Details zum Mooswand-Projekt

Auf dem Gelände des ADAC Württemberg begann im November 2017 ein spannendes Projekt. Nur wenige Meter von der Feinstaubmessstation am Neckartor entfernt, wird bis Anfang 2020 in einem Forschungsprojekt die Entwicklung eines modularen Mooswandsystems zur Feinstaubbindung und Lärmminderung durchgeführt. Von starkem Interesse ist dabei, bei welchem Wandaufbau verschiedene Moosarten optimale Bedingungen für die Feinstaubaufnahme vorfinden.
Der ADAC Württemberg erachtet es als wichtig und überaus sinnvoll, innovative Maßnahmen zur Feinstaubreduzierung zu erproben. Um die Moose bei unterschiedlichen Witterungsbedingungen zu testen, wurden die drei Mooswände auf dem Grundstück des ADAC Württemberg in verschiedene Himmelsrichtungen ausgerichtet. Es werden verschiedene Wandaufbauten, Bewässerungstechniken und Moosarten getestet. Das Modularsystem dieser Wände ermöglicht es, die Systeme in unterschiedlichstem Straßenraumbereich zu integrieren und Moose bei Bedarf problemlos auszutauschen. Ziel ist es, dass die Mooswände zukünftig zum Lärmschutz und zur Verbesserung der Luftqualität eingesetzt werden können. Der Standort Neckartor stellt durch die hohe Feinstaubbelastung dabei einen optimalen Standpunkt zum Testen der Moose dar.

Info: Moose haben eine große Blattoberfläche, an der sie Feinstaub binden und verstoffwechseln können. Zudem sind sie besonders widerstandsfähig. Um das Potenzial von Mooswänden optimal auszuschöpfen, haben sich die Ed. Züblin AG, die Helix Pflanzen GmbH und die DITF-Deutsche Institute für Textil- und Faserforschung zum Forschungsprojekt MoosTex zusammengeschlossen. Ziel ist es, ein mit Moosen besiedeltes, modulares Wandsystem zur Feinstaubbindung zu entwickeln, das in urbanen Räumen mit hoher Verkehrsbelastung flexibel und wirtschaftlich eingesetzt werden kann.