Tankkosten: Benzinpreis und Dieselpreis spürbar teurer
Von Redaktion

Die Kraftstoffpreise kennen diese Woche nur eine Richtung: nach oben. Besonders Dieselfahrer bekommen das zu spüren. Plus: Wie Sie beim Tanken sparen können.
Dieselpreis so hoch wie zuletzt im April 2024
Rohölpreis etwa auf Vorwochenniveau
Kosten sparen: Abends statt morgens tanken
Benzinpreis und Dieselpreis aktuell
Die Kraftstoffpreise sind gegenüber der Vorwoche ein gutes Stück nach oben geklettert. Mehr noch als bei Benzin hat der Preis für Dieselkraftstoff zugelegt. Die aktuelle ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise in Deutschland zeigt, dass Diesel um 2,3 Cent teurer ist als vor Wochenfrist und damit im Schnitt 1,721 Euro je Liter kostet.
Super E10 verteuerte sich um 1,2 Cent und kostet im bundeweiten Mittel 1,748 Euro. Teurer als derzeit war Super E10 zuletzt vor knapp einem Jahr, Diesel kostete seit Mitte April 2024 nicht mehr so viel wie zurzeit.
Rohölpreis fast unverändert zur Vorwoche
Etwa auf dem Niveau der Vorwoche stehen die Rohölnotierungen: Für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Sorte Brent müssen zurzeit rund 67 US-Dollar bezahlt werden und damit etwa ein Dollar weniger als vor einer Woche. Allerdings hat der Euro im Vergleich zum US-Dollar wieder etwas an Stärke eingebüßt.
Aus Sicht des ADAC ist der Benzinpreis damit auf einem noch vertretbaren Niveau, nicht jedoch der Dieselpreis. Angesichts der sehr geringen Differenz von 2,7 Cent zum Preis von Super E10 sieht der ADAC Luft für Preisnachlässe bei Diesel trotz saisonaler Effekte wie etwa der Heizölnachfrage aufgrund der kalten Witterung.
Zur Erinnerung: Auf einen Liter Diesel sind rund 20 Cent weniger Energiesteuer zu bezahlen – von diesem Unterschied sind die aktuellen Kraftstoffpreise weit entfernt.
Tanken im Januar gegenüber Dezember stark verteuert
Wie die aktuelle ADAC Auswertung im Januar zeigt, kostete ein Liter Super E10 im Monatsdurchschnitt 1,739 Euro. Im Vergleich zum Dezember ist dies ein Plus von 8,6 Cent. Noch stärker stieg der Dieselpreis: Im Schnitt musste man im Januar für einen Liter 1,692 Euro bezahlen, das waren 9,4 Cent mehr als im Vormonat.
Damit war Diesel im Januar nur noch 4,7 Cent billiger als Super E10, obwohl auf den Liter Diesel gut 20 Cent weniger Energiesteuer anfällt. Hauptursache für den deutlichen Anstieg der Spritpreise waren vor allem die höheren Rohölnotierungen.
Kosten sparen: Abends statt morgens tanken
Wer beim Tanken sparen möchte, sollte die Preisunterschiede im Tagesverlauf beachten und noch am Vorabend tanken: Dann sind die Kraftstoffpreise im Schnitt rund 13 Cent je Liter niedriger als morgens.
Preiserhöhung an Tankstellen nur einmal am Tag? Warum das Autofahrenden nichts bringt
So wird Tanken für Sie zusätzlich günstiger
Neben einer spritsparenden Fahrweise lassen sich die Tankkosten mit diesen Tipps weiter reduzieren:
Die erstbeste Tankstelle ist nicht immer die günstigste: Autofahrende sollten deshalb vor dem Tanken Spritpreise vergleichen und an teuren Anbietern vorbeifahren. Die Preisunterschiede der Tankstellen betragen bis zu 7 Cent je Liter, im Vergleich zu Autobahntankstellen sogar noch deutlich mehr. So spart man nicht nur, sondern fördert auch den Wettbewerb auf dem Kraftstoffmarkt.
Auf teures E5 verzichten: In der Regel vertragen alle Benziner ab Produktionsdatum November 2010 Super E10. Daher sollte man auf das teurere E5 nach Möglichkeit verzichten. So lassen sich je Liter im Schnitt weitere 5 bis 6 Cent sparen.
Tankrabatt mit der ADAC Kreditkarte mitnehmen: Mit der ADAC Kreditkarte und dem Paket "Sparen" erhalten Sie weltweit 2 Prozent ADAC Tankrabatt auf Tankstellenumsätze. Aus technischen Gründen sind einzelne Tankstellen, die zu Super- oder Baumärkten gehören, ausgeschlossen.