Benzinpreis und Dieselpreis: Sprit im Wochenvergleich etwas günstiger

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Von Sabrina Doschek

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Eine Spritpreis
Sprit erreicht Allzeithoch: Die Preise für Benzin und Diesel waren zuletzt so teuer wie nie zuvor© dpa/Elke Münzel

Im Vergleich zur Vorwoche haben sich sowohl Super E10 als auch Diesel vergünstigt. Dennoch bleibt Tanken teuer! Deshalb hat sich die Regierung auf eine Neuauflage des Tankrabatts verständigt, die am 1. Oktober startet. Der ADAC fordert zudem die Abschaffung der 12-Uhr-Regel an Tankstellen. Alle Infos.

  • Wochenvergleich: Super E10 um 0,9 Cent günstiger, Diesel um 1,9 Cent teurer

  • Neuauflage des Tankrabatts von Oktober bis Dezember beschlossen

  • So lässt sich beim Tanken sparen: Zu welcher Uhrzeit die Preise niedrig sind

Wochenvergleich: Benzin und Diesel etwas günstiger

Im bundesweiten Wochenvergleich haben sich sowohl Diesel als auch Benzin vergünstigt. Wie aktuelle Zahlen des ADAC zeigen, kostet am Dienstag, 29. September, ein Liter Super E10 rund 2,258 Euro und damit 0,9 Cent weniger als vergangene Woche. Im selben Zeitraum ist der Dieselpreis um 1,9 Cent gesunken und liegt im Schnitt bei 2,409 Euro.

Der aktuelle Ölpreis im Wochenvergleich

Gleichzeitig ist der Ölpreis leicht gestiegen: Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete am Dienstag, 29. September, zum Handelsschluss rund 103 US-Dollar, nach knapp unter 100 US-Dollar in der Vorwoche. Das grundsätzlich weiterhin hohe Preisniveau lässt aus Sicht des ADAC trotz des leichten Ölpreisanstiegs Spielraum für niedrigere Kraftstoffpreise.

Neuauflage des Tankrabatts ab Oktober

Bund und Länder haben sich angesichts der Allzeit-Höchststände bei Benzin und Diesel darauf verständigt, mit einem neuen Tankrabatt von Anfang Oktober bis Ende Dezember zu entlasten. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat das Gesetz am Freitag, 25. September, unterzeichnet. Der Tankrabatt sieht vor, die Energiesteuer auf Diesel und Benzin um 14 Cent zu senken: Inklusive Mehrwertsteuer ergibt das eine Steuererleichterung um knapp 17 Cent.

Mit der Senkung der Energiesteuer ist davon auszugehen, dass die Kraftstoffpreise sukzessive sinken werden. Der ADAC fordert, dass die Steuersenkung im Laufe der ersten Oktobertage vollständig an die Verbraucher und Verbraucherinnen weitergegeben wird.

ADAC fordert zudem Abschaffung der 12-Uhr-Regel

Der ADAC spricht sich außerdem für die Abschaffung der 12-Uhr-Regel an den Tankstellen aus. Die Regel hat zwar die Zahl der täglichen Preisänderungen erheblich reduziert und den Zeitpunkt der Preiserhöhung vorhersehbarer gemacht – das habe die Preise aber keinesfalls gesenkt. Vielmehr hat sich die Preisdifferenz innerhalb eines Tages deutlich ausgeweitet. Wer mittags nach 12 Uhr tanken muss, hat erhebliche Zusatzkosten, die sich in keiner Weise rechtfertigen lassen. Die 12-Uhr-Regel habe ihr Ziel aus Verbrauchersicht nicht erreicht. "Deshalb sollte sie abgeschafft werden", so ADAC Verkehrspräsident Peter König.

Spritpreise: Österreich-Modell und Tankrabatt

Mit Beginn des Irankriegs Ende Februar 2026 waren die Benzin- und Dieselpreise massiv in die Höhe geschnellt. Weiter beschleunigt hatte sich diese Entwicklung durch die Einführung des sogenannten Österreich-Modells (Preiserhöhungen nur noch einmal täglich um 12 Uhr möglich) am 1. April.

Der Tankrabatt, also die Energiesteuersenkung um ca. 14 Cent, galt vom 1. Mai bis 30. Juni. Einschließlich des darauf anfallenden Umsatzsteueranteils sollte sich daraus eine Entlastung von 16,7 Cent brutto pro Liter ergeben, gerundet entspricht das den häufig genannten 17 Cent.

Hoher Spritpreis: So sparen Sie beim Tanken

Da Tankstellen in Deutschland ihre Preise seit der gesetzlichen Neuregelung nur noch einmal pro Tag um 12 Uhr erhöhen dürfen, ist Tanken nicht mehr am frühen Abend am günstigsten, sondern kurz vor dem Mittag.

Neben einer spritsparenden Fahrweise lassen sich die Tankkosten mit diesen Tipps reduzieren:

  • Die erstbeste Tankstelle ist nicht immer die günstigste: Autofahrende sollten deshalb vor dem Tanken Spritpreise vergleichen und an teuren Anbietern vorbeifahren. Die Preisunterschiede der Tankstellen betragen im Normalfall bis zu 7 Cent je Liter, im Vergleich zu Autobahntankstellen sogar noch deutlich mehr. So spart man nicht nur, sondern fördert auch den Wettbewerb auf dem Kraftstoffmarkt.

  • Auf teures Super E5 verzichten: In der Regel vertragen alle Benziner ab Produktionsdatum November 2010 Super E10. Daher sollte man auf das teurere Super E5 nach Möglichkeit verzichten. So lassen sich je Liter im Schnitt weitere 5 bis 6 Cent sparen.

  • Eine praktische Hilfe bei der Suche nach günstigen Tankstellen bietet die Spritpreis-App "ADAC Drive". Hier lassen sich rund um die Uhr die aktuellen Preise an den mehr als 14.000 Tankstellen in Deutschland vergleichen.

  • ADAC Mitglieder profitieren seit 1. September 2026 von Tankrabatten an rund 1100 Esso-Tankstellen: ADAC Mitglieder tanken bei Esso günstiger

Mit Material von dpa.