Wärmepumpenstrom: Was Heizstrom für Wärmepumpen kostet und wann er sich lohnt

• Lesezeit: 10 Min.

Von Konstantin Grassl, André Gieße

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Wärmepumpen vor einem Haus
Wer eine Wärmepumpe betreibt, kann mit dem richtigen Tarif jährlich mehrere Hundert Euro sparen© IMAGO/Sabine Gudath

Wärmepumpenstrom ist meist günstiger als Haushaltsstrom. Doch ein zusätzlicher Stromtarif und -zähler lohnen sich nicht automatisch. Entscheidend sind Verbrauch, Tarifpreise, Netzentgelt-Rabatt und zusätzliche Fixkosten.

  • Wärmepumpenstrom ist bis zu 30 Prozent günstiger als Haushaltsstrom

  • Für den maximalen Netzentgelt-Rabatt ist ein separater Stromzähler erforderlich

  • Erst ab einem bestimmten Jahresverbrauch lohnt sich ein spezieller Tarif zum Heizen

Was ist Wärmepumpenstrom?

Wärmepumpenstrom ist ein spezieller, vergünstigter Stromtarif ausschließlich für den Betrieb einer Wärmepumpe. Ein separater Wärmepumpentarif setzt in der Regel einen eigenen Zähler voraus. Bei einer drohenden lokalen Netzüberlastung darf der Netzbetreiber die Leistung neuer steuerbarer Wärmepumpen vorübergehend reduzieren. Haushalt und Wärmepumpe bleiben grundsätzlich weiter versorgt. Im Gegenzug erhalten die Stromkunden einen Netzentgelt-Rabatt.

Zwei Punkte sind für den Bezug von Wärmepumpenstrom entscheidend:

  • Zweiter Stromzähler: Für die volle Netzentgelt-Reduzierung ist in der Regel ein separater Zähler nötig, der den Verbrauch der Wärmepumpe getrennt vom Haushaltsstrom erfasst.

  • Steuerbarkeit nach § 14a Energiewirtschaftsgesetz (EnWG): Seit dem 1. Januar 2024 neu in Betrieb genommene Wärmepumpen mit einer Leistung von mehr als 4,2 kW müssen als steuerbare Verbrauchseinrichtung angemeldet werden. Der Netzbetreiber darf sie dann bei Netzengpässen bis auf eine garantierte Mindestleistung von 4,2 kW drosseln.

Unterschiede Wärmepumpenstrom, Heizstrom und Wärmestrom

Die Begriffe "Wärmepumpenstrom", "Heizstrom" und "Wärmestrom" werden häufig synonym verwendet. Streng genommen sind "Heizstrom" und "Wärmestrom" jedoch Oberbegriffe für Strom, der zum Heizen eingesetzt wird. Dazu gehört neben Wärmepumpenstrom beispielsweise auch Strom für Nachtspeicherheizungen.

Wer Stromtarife vergleicht, sollte deshalb darauf achten, dass er tatsächlich für Wärmepumpen und das vorhandene Messkonzept angeboten wird.

Braucht Wärmepumpenstrom zwingend einen separaten Zähler?

Illustrationen Digitaler Stromzähler BRÜSSEL, BELGIEN - 16. FEBRUAR: Sibelga digitaler Stromzähler oder intelligenter Zähler
Für einen separaten Wärmepumpentarif ist ein zweiter Stromzähler nötig© IMAGO/Photo News

Eine Wärmepumpe benötigt nicht zwingend einen separaten Stromzähler. Sie kann zusammen mit den übrigen Geräten im Haushalt über einen gemeinsamen Zähler versorgt werden. Ein eigener Zähler ist jedoch erforderlich, wenn für die Wärmepumpe ein separater Stromliefervertrag abgeschlossen oder die verbrauchsabhängige Netzentgelt-Reduzierung nach Modul 2 genutzt werden soll. Möglich ist ein modernes Messeinrichtung (mME) oder ein intelligentes Messsystem (iMSys, Smart Meter).

Gemeinsamer Zähler für Haushalt und Wärmepumpe

Bei dieser Variante werden Haushalts- und Wärmepumpenstrom gemeinsam gemessen und über einen Stromtarif abgerechnet.

Vorteile

  • kein zusätzlicher Wärmepumpenzähler

  • Kein zweiter Stromliefervertrag

  • Geringere Fixkosten

  • Einfachere Einbindung einer Photovoltaikanlage

  • Pauschaler Netzentgelt-Rabatt nach Modul 1 möglich

Nachteile

  • Kein separater Wärmepumpentarif

  • Keine verbrauchsabhängige Netzentgelt-Reduzierung nach Modul 2

  • Gesamter Netzbezug wird zum Haushaltsstrompreis abgerechnet

Diese Lösung kann vor allem bei einem niedrigen Wärmepumpenverbrauch oder einem günstigen Haushaltsstromtarif sinnvoll sein.

Separater Zähler für die Wärmepumpe

Ein zweiter Zähler erfasst ausschließlich den Stromverbrauch der Wärmepumpe. Dadurch kann ein spezieller Wärmepumpentarif abgeschlossen und Modul 2 genutzt werden.

Vorteile

  • Häufig günstigerer Arbeitspreis

  • Verbrauch der Wärmepumpe ist genau bekannt

  • Netzentgelt-Arbeitspreis kann nach Modul 2 um 60 Prozent reduziert werden

Nachteile

  • Zusätzliche Kosten für Messung und Vertrag

  • Möglicherweise Umbau des Zählerschranks erforderlich

  • Eigenverbrauch von Solarstrom kann technisch aufwendiger einzubinden sein

Ob sich der zweite Zähler lohnt, hängt deshalb vor allem vom Verbrauch und vom Preisunterschied zum Haushaltsstrom ab.

Ein- oder Doppeltarifzähler

Bei einem Eintarifzähler wird der Strom zu jeder Tageszeit zum gleichen Arbeitspreis abgerechnet. Ein Doppeltarifzähler unterscheidet zwischen einem Hochtarif und einem günstigeren Niedertarif.

Doppeltarife waren früher vor allem bei Nachtspeicherheizungen verbreitet. Auch einzelne Wärmepumpentarife rechnen noch nach Hoch- und Niedertarif ab. Ob sich das lohnt, hängt von den Tarifzeiten ab und davon, wann die Wärmepumpe Strom verbraucht.

Welche Netzentgelt-Rabatte gibt es für Wärmepumpen?

Modul 1: Pauschaler Rabatt

  • Kein separater Wärmepumpenzähler erforderlich

  • Pauschale jährliche Reduzierung

  • Standardmodul, wenn keine andere Auswahl getroffen wird

  • Häufig sinnvoll bei geringerem Wärmepumpenverbrauch

  • Je nach Netzgebiet typischerweise etwa 110 bis 190 Euro pro Jahr

Modul 2: Reduzierter Arbeitspreis

  • Netzentgelt-Arbeitspreis wird um 60 Prozent reduziert

  • Separater Zähler erforderlich

  • Kann bei höherem Wärmepumpenverbrauch günstiger sein

Modul 3: Zeitvariable Netzentgelte

  • Seit April 2025 verfügbar

  • Ergänzung zu Modul 1

  • Drei zeitabhängige Netzentgelt-Stufen

  • Intelligentes Messsystem notwendig

  • Vorteil vor allem, wenn der Verbrauch gezielt in günstigere Zeiten verschoben werden kann

Die Bundesnetzagentur unterscheidet diese drei Modelle ausdrücklich. Modul 3 ergänzt dabei Modul 1 und ist kein völlig eigenständiges Alternativmodell.

MerkmalModul 1Modul 2Modul 3

Art der Ermäßigung

Jährlicher Pauschalrabatt auf das Netzentgelt

Netzentgelt-Arbeitspreis wird um 60 Prozent reduziert

Zeitvariable Netzentgelte mit unterschiedlich teuren Zeitfenstern

Separater Wärmepumpenzähler nötig

Nein

Ja

Nein, aber ein intelligentes Messsystem ist erforderlich

Kombination

Grundmodell

Alternative zu Modul 1

Ergänzung zu Modul 1

Höhe des Vorteils

Abhängig vom Netzgebiet, häufig ein niedriger bis mittlerer dreistelliger Betrag pro Jahr

Abhängig vom Stromverbrauch der Wärmepumpe und vom örtlichen Netzentgelt

Abhängig davon, wie viel Netzstrom in günstige Zeitfenster verschoben wird

Geeignet für

Haushalte, die keinen zweiten Zähler möchten oder vergleichsweise wenig Netzstrom für die Wärmepumpe benötigen

Haushalte mit höherem Wärmepumpenverbrauch, bei denen die Ersparnis die zusätzlichen Messkosten übersteigt

Haushalte, die den Betrieb der Wärmepumpe gezielt in günstige Zeiten verschieben können

Vorteil

Einfach umsetzbar und ohne getrennte Messung nutzbar

Bei hohem Verbrauch potenziell größere Ersparnis

Zusätzliche Sparmöglichkeit durch flexible Verbrauchssteuerung

Nachteil

Rabatt steigt nicht mit dem Verbrauch

Zusätzliche Kosten für Zähler, Messung und möglicherweise Zählerschrank-Umbau

Ersparnis hängt stark von Tarifzeiten, Verbrauchsverlagerung und Steuerungsmöglichkeit ab

Was kostet Wärmepumpenstrom 2026?

Eine Familie sitzt vor einem Laptop und hat Rechnung vor sich
Ob sich ein eigener Tarif lohnt, entscheidet die Gesamtrechnung© Shutterstock/Gorodenkoff

Spezielle Wärmepumpentarife kosten 2026 im bundesweiten Querschnitt zwischen rund 20 und 28 Cent pro Kilowattstunde, während gewöhnlicher Haushaltsstrom meist bei über 30 Cent pro Kilowattstunde liegt. Für den separaten Vertrag kommen rund 115 Euro Grundpreis pro Jahr hinzu, zuzüglich der Zählermiete.

Beispielrechnung für ein Einfamilienhaus

Angenommen, eine Wärmepumpe benötigt jährlich 5000 Kilowattstunden Strom.

  • Haushaltsstrompreis: 31 ct/kWh

  • Wärmepumpenstrompreis: 23 ct/kWh

  • Preisunterschied: 8 ct/kWh

Beim Arbeitspreis ergibt sich folgende Ersparnis: 5000 kWh × 0,08 Euro = 400 Euro pro Jahr

Betragen die zusätzlichen Fixkosten für Vertrag, Messung und Zähler beispielsweise 180 Euro pro Jahr, bleibt eine Ersparnis von ungefähr 220 Euro.

Die Rechnung ist ein vereinfachtes Beispiel. Wie viel sich tatsächlich sparen lässt, hängt von den verfügbaren Tarifen und den örtlichen Kosten ab.

Welche Kosten verursacht Wärmepumpenstrom?

Für den getrennten Bezug von Wärmepumpenstrom fallen Zusatzkosten für den zweiten Stromzähler und den zweiten Stromvertrag an.

Doppelte Zählergebühr: Für den Messstellenbetrieb gelten gesetzliche jährliche Preisobergrenzen. Bei einer steuerbaren Verbrauchseinrichtung können für ein intelligentes Messsystem (iMSys, Smart Meter) und eine Steuerungseinrichtung jeweils bis zu 50 Euro pro Jahr anfallen. Ein digitaler Stromzähler ohne Smart-Meter-Gateway (mME) kostet nur 25 Euro im Jahr.

Doppelte Grundgebühr: Ein separater Wärmestromtarif verursacht unabhängig vom Verbrauch der Wärmepumpe rund 90 bis 120 Euro zusätzliche Grundgebühren im Jahr. Bei manchen Tarifen entfällt der reine Vertriebsgrundpreis für 12 oder 24 Monate vollständig, dafür fallen nur Zählergebühren auf der Stromrechnung an.

Zusätzliche Kosten entstehen zudem möglicherweise für einen zweiten Zählerplatz, den Umbau des Zählerschranks oder Elektroarbeiten. Diese Kosten hängen stark von der vorhandenen Installation ab und sollten vorab beim Messstellenbetreiber und beim Elektrofachbetrieb erfragt werden.

In Summe liegen die zusätzlichen Fixkosten für einen separaten Wärmepumpentarif damit häufig zwischen rund 140 und 220 Euro pro Jahr, abhängig von Messkonzept und Grundgebühr. Die Beispielrechnung im vorigen Kapitel geht von einem mittleren Wert von rund 180 Euro aus.

Wann lohnt sich ein Wärmepumpentarif?

Ein Thermostat an der Wand
Die Wahl des richtigen Tarifs kann die jährliche Stromrechnung einer Wärmepumpe um mehrere Hundert Euro senken© adobe.stock.com/uteksk7

Ein separater Wärmepumpentarif lohnt sich, sobald die Ersparnis beim Arbeitspreis die zusätzlichen Fixkosten für Zähler und Grundgebühr übersteigt. Als Faustregel gilt: Ab einem Jahresverbrauch der Wärmepumpe von etwa 3000 bis 4500 kWh rechnet sich der zweite Zähler meist zuverlässig.

Wer weniger Strom fürs Heizen verbraucht, fährt mit einem gemeinsamen Tarif für Haushalts- und Wärmepumpenstrom oder mit der pauschalen Netzentgelt-Reduzierung ohne zweiten Zähler häufig besser. Entscheidend ist immer die Gesamtrechnung aus Arbeitspreis, Grundpreis und Zählerkosten.

Ist Wärmepumpenstrom günstiger als Haushaltsstrom?

Wärmepumpenstrom ist in den meisten Fällen günstiger als gewöhnlicher Haushaltsstrom, da die Netzentgelte für steuerbare Verbrauchseinrichtungen reduziert sind. Konkret senkt allein die Netzentgeltreduzierung den Arbeitspreis um rund 5 bis 6 Cent pro Kilowattstunde.

  • Niedrigerer Arbeitspreis: Der Preis pro Kilowattstunde liegt üblicherweise unter dem des Haushaltsstroms, weil der Netzentgelt-Anteil am Arbeitspreis niedriger ist

  • Regionale Schwankungen: Die Höhe der gesamten Ersparnis beim Wärmepumpentarif unterscheidet sich je nach Netzgebiet und den dort geltenden Netzentgelten.

Vor- und Nachteile von Wärmepumpenstrom

Wer über einen Wechsel nachdenkt, sollte neben den Kostenvorteilen auch die praktischen Einschränkungen eines Wärmepumpentarifs kennen.

  • Vorteil Kostenersparnis: Der günstigere Arbeitspreis kann die jährlichen Heizkosten spürbar senken (Höhe: siehe Beispielrechnung oben).

  • Vorteil Planungssicherheit: Viele Verträge bieten feste Laufzeiten mit kalkulierbaren Preisen.

  • Nachteil Drosselung: Der Netzbetreiber darf eine neue Wärmepumpe seit dem 1. Januar 2024 nicht mehr vollständig vom Netz nehmen. Bei drohender Netzüberlastung darf er die Leistung lediglich auf eine garantierte Mindestleistung von 4,2 kW drosseln. In einem passend dimensionierten Heizsystem ist eine vorübergehende Leistungsreduzierung häufig kaum bemerkbar.

  • Nachteil Zusatzkosten: Der zweite Zähler und eine mögliche höhere Grundgebühr schmälern die Ersparnis bei geringem Verbrauch.

Passenden Wärmepumpentarif finden

Beim Vergleich verschiedener Tarife lohnt sich ein Blick auf mehrere Kriterien, unabhängig vom jeweiligen Anbieter.

  • Netzentgeltreduzierung nach § 14a Energiewirtschaftsgesetz (EnWG): Dies ist der wichtigste Hebel. Sie können zwischen drei Modulen wählen: Modul 1 bringt eine pauschale Reduzierung von rund 110 bis 190 Euro pro Jahr ohne zweiten Zähler. Modul 2 senkt den Netzentgelt-Arbeitspreis um rund 60 Prozent, setzt aber einen separaten Zähler voraus. Modul 3 bietet seit 2025 zeitvariable Netzentgelte.

  • Grundpreis und Arbeitspreis: Beide Bestandteile sollten gemeinsam betrachtet werden, da ein niedriger Arbeitspreis eine hohe Grundgebühr nicht immer ausgleicht.

  • Vertragslaufzeit: Moderate Vertragslaufzeiten (max. 12 oder 24 Monate) und kurze Kündigungsfristen erhöhen die Flexibilität bei künftigen Tarifwechseln.

  • Preisgarantie und ihr Umfang: Wählen Sie Tarife mit einer möglichst langen Preisgarantie (z.B. 24 Monate), um sich vor kurzfristigen Preisschwankungen zu schützen.

  • Ökostrom-Anteil: Wer Wert auf einen Herkunftsnachweis legt, sollte diesen Punkt gezielt vergleichen.

  • Kombinationsangebote: Manche Anbieter bündeln Haushaltsstrom und Wärmepumpenstrom in einem Vertrag. Hier ist genaues Hinsehen nötig, denn dabei handelt es sich häufig um gewöhnliche Haushaltsstromtarife zu üblichen Preisen und nicht um vergünstigte Wärmepumpentarife mit reduziertem Netzentgelt.

Vergleichen Sie deshalb nicht nur den Preis pro Kilowattstunde. Ein Wärmepumpentarif ist erst dann günstig, wenn er einschließlich Grundpreis, Zählerkosten und Netzentgelt-Reduzierung weniger kostet als ein gemeinsamer Haushaltsstromtarif.

FAQ: Weitere häufige Fragen zu Wärmepumpenstrom

Kann eine Wärmepumpe über den normalen Haushaltsstrom laufen?

Ja. Eine Wärmepumpe kann gemeinsam mit den übrigen Verbrauchern über den Haushaltsstromzähler versorgt werden. Ein separater Wärmepumpentarif ist nicht vorgeschrieben. Bei einer neuen steuerbaren Wärmepumpe kann trotzdem die pauschale Netzentgelt-Reduzierung nach Modul 1 genutzt werden.

Braucht man für Wärmepumpenstrom einen zweiten Zähler?

Nur wenn der Verbrauch der Wärmepumpe getrennt abgerechnet werden soll. Für einen speziellen Wärmepumpentarif und die Netzentgeltreduzierung nach Modul 2 ist ein separater Zähler erforderlich. Modul 1 funktioniert dagegen ohne zweiten Wärmepumpenzähler.

Ab welchem Verbrauch lohnt sich ein Wärmepumpentarif?

Eine feste Grenze gibt es nicht. Als grobe Orientierung werden häufig etwa 3000 bis 4500 kWh pro Jahr genannt. Entscheidend ist, ob die Ersparnis beim Arbeitspreis größer ist als die zusätzlichen Grund-, Mess- und Zählerkosten.

Was ist besser: Modul 1 oder Modul 2?

Modul 1 ist unkomplizierter und benötigt keinen separaten Wärmepumpenzähler. Modul 2 kann bei hohem Verbrauch eine größere Ersparnis bringen, verursacht aber zusätzliche Mess- und möglicherweise Umbaukosten. Beide Varianten sollten anhand der jährlichen Gesamtkosten verglichen werden.

Darf der Netzbetreiber die Wärmepumpe abschalten?

Eine vollständige Abschaltung ist gemäß der seit 2024 geltenden Neuregelung nicht vorgesehen. Bei einer drohenden lokalen Netzüberlastung darf der Netzbetreiber die Leistungsaufnahme vorübergehend reduzieren. Für eine einzelne steuerbare Wärmepumpe müssen mindestens 4,2 kW verfügbar bleiben. Der normale Haushaltsstrom wird nicht gedrosselt.

Wie wird Wärmepumpenstrom abgerechnet?

Wärmepumpenstrom wird wie Haushaltsstrom in Kilowattstunden abgerechnet. Eine Kilowattstunde entspricht beispielsweise dem Stromverbrauch eines Geräts mit einer Leistung von 1 Kilowatt innerhalb einer Stunde.

Kann man den Anbieter für Wärmepumpenstrom wechseln?

Ja. Ist ein separater Wärmepumpenzähler vorhanden, kann für diese Messstelle ein eigener Liefervertrag abgeschlossen und der Anbieter gewechselt werden. Allerdings sind nicht in jedem Netzgebiet spezielle Wärmepumpentarife verfügbar.

Ist ein Wärmepumpentarif auch mit Photovoltaik sinnvoll?

Das hängt davon ab, wie viel Solarstrom die Wärmepumpe selbst nutzt und wie viel Strom weiterhin aus dem Netz bezogen wird. Ein separater Tarif kann sich bei hohem Netzbezug lohnen. Deckt die Photovoltaikanlage einen großen Anteil des Verbrauchs, kann ein gemeinsamer Zähler mit Modul 1 wirtschaftlicher sein.

Was gilt für ältere Wärmepumpen?

Wärmepumpen, die vor dem 1. Januar 2024 in Betrieb genommen wurden, fallen nicht automatisch unter die neue Steuerungsregelung. Für bereits zuvor steuerbare Anlagen gelten Übergangsbestimmungen. Ein freiwilliger Wechsel in das neue Modell ist grundsätzlich möglich, sollte aber vorab mit dem Netzbetreiber geprüft werden.

Welche Einheit hat Heizstrom bzw. Wärmestrom?

Wärmestrom wird, wie jeder andere Strom auch, in Kilowattstunden gemessen. Diese Einheit gibt an, wie viel elektrische Energie innerhalb einer Stunde verbraucht wird. In physikalischen Formeln wird die Wärmemenge häufig mit dem Buchstaben Q bezeichnet, wobei sich die tatsächlich abgerechnete Menge stets aus dem Zählerstand in kWh ergibt.

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