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Täglich 4000 Kilometer Stau

23.01.2018

Die ADAC Staubilanz 2017 zeigt: Die Zahl der Staus ist um 4 Prozent gestiegen. Die staureichsten Monate waren Juni und September, der schlimmste Tag der 24. Mai. Im Durchschnitt bildete sich jeden Tag eine Blechlawine von knapp 4000 Kilometern.

 

Stau Staubilanz Winter
Geduld gefragt: 2017 mussten Autofahrer häufiger und länger im Stau stehen als in den Jahren zuvor.

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Staubilanz 2017 Stau
Wochentage im Vergleich: Vor allem der Berufsverkehr verstopft die Straßen.

In unserer Staubilanz 2017 sind rund 723.000 Staus verzeichnet – etwa 4 Prozent mehr als 2016. Auch bei den Staukilometern gab es einen Zuwachs: Sie summierten sich auf eine Gesamtlänge von 1.448.000 Kilometer – ein Plus von 5 Prozent. Im Schnitt bildete sich damit jeden Tag eine Blechlawine von knapp 4000 Kilometern.

Die Zeit, die Verkehrsteilnehmer im Stau verbrachten, stieg auf 457.000 Stunden, 9 Prozent mehr als im Vorjahr. Ursachen für die Zunahme sind die um 1,3 Prozent gestiegene Kfz-Fahrleistung sowie die anhaltend rege Bautätigkeit. Von den 2200 Kilometern Autobahn, die bis 2015 hätten ausgebaut werden sollen, konnte bislang nur etwas mehr als die die Hälfte realisiert werden.

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Die Staulängen variieren von Bundesland zu Bundesland.

A3 schlimmste Staustrecke

Wie in den Vorjahren entfielen auf die Bundesländer Nordrhein-Westfalen (35 Prozent), Bayern (18 Prozent) und Baden-Württemberg (11 Prozent) etwa zwei Drittel aller Staus. Die Summe der Staukilometer stieg in Nordrhein-Westfalen um 17 Prozent auf rund 455.000, in Bayern war ein Rückgang von 4 Prozent auf etwa 283.000 Kilometer zu verzeichnen. Gemessen an der Länge des Autobahnnetzes sind die Stadtstaaten Hamburg und Berlin erwartungsgemäß Stau-Spitzenreiter. Bei den Flächenstaaten rangieren Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Hessen auf den vorderen Plätzen.

Bei den überregionalen Fernautobahnen ist erneut die A3 die schlimmste Staustrecke. Hier wurden 208 Kilometer Stau je Autobahnkilometer gemessen. Platz zwei belegt die A5 mit 180 Kilometern vor der A8 mit 177 Kilometern. Der mit Abstand am meisten von Stau betroffene Streckenabschnitt war die A3, Passau – Linz. Ursache dafür waren die Kontrollen der Grenzbehörden bei der Einreise von Österreich nach Deutschland. Weitere Top-Stauabschnitte sind die A3, Oberhausen – Köln sowie die A8 Stuttgart – Karlsruhe.

Lange Staus im Juni und im September

Der staureichste Tag des Jahres 2017 war Mittwoch, der 24. Mai. Am Tag vor Christi Himmelfahrt staute sich der Verkehr auf insgesamt 10.000 Kilometern. Der im Schnitt stauträchtigste Wochentag war 2017 der Donnerstag mit knapp 5400 Kilometer Stau. Nur unwesentlich kürzer waren die Schlangen am Freitag und am Mittwoch. Deutlich weniger Staus waren an Wochenenden zu verzeichnen: am Samstag 1650 Kilometer und am Sonntag durchschnittlich 1600 Kilometer.

Die längsten Staus bildeten sich im Juni (147.306 Kilometer) und im September (143.485 Kilometer). Im Urlaubsmonat August waren es vergleichsweise geringe 110.572 Kilometer. Die wenigsten Staus gab es in den Monaten Januar, Februar und Dezember. Hier waren viele Baustellen beendet oder unterbrochen.

Hier lesen: Sommerstau-Bilanz 2017

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