Dieselpreis und Benzinpreis: Rückgang bei beiden Kraftstoffen

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Von Sabrina Doschek

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Eine Tankstelle in Abenddämmerung
Tanken in Deutschland: Im Vergleich zur Vorwoche sind Benzin und Diesel billiger geworden© Shutterstock/MDV Edwards

Die Kraftstoffpreise sind gegenüber der Vorwoche gesunken, Super E10 lag zeitweise sogar unter zwei Euro je Liter. Alle Infos zum aktuellen Spritpreis in Deutschland.

  • Dieselpreis sinkt um 2,9 Cent je Liter, Super E10 um 4,3 Cent

  • Spritpreisdeckel ab 1. Januar 2027

  • So lässt sich beim Tanken sparen: Zu welcher Uhrzeit die Preise niedrig sind

Wochenvergleich: Benzin- und Dieselpreis billiger

Nach aktuellen ADAC Zahlen sind die Kraftstoffpreise gegenüber der Vorwoche gesunken. Ein Liter Super E10 kostet im Durchschnitt 2,041 Euro und damit 4,3 Cent weniger als in der Vorwoche. Diesel verbilligte sich um 2,9 Cent auf bundesweit durchschnittlich 2,260 Euro je Liter.

Der aktuelle Ölpreis im Wochenvergleich

Der Ölpreis hat in den vergangenen Tagen stark nachgegeben. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete zum Handelsschluss am Dienstag, 3. November, rund 104 US-Dollar und damit etwa fünf US-Dollar weniger als in der Vorwoche. Der deutliche Rückgang des Ölpreises ist aus Verbrauchersicht erfreulich und sollte sich auch an den Zapfsäulen bemerkbar machen.

Zwar sind die Kraftstoffpreise im Vergleich zur Vorwoche gesunken, angesichts der Entwicklung des Rohölpreises sollten weitere Preisrückgänge jedoch möglich sein. Insbesondere Diesel ist mit einem Abstand von knapp 22 Cent je Liter zu Super E10 weiterhin auf einem sehr hohen Preisniveau. Im Tagesverlauf fällt der bundesweite Durchschnittspreis für Super E10 kurz vor der täglichen Preiserhöhung um 12 Uhr zeitweise bereits unter die Marke von zwei Euro je Liter.

Tankrabatt seit 1. Oktober

Bund und Länder hatten sich angesichts der Allzeit-Höchststände bei Benzin und Diesel darauf verständigt, mit einem neuen Tankrabatt von Anfang Oktober bis Ende Dezember zu entlasten. Der Tankrabatt sieht vor, die Energiesteuer auf Diesel und Benzin um 14 Cent zu senken: Inklusive Mehrwertsteuer ergibt das eine Steuererleichterung um knapp 17 Cent.

ADAC fordert Abschaffung der 12-Uhr-Regel

Der ADAC spricht sich für die Abschaffung der 12-Uhr-Regel an den Tankstellen aus. Die Regel hat zwar die Zahl der täglichen Preisänderungen erheblich reduziert und den Zeitpunkt der Preiserhöhung vorhersehbarer gemacht – das hat die Preise aber keinesfalls gesenkt. Vielmehr hat sich die Preisdifferenz innerhalb eines Tages deutlich ausgeweitet.

Wer mittags nach 12 Uhr tanken muss, hat erhebliche Zusatzkosten, die sich in keiner Weise rechtfertigen lassen. Die 12-Uhr-Regel hat ihr Ziel aus Verbrauchersicht nicht erreicht. "Deshalb sollte sie abgeschafft werden", so ADAC Verkehrspräsident Peter König.

Bundesregierung: Spritpreisdeckel ab 2027

Ende September kündigte die Bundesregierung an, Gespräche mit der Mineralölwirtschaft mit dem Ziel aufzunehmen, spätestens zum 1. Januar 2027 einen Spritpreisdeckel nach dem Vorbild Luxemburgs oder Belgiens einzuführen. Besondere Priorität hat dabei die Versorgungssicherheit.

Der ADAC hat zur Versachlichung der Debatte über hohe Kraftstoffpreise die Studie „Regulierung im Kraftstoffmarkt – Auswirkungen und Alternativen“ bei Prof. Dr. Justus Haucap und Leonard Gregor am Düsseldorf Institute for Competition Economics (DICE) in Auftrag gegeben. Darin werden unterschiedliche Regulierungsansätze und ihre möglichen Auswirkungen auf Preise, Wettbewerb und Verbraucher untersucht.

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Studie im Auftrag des ADAC zur Regulierung von Kraftstoffpreisen
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Spritpreise: Österreich-Modell und Tankrabatt

Mit Beginn des Irankriegs Ende Februar 2026 waren die Benzin- und Dieselpreise massiv in die Höhe geschnellt. Weiter beschleunigt hatte sich diese Entwicklung durch die Einführung des sogenannten Österreich-Modells (Preiserhöhungen nur noch einmal täglich um 12 Uhr möglich) am 1. April.

Der Tankrabatt, also die Energiesteuersenkung um ca. 14 Cent, galt vom 1. Mai bis 30. Juni. Einschließlich des darauf anfallenden Umsatzsteueranteils sollte sich daraus eine Entlastung von 16,7 Cent brutto pro Liter ergeben, gerundet entspricht das den häufig genannten 17 Cent.

Hoher Spritpreis: So sparen Sie beim Tanken

Da Tankstellen in Deutschland ihre Preise seit der gesetzlichen Neuregelung nur noch einmal pro Tag um 12 Uhr erhöhen dürfen, ist Tanken nicht mehr am frühen Abend am günstigsten, sondern kurz vor dem Mittag.

Neben einer spritsparenden Fahrweise lassen sich die Tankkosten mit diesen Tipps reduzieren:

  • Die erstbeste Tankstelle ist nicht immer die günstigste: Autofahrende sollten deshalb vor dem Tanken Spritpreise vergleichen und an teuren Anbietern vorbeifahren. Die Preisunterschiede der Tankstellen betragen im Normalfall bis zu 7 Cent je Liter, im Vergleich zu Autobahntankstellen sogar noch deutlich mehr. So spart man nicht nur, sondern fördert auch den Wettbewerb auf dem Kraftstoffmarkt.

  • Auf teures Super E5 verzichten: In der Regel vertragen alle Benziner ab Produktionsdatum November 2010 Super E10. Daher sollte man auf das teurere Super E5 nach Möglichkeit verzichten. So lassen sich je Liter im Schnitt weitere 5 bis 6 Cent sparen.

  • Eine praktische Hilfe bei der Suche nach günstigen Tankstellen bietet die Spritpreis-App "ADAC Drive". Hier lassen sich rund um die Uhr die aktuellen Preise an den mehr als 14.000 Tankstellen in Deutschland vergleichen.

  • ADAC Mitglieder profitieren seit 1. September 2026 von Tankrabatten an rund 1100 Esso-Tankstellen: ADAC Mitglieder tanken bei Esso günstiger

Mit Material von dpa.