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München | 02.12.2019

E-Auto-Brand: So löscht die Feuerwehr

Feuerwehr löscht brennendes Auto
Fahrzeugbrände sind lebensgefährlich

Das Risiko eines Fahrzeugbrandes bei E-Autos ist nicht höher als bei herkömmlichen Fahrzeugen. Das haben ADAC Crashtests erwiesen. Bei der Brandbekämpfung gibt es aber Unterschiede. Die Feuerwehr bereitet sich entsprechend vor.

"Wenn ein E-Auto-Akku brennt, dann ist durchaus mit enormer Brandleistung zu rechnen - die ist bei einem Akku aber nicht geringer als bei einem aufgerissenen Tank", sagt Karl-Heinz-Knorr, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes. Denn: Die Energie, die freigesetzt wird, sei unabhängig von der Technologie darauf ausgelegt, das Auto über eine längere Strecke in Bewegung zu setzen.

Ausschlaggebend dafür, dass brennende Autos heutzutage eine größere Hitze und mehr Flammen als noch vor einigen Jahrzehnten entwickelten, sei die deutliche Zunahme verbauter brennbarer Stoffe: mehr Dämmung, breitere Reifen. Auch die andere Beschaffenheit der Polster sei ein Grund dafür.

Löschmittel der Wahl bei E-Autos: Wasser

Anders als bei brennendem Treibstoff, dem die Einsatzkräfte meist durch Löschschaum den notwendigen Sauerstoff entziehen, ist laut Knorr bei Lithium-Ionen-Akkus aber Wasser das geeignete Löschmittel. "Es reicht nicht, die sichtbaren Flammen zu ersticken."

Bei einem Feuer werde die Energie vor allem im Innern des Akkus freigesetzt, wo der Brand wie bei einem Dominoeffekt von Teilzelle zu Teilzelle überspringe. Um diesen zu löschen, helfe nur kühlen. Damit das gelinge, benötige man in der Regel mehr Wasser als gewöhnlich.

Der Gefahr, dass beim Einsatz von Wasser in elektrischen Anlagen Spannung auf die Einsatzkräfte überspringt, begegnet die Feuerwehr mit einem speziellen Wasserstrahl. Dieser besteht aus einzelnen Tröpfchen, so dass der Strom bei Wahrung von gewissen Sicherheitsabständen nicht zurückfließen und auf die Einsatzkräfte überspringen kann.

Detaillierte Informationen zur Sicherheit von E-Autos erhalten Sie hier.

Text: Norbert Prack mit Material von dpa. Foto: imago images/Becker&Bredel

Kontakt zur Redaktion: redaktion@adac.de