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Tipps und Tricks: Alles zur Parkscheibe

Pink_Scheibe

Auf vielen Parkplätzen dürfen Autos nur für eine gewisse Zeit abgestellt werden. Um hier zu parken, muss man eine Parkscheibe benutzen. Doch auf welche Uhrzeit muss man sie stellen? Und wie bringe ich eine Parkscheibe am Motorrad an? Wir klären die wichtigsten Fragen.


Wie stelle ich die Scheibe richtig ein?


Wichtig ist, dass die Parkscheibe so im Auto liegt, dass sie von außen gut lesbar ist, am besten auf dem Armaturenbrett. Erlaubt wäre auch auf der Hutablage. Allerdings wird das Ordnungsamt sie dort kaum vermuten.


Die Parkscheibe wird auf die nächste halbe Stunde nach der Ankunft eingestellt. Selbst wenn das Auto um 16.01 Uhr abgestellt wird, soll der Fahrer die Parkscheibe auf 16.30 Uhr stellen. Genau das verlangt § 13 StVO. Es ist weder nötig noch ratsam, den Zeiger exakt auf die Ankunftszeit zu stellen. 


Darf ich später wieder kommen und nachdrehen?


Das Weiterdrehen der Parkscheibe nach Ende der erlaubten Parkzeit ist verboten. Durch die Beschränkung soll erreicht werden, dass möglichst viele verschiedene Fahrzeuge nacheinander auf dem Parkplatz parken können. Überziehen Autofahrer die erlaubte Zeit um 30 Minuten, werden zehn Euro fällig, bei einer Stunde 15 Euro. Bei zwei Stunden drohen 20 Euro Strafe und bei mehr als drei Stunden sogar 30 Euro.


Eine Verlängerung der Parkzeit ist trotzdem möglich – indem Sie das Auto einmal um den Block fahren. Entscheidend ist, dass ein neuer Parkvorgang eingeleitet wird. Den Wagen lediglich in der Parklücke vor- und zurückzufahren gilt jedoch nicht. 


Wie funktioniert die elektronische Parkscheibe?


Die elektronische Parkscheibe stellt sich mithilfe eines integrierten Bewegungsmelders automatisch auf den Anfang der Parkzeit ein. Auch hier wird auf die nächste halbe Stunde aufgerundet, beispielsweise von 16.31 Uhr auf 17 Uhr.


Seit 2005 ist diese Alternative zur klassischen Parkscheibe erlaubt. Seitdem dürfen auch elektronische Parkscheiben verwendet werden, wenn sie gewisse Bedingungen erfüllen. Eine amtliche Zulassung stellt sicher, dass ihre Einstellung nach dem Abstellen nicht nachträglich verändert wird. Verboten sind dagegen mitlaufende Parkscheiben, die sich in regelmäßigen Zeitabständen automatisch nachstellen. Sie werden im Internet als Gadget verkauft.


Hier lesen Sie Rechtliches zur elektronischen Parkscheibe.


Darf die Parkscheibe eine andere Farbe haben?


Bei Pink sehen Politessen gewissermaßen rot: Eine Parkscheibe muss immer blau-weiß gefärbt sein und dem Größenstandard entsprechen: elf Zentimeter breit und 15 Zentimeter hoch. Andernfalls droht eine Strafe von zehn Euro. 


Manche Autofahrer schreiben die Uhrzeit auf einen Zettel, wenn sie keine Parkscheibe dabeihaben. Auch diese Alternative wird generell nicht akzeptiert.


Wie kommt die Parkscheibe ans Motorrad?


Trotz platzsparender, schlanker Bauart: Auf Gehwegen parken dürfen Motorradfahrer nur bei entsprechender Beschilderung. Und auch in der Parkscheiben-Zone gibt es keine Sonderregelungen für Bikes. Ein handgeschriebener Zettel mit der Ankunftszeit wird in aller Regel nicht akzeptiert.

 

Dem Motorradbesitzer hilft letzten Endes nur die geschickte Anbringung einer Parkscheibe. Beispielsweise ein gelochtes Exemplar, das mit einem Kabelbinder am Bike befestigt wird. Natürlich kann man auch auf das Wohlwollen der Parkkontrolleure setzen, einen rechtlichen Anspruch darauf gibt es aber nicht.


Hier finden Sie unsere kleine Regelkunde rund ums Thema Parken.


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