Mazda CX-3: Fahrbericht zum Facelift

26.9.2018

Mit dem Mini-SUV CX-3 landete Mazda 2015 einen Volltreffer. Jetzt hat ihn der japanische Hersteller aufgefrischt. Erste Testfahrt, Daten, Video und Preise 

Frontansicht Mazda CX-3
Der Mazda CX-3 mit verändertem Grill und neuen 18-Zoll-Alurädern 
  • Unter den City-SUVs sieht der Mazda CX-3 immer noch am besten aus 
  • Die Modellpflege bringt Verbesserungen im Detail, der Preis bleibt stabil
  • Konkurrenten: Opel Mokka X, Seat Arona, Ford EcoSport, Hyundai Kona, Kia Stonic

 

Wer früh mit einem trendigen Produkt auf den Markt kommt, muss sich um den Absatz kaum Sorgen machen. So erging es Mazda 2015 mit dem CX-3. Der City-SUV hatte nicht nur wenig Konkurrenz im Segment. Er überzeugte auch durch sportliches Design, seine Fahreigenschaften, mit dem Verbrauch und seiner Funktionalität. Kein anderer Hersteller konnte da mithalten.

Hochwertiges Interieur mit noch mehr Komfort

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Interieur Mazda CX-3
Platz: Im Innenraum des CX-3 gibt es nach dem Facelift mehr Ablageflächen  

Mittlerweile aber setzen auch die Wettbewerber auf die Klasse der kleinen Kraxler. Ein Grund mehr für Mazda, den CX-3 aufzufrischen. Wie bei den meisten Herstellern üblich, fasst auch Mazda das Blech nicht an, weil das hohe Werkzeugkosten nach sich ziehen würde. So muss ein bisschen Kosmetik reichen, was dem CX-3 einen veränderten Frontgrill, überarbeitete Rückleuchten und rundum neue 18-Zoll-Aluräder einbringt.

Innen hat man es bei der Form des Armaturenbrettes belassen, aber hochwertigere Materialien verwendet. Der übliche Handbremshebel fehlt, stattdessen hat der CX-3 eine elektronische Parkbremse, kombiniert mit einer automatischen Anfahrhilfe. Zurückrollen an Steigungen ist damit passé. Den gewonnenen Platz haben die Designer genutzt, um eine neue Mittelkonsole zu gestalten – mit Ablagebox, Becherhalter und Armlehne.

Weil mehr und mehr junge Leute zur Klientel des CX-3 gehören, lässt sich Mazda auch beim Thema Konnektivität nicht lumpen. Smartphones können nun über Apple Carplay oder Android Auto mit dem Bordsystem verbunden werden. Einer Sprachsteuerung beispielsweise über Apples Siri steht damit nichts mehr im Wege.

Bessere Motoren, schönere Details

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Heckansicht Mazda CX-3
Schickes Stadtauto: Der überarbeitete Mazda CX-3 ist 4,28 Meter lang

Die größten Änderungen finden sich unter der Haube. Die Motoren wurden auf mehr Komfort, geringeren Verbrauch und bessere Emissionen getrimmt. Beim Diesel ist der Hubraum von 1,5 auf 1,8 Liter gewachsen. Seine Leistung steigt auf 85 kW/115 PS, das Drehmoment bleibt bei 270 Newtonmetern. Durch innermotorische Maßnahmen hat es Mazda geschafft, den Selbstzünder im CX-3 so sauber zu bekommen, dass er die Abgashürde Euro 6d-temp auch ohne SCR-Kat und Harnstoffeinspritzung schafft.

Ähnliches ist mit den beiden Zweiliter-Ottomotoren gelungen, sie benötigen keinen Partikelfilter. Die meisten CX-3-Kunden wählen den Vierzylinder mit 89 kW/121 PS. Er bildet zugleich die Einstiegsversion bei den Benzinern (Topmodell ist die Variante mit 110 kW/150 PS) und überzeugte bei einer ersten Testfahrt durch Laufruhe und Komfort. Allerdings braucht er Drehzahlen, wenn es mal flotter vorangehen soll, etwa beim Überholen.

Dank der besten Handschaltung im Segment bereitet das aber keine Probleme. Gegen Aufpreis bietet Mazda eine Automatik an, ebenso Allradantrieb – was den Verbrauch weiter erhöht. Schon jetzt zeigte unser Bordcomputer mehr als acht Liter an. Nach dem neuen Verbrauchszyklus WLTP soll sich der Motor aber mit 6,6 Liter zufriedengeben.

Erfreulich ist das Fahrverhalten. Präzise zieht der CX-3 seine Bahn, die Lenkung ist leichtgängig und direkt, die Federung straff, aber genügend komfortabel abgestimmt. Es macht Spaß, dieses Auto zu fahren, zumal auch seine Abmessungen (Länge: 4,28 Meter) sehr gut in den städtischen Alltag passen. Für rückwärts zu bewältigende Parksituationen gibt es eine Kamera, Sensoren erkennen dabei sogar Querverkehr.

Es bleibt beim Preis von 17.990 Euro

Insgesamt hat Mazda seinem City-SUV nochmals mehr Assistenten mit auf den Weg gegeben. Das System erkennt jetzt selbst bei 80 km/h noch Fußgänger – am Tag und bei Nacht. Neue Optionen sind zudem Stauassistent und Matrix-LED-Licht, beides nicht unbedingt üblich im Segment.

Der CX-3 steht ab sofort beim Händler und startet wie bisher bei 17.990 Euro. Allerdings dürfte kaum ein Exemplar in der Basis-Ausstattung den Hof verlassen, selbst wenn diese halbwegs ausreichend ist. Wer nur einige Komfort- und Sicherheitsextras an Bord haben möchte, muss auf höherwertige Linien wechseln – und sollte sich damit anfreunden, dass der kleine SUV plötzlich bis zu 10.000 Euro mehr kostet.

 

Sehen Sie hier den neuen Mazda CX-3 in einem Video vom Motor Informationsdienst

Technische Daten (Herstellerangaben)
Mazda CX-3 SkyActiv-G 121
Mazda CX-3 SkyActiv-D 115
Motor Vierzylinder-Turbobenziner, 1998 cm3, 89 kW/121 PS, 207 Nm bei 2800 U/min Vierzylinder-Turbodiesel, 1759 cm3, 85 kW/115 PS, 270 Nm bei 1600-2600 U/min
Antrieb Front- oder Allradantrieb
Front- oder Allradantrieb
Fahrleistungen 9,0 s von 0 auf 100 km/h, Spitze 192 km/h 9,9 s von 0 auf 100 km/h, Spitze 184 km/h
Verbrauch
6,6 l Super/100 km,
5,2 l Diesel/100 km
Maße
L 4,28 / B 1,77 / H 1,54 m
L 4,28 / B 1,77 / H 1,54 m
Leergewicht
1259 kg
1318 kg
Kofferraum 350 – 1260 Liter 350 – 260 Liter
Preis 17.990 Euro  22.290 Euro

 

Text: Michael Specht/SP-X. Fotos: PR

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