Der neue Land Rover Defender: So sieht er aus!

20.3.2019

Erwischt: Erste Erlkönig-Bilder vom neuen Land Rover Defender zeigen, dass die Geländewagen-Ikone auch in der Neuauflage ab 2020 ein echter Landy bleibt. Fakten, Daten, Bilder
 
Landrover Defender fahrend, schräg vorne
Der getarnte Land Rover Defender auf der Nürburgring-Nordschleife
  • Mit Einzelradaufhängung statt Starrachse
  • Auch mit Hybrid-Antrieb oder als Elektro-Variante
  • Hervorragende Offroad-Eigenschaften bleiben
     

Ja, es gibt sie noch, die Ikonen im Automobilbau! Sogar ganz neu gemacht: Denn spätestens 2020 kommt die Neuauflage der Gelände-Ikone Land Rover Defender, die getarnt bei ersten Tests auf der Nürburgring-Nordschleife erwischt wurde.

2016 war die Trauer bei den Fans noch groß. Denn in diesem Jahr wurde die Produktion des Land Rover Defender nach 68 Jahren Bauzeit und mehr als zwei Millionen produzierten Fahrzeugen eingestellt. Der einst für die Nutzung in der Landwirtschaft entwickelte, später durch die Fernsehserie Daktari mit Dr. Marsh Tracy bekannt gewordene Geländewagen – von seinen Anhängern nur "Landy" genannt – war mit den EU-Richtlinen zum Fußgängerschutz nicht mehr kompatibel.

Vorne dynamisch, hinten kantig

Zoom-In
Landrover Defender fahrend, von hinten
Trotz Tarnung erkennbar: Das Heck bleibt kantig

Mit diesen Bildern dürften auch eingefleischte Defender-Fans beruhigt durchatmen. Klar, vorne wird der neue Landy die inzwischen typischen Rover-Merkmale mit den schmalen Matrixscheinwerfern und glattem Kühlergrill bekommen. Und auch die Frontscheibe wird aerodynamisch flacher. Doch die eher eckige Grundform und das ausgeprägt kantige Heck bleiben Stilelement.

Auf einem inzwischen wieder gelöschten Twitter-Account tauchten auch schon erste Innenraum-Bilder auf, die allerdings von Land Rover nicht bestätigt wurden.

Dort ist hinter einem Vierspeichen-Lenkrad ein Volldigital-Cockpit zu sehen. Und vor allem: ein mittig angebrachter Automatik-Schalthebel. Auf den stylischen Drehschalter, der nach dem Start ausfährt, verzichtet Land Rover beim neuen Defender also.

Das Chassis kommt vom Discovery

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Landrover Defender fahrend, von vorne
Schon zu sehen: Der Neue bekommt die schmalen Land Rover-Scheinwerfer

Dass der Defender das Standardfahrzeug der britischen Streitkräfte war oder in vielen unwegsamen Krisengebieten der Erde bevorzugt von humanitären Hilfsorganisationen eingesetzt wurde, lag auch an seiner Robustheit – angeblich sind noch 75 Prozent aller jemals gebauten Defender im Einsatz. 

Die Robustheit hat auch mit dem einfach, aber langlebig konstruiertem Fahrwerk mit Leiterrahmen und Starrachsen zu tun. Doch damit ist Schluss: Der neue Defender bekommt die Land-Rover-Einheitsplattform mit Einzelradaufhängung, die auch der Land Rover Discovery nutzt. Mit dem läuft er wohl auch vom gleichen Band.

Sicher gibt es wieder zwei Karosserievarianten: Den Ninety (90) und den One Ten (110), was dem Radstand in Zoll entspricht. Ob auch die 130er-Variante oder ein Pick-up neu aufgelegt wird, ist noch nicht bekannt.

Mercedes G-Klasse offroad fahrend

Der Rivale: Mercedes G-Klasse

Auch, wenn man ihr es nicht gleich ansieht: Die kultige Mercedes G-Klasse ist eine komplette Neuentwicklung. Unsere Testfahrt klärt, wie gut die aktuelle Generation geworden ist.

Fahrbericht, technische Daten, Motor, Preis

Auch Elektro-Varianten sind möglich

Zoom-In
Landrover Defender fahrend, von der Seite
Ob auch eine Pick-Up- oder Cabrio-Version geplant ist?

Die universelle Land-Rover-Plattform ermöglicht auch den Einbau der kompletten Motorenpalette. Auf die Verbrenner können die Briten natürlich nicht verzichten, weshalb hier die Vierzylinder Diesel- und Benzinmotoren der Ingenium-Baureihe erste Wahl sein werden – und Defender-Enthusiasten wünschen sich natürlich einen Sechszylinder.

Doch die Plattform hat natürlich auch Platz für alle möglichen elektrifizierten Varianten – vom Mild-Hybrid über den Plug-in-Hybrid bis zum reinen Elektroantrieb.

 Und dass Land Rover bei der hervorragenden Geländegängigkeit des Defenders keine Abstriche macht, beweisen die ersten Erlkönig-Bilder auch: In puncto Bodenfreiheit sowie Böschungs- und Rampenwinkel ist der Neue ganz der alte.

 

Text: Thomas Kroher. Fotos: Stefan Baldauf/SB-Medien.

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