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Der ADAC

"Anlieger frei“ – wer darf durch?

Dieses Video wird über YouTube abgespielt. Es gelten die Datenschutzbestimmungen von Google. Bild: © ADAC/Carolin Erbe

Fast jeder hat das Zusatzzeichen "Anlieger frei" in Verbindung mit einem Durchfahrtsverbot-Schild schon gesehen. Die Zufahrt ist nur Anliegern erlaubt.

  • Ob "Anlieger frei" oder "Anwohner frei" – es gelten dieselben Regelungen

  • Wer die Straße als Schleichweg nutzt, dem droht ein Verwarnungsgeld

  • Wer parkt, ohne Anlieger zu sein, riskiert ein Verwarnungsgeld ab 30 Euro

Wer ist Anlieger?

Eine gesetzliche Definition des Begriffs "Anlieger" existiert nicht. Die Rechtsprechung hat jedoch die Bedeutung nach dem allgemeinen Sprachgebrauch und der Verkehrssitte ermittelt: Anlieger ist, wer ein an der Straße anliegendes Grundstück bewohnt oder zu einer Erledigung aufsuchen muss.

Auch Besucher können Anlieger sein

Nicht nur Anlieger, sondern auch Menschen, die jemanden besuchen wollen, dürfen einfahren. Dabei spielt es keine Rolle, ob derjenige, den man besuchen möchte, zu Hause ist. Es genügt die Absicht ihn besuchen zu wollen. Erkennt der Anlieger bei Vorbeifahrt, dass niemand daheim ist, kann er ohne anzuhalten weiterfahren und bleibt Anlieger. Selbst unerwünschte Besucher (z. B. ein Gerichtsvollzieher) sind zum Einfahren berechtigt.

Das Zusatzschild "Anlieger frei" erlaubt außerdem nicht nur Anliegern die Durchfahrt. Sondern auch, wie es im Juristendeutsch heißt, Personen, deren "Anliegereigenschaft" auf einer rechtlichen Beziehung zu den Grundstücken basiert – das können zum Beispiel Eigentümer oder Pächter des Schrebergartens sein.

Auch ein Bauunternehmer oder ein Handwerker, der vom Anlieger zur Verrichtung einer handwerklichen Tätigkeit auf seinem Grundstück beauftragt worden ist, darf in die Sperrzone einfahren.

Teurer Schleichweg

Wer die Anliegerstraße z.B. mit dem Auto unberechtigt befährt muss mit einem Verwarnungsgeld in Höhe von 55 Euro rechnen, mit dem Fahrrad können 25 Euro verhängt werden. Wer das Fahrzeug parkt, ohne Anlieger zu sein, riskiert ein Verwarnungsgeld ab 30 Euro.