Heizkosten pro Quadratmeter (qm): Das ist 2026 normal

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Von Redaktion

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Ein Mann sitzt mit seiner Heizkostenabrechnung an der Heizung
Hohe Heizkosten belasten viele Haushalte© iStock.com/elenaleonova

Wer seine Heizkosten senken und Geld sparen will, sollte wissen, was als normal gilt. Der Heizspiegel 2026 zeigt nicht nur den Verbrauch in durchschnittlichen Haushalten, sondern auch, dass Heizen wieder teurer ist.

  • Aktuelle Vergleichswerte für Heizverbrauch und -kosten in Haus und Wohnung

  • Unterschiede bei Heizöl, Gas, Wärmepumpe, Holzpellets und Fernwärme

  • Heizspiegel von co2online erwartet im Winter 2026 steigende Kosten

Heizkosten gehören zu den größten laufenden Ausgaben privater Haushalte. Doch wie viel Heizkosten und -verbrauch sind eigentlich normal? Eine Orientierung liefert der Heizspiegel, den die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online gemeinsam mit dem deutschen Mieterbund und dem Bauherren-Schutzbund jährlich veröffentlicht.

Was ist der Heizspiegel?

Eine Männerhand an einem Heizungsregler
Die richtige Einstellung macht beim Heizen einen großen Unterschied © Shutterstock/Frank Lambert

Der Heizspiegel für Deutschland ist eine jährliche Datenanalyse, die bundesweite Vergleichswerte für den Heizenergieverbrauch, die Heizkosten und die CO₂-Emissionen von Wohngebäuden liefert. Er beruht auf einer Analyse von 67.000 Gebäudedaten und realer Abrechnungen des Vorjahres. Herausgeber sind die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online, der Deutsche Mieterbund und der Bauherren-Schutzbund.

Der Heizspiegel teilt die Heizverbräuche und -kosten pro Quadratmeter je nach Energieträger (Gas, Öl, Wärmepumpe, Pellets, Fernwärme) und Gebäudegröße in vier Kategorien ein: niedrig, mittel, erhöht und zu hoch. Mieter und Eigentümer können ihre aktuelle Heizkostenabrechnung mit den Tabellenwerten vergleichen, um Einsparpotenziale in Wohnung oder Haus zu erkennen.

Neben den rückwirkenden Analysen enthält der Heizspiegel stets eine Preisentwicklungsprognose für das laufende und kommende Jahr, um Haushalten bei der Budgetplanung zu helfen.

Heizspiegel 2026: So teuer sind Öl, Gas und Wärmepumpe

Der aktuellste Heizspiegel zeigt, dass viele Energieträger im vergangenen Abrechnungsjahr wieder teurer geworden sind – vor allem Gas und Holzpellets. Für das laufende Jahr 2026 prognostiziert er, dass die Heizkosten weiter steigen. Am teuersten wird es der Prognose zufolge für Haushalte mit Öl- und Pelletheizungen. Die Tabelle unten zeigt dazu jeweils Durchschnittswerte.

Heizkosten-Prognose 2026 für Wohnung und Einfamilienhaus

Heizart70-qm-Wohnung130-qm-Haus

Erdgas

1120 Euro (-4 %)

1930 Euro (-5 %)

Heizöl

1275 Euro (+24 %)

2745 Euro (+28 %)

Fernwärme

1310 Euro (+1 %)

2055 Euro (+1 %)

Wärmepumpe

735 Euro (+3 %)

1300 Euro (+3 %)

Holzpellets

860 Euro (+17 %)

1740 Euro (+23 %)

Quelle: Heizspiegel 2026

Welcher Verbrauch beim Heizen ist normal?

Die Tabelle zeigt für verschiedene Energieträger jeweils den mittleren Heizverbrauch pro Jahr in zwei typischen Wohnsituationen: eine 70 Quadratmeter große Wohnung und ein 130 Quadratmeter großes Einfamilienhaus. Es handelt sich um Werte aus dem aktuellen Heizspiegel für Haushalte, die im bundesweiten Durchschnitt liegen. Alles darüber gilt als erhöht oder sogar als zu hoch, sofern 90 Prozent aller Wohngebäude in der Statistik effizienter sind als Ihr Haus.

Energieträger70-qm-Wohnung130-qm-Einfamilienhaus

Erdgas

ca. 8400 kWh/Jahr

ca. 16.510 kWh/Jahr

Heizöl

ca. 8960 kWh/Jahr

ca. 22.880 kWh/Jahr

Fernwärme

ca. 7210 kWh/Jahr

ca. 12.480 kWh/Jahr

Holzpellets

ca. 8120 kWh/Jahr

ca. 19.760 kWh/Jahr

Wärmepumpe

ca. 2170 kWh/Jahr

ca. 4680 kWh/Jahr

Quelle: Heizspiegel 2026; Durchschnittswerte aus Abrechnungen des Vorjahres

Durchschnittlicher Heizverbrauch pro Quadratmeter (qm)

Für die verschiedenen Energieträger unterscheidet der Heizspiegel außerdem zwischen den durchschnittlichen Heizverbräuchen pro Quadratmeter und Jahr. Dies sind die Mittelwerte.

Haus mit 130 Quadratmetern

  • Erdgas: 127 kWh/m²

  • Heizöl: 176 kWh/m²

  • Fernwärme: 96 kWh/m²

  • Holzpellets: 152 kWh/m²

  • Wärmepumpe: 36 kWh/m²

Wohnung mit 70 Quadratmetern

  • Erdgas: 120 kWh/m²

  • Heizöl: 128 kWh/m²

  • Fernwärme: 103 kWh/m²

  • Holzpellets: 139 kWh/m²

  • Wärmepumpe: 31 kWh/m²

Wie viel Heizkosten sind in Haus und Wohnung normal?

Eine Frau sitzt mit einer Tasse Tee und einer Wolldecke auf dem Sofa
Decke und Tee: Die günstigste Heizmethode? © iStock.com/milorad kravic

Die Tabelle zeigt für verschiedene Energieträger jeweils die mittleren Heizkosten pro Jahr in zwei typischen Wohnsituationen: eine 70 Quadratmeter große Wohnung und ein 130 Quadratmeter großes Einfamilienhaus. Es handelt sich um Werte aus dem aktuellen Heizspiegel für Haushalte, die im bundesweiten Durchschnitt liegen. Alles darüber gilt als erhöht oder sogar als zu hoch, sofern 90 Prozent aller Wohngebäude in der Statistik effizienter sind als Ihr Haus.

Energieträger70-qm-Wohnung130-qm-Einfamilienhaus

Erdgas

ca. 1030 €/Jahr

ca. 1770 €/Jahr

Heizöl

ca. 1030 €/Jahr

ca. 2130 €/Jahr

Fernwärme

ca. 1225 €/Jahr

ca. 1975 €/Jahr

Holzpellets

ca. 615 €/Jahr

ca. 1145 €/Jahr

Wärmepumpe

ca. 680 €/Jahr

ca. 1195 €/Jahr

Durchschnittliche Heizkosten pro Quadratmeter (qm)

Für die verschiedenen Energieträger unterscheidet der Heizspiegel außerdem zwischen den durchschnittlichen Heizkosten pro Quadratmeter und Jahr. Dies sind die Mittelwerte.

Haus mit 130 Quadratmetern

  • Erdgas: 15,70 €/m²

  • Heizöl: 16,50 €/m²

  • Fernwärme: 15,70 €/m²

  • Holzpellets: 10,90 €/m²

  • Wärmepumpe: 9,70 €/m²

Wohnung mit 70 Quadratmetern

  • Erdgas: 16,50 €/m²

  • Heizöl: 14,70 €/m²

  • Fernwärme: 18,50 €/m²

  • Holzpellets: 10,00 €/m²

  • Wärmepumpe: 10,20 €/m²

Einflussfaktoren bei den Heizkosten

Die Heizkosten sind nicht nur vom Energieträger und der Wohnsituation abhängig. Folgende Faktoren haben außerdem Einfluss.

  • Gebäudestand und Sanierung: Gut gedämmte Gebäude mit moderner Fenstertechnik weisen deutlich geringere Verluste auf. In Altbauten gibt es höhere Verluste.

  • Nutzerverhalten: Zu hoch eingestellte Thermostate und falsches Lüften können Sie viel Geld kosten.

  • Wetter und Länge der Heizperiode: Ein kalter Winter verlängert die Heizperiode und erhöht die benötigte Energie.

  • Preisfaktoren:

    • CO₂-Bepreisung fossiler Brennstoffe

    • Netzentgelte, Verteilkosten, Lieferkosten

    • Regionale Unterschiede (regional variierende Energiepreise, Klima, Versorgungsinfrastruktur).

Diese Einflussfaktoren können bei identischem Gebäude und Energieträger zu erheblichen Kostenunterschieden führen, wie der Heizspiegel noch etwas ausführlicher zeigt.