittag wieder deutlich anzuziehen. Es folgen weitere Preisspitzen im Tagesverlauf. Die Grafik zeigt: Allein durch die Wahl des richtigen Tankzeitpunkts lassen sich bis zu elf Cent je Liter sparen. Bei der vergleichbaren Preisuntersuchung vor einem Jahr belief sich das Sparpotenzial noch auf 7,5 Cent.

Für Fahrer von Benziner-Pkw lohnt sich das Tanken zur richtigen Uhrzeit besonders. Hier beträgt die Differenz zwischen dem teuersten Zeitpunkt um 7 Uhr und der günstigsten Phase zwischen 20 und 22 Uhr rund elf Cent je Liter. Bei einer 50 Liter-Tankfüllung macht dies immerhin 5,50 Euro Ersparnis aus.

Für Dieselfahrer gelten die gleichen Tageszeiten, da aber die erste Preisspitze morgens um 7 Uhr nicht so extrem ausgeprägt ist wie bei Benzin, beträgt die Ersparnis "nur" zehn Cent je Liter.

Sechs Preiserhöhungen pro Tag

Gut an der Tagesverlaufskurve zu sehen: Am Abend gibt es eine weitere Preisspitze, die im Vergleich zum Vorjahr hinzugekommen ist. Damit setzt sich ein seit Jahren erkennbarer Trend fort: Gab es vor fünf Jahren genau eine teure Phase während der Nachtstunden und anschließend ein gleichmäßiges Absinken der Preise zwischen den Morgen- und den frühen Abendstunden, lassen sich derzeit sechs regelmäßige, tägliche Preiserhöhungen identifizieren.

Mit Spritpreis-Apps die Preise im Blick behalten 

Die Verbraucher sind diesem Preisgebaren nicht hilflos ausgeliefert – im Gegenteil: Zahlreiche Anbieter wie der ADAC liefern laufend Informationen über die aktuellen Kraftstoffpreise, etwa mit entsprechenden Spritpreis-Apps wie der Smartphone-App „ADAC Spritpreise“. So können Autofahrer beim Tanken Geld sparen und außerdem den Wettbewerb auf dem Kraftstoffmarkt stärken.

Als Faustregel gilt: Zwischen 18 und 22 Uhr kann man günstig tanken – dies gilt es zu nutzen. Aber auch tagsüber gibt es mehrere kleinere Zeitfenster mit vergleichsweise niedrigen Marktpreisen. 

Weitere Informationen rund um den Kraftstoffmarkt stellt der ADAC unter www.adac.de/tanken bereit.