Menü
Rund ums Fahrzeug
Verkehr
Reise & Freizeit
Produkte
Mitgliedschaft
Der ADAC

Checkliste: So ist das Fahrrad verkehrssicher

Familie beim Fahrradausflug im Alpenvorland
Sicher im Sattel: Vor einer Radtour sollten das Fahrrad kontrolliert und eventuelle Mängel behoben werden ∙ © Shutterstock/nullplus

Fast 80.000 Fahrradfahrer sind 2018 laut Statistischem Bundesamt auf deutschen Straßen verunglückt. Nicht jeder Unfall lässt sich vermeiden – aber die richtige Ausstattung kann das Unfallrisiko zumindest minimieren. Wenn Sie prüfen möchten, ob Ihr Fahrrad tatsächlich verkehrssicher ist, hilft diese Checkliste.

Folgende Teile müssen nach Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) vorhanden und funktionstüchtig sein:

  • Eine helltönende Klingel

  • Zwei voneinander unabhängige Bremsen

  • Zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale, die mit je zwei nach vorn und hinten wirkenden, gelben Rückstrahlern ausgestattet sind

  • Weißer Frontscheinwerfer und Frontreflektor (oft kombiniert)

  • Ein rotes Rücklicht und ein roter Rückstrahler (oft kombiniert)

  • Wahlweise Reflektorstreifen am Rad, Speichenclips oder pro Rad zwei gelbe Speichenreflektoren

Licht direkt am Fahrrad anbringen

Neben dynamobetriebenem Scheinwerfer und rotem Rücklicht sind auch batteriebetriebene Leuchten erlaubt. Diese müssen das Prüfzeichen des Kraftfahrt-Bundesamts tragen. Die Beleuchtung muss während des Betriebes fest am Fahrrad angebracht sein. Sinnvoll sind vor allem Rücklichter, die weiterleuchten, wenn das Fahrrad steht. So bleiben Sie auch in einer Wartesituation gut sichtbar.

ADAC Tipp: Tragen Sie im Dunkeln helle Kleidung oder noch besser Funktionskleidung, die mit Reflektoren ausgestattet ist. Die Sichtbarkeit erhöhen zudem beispielsweise im Helm befindliche oder am Rucksack befestigte Strahler, phosphoreszierende Schuhe oder leuchtende Speichen. Doch Vorsicht, nicht alles, was leuchtet oder blinkt, ist erlaubt. Für ältere Verkehrsteilnehmer kann zudem ein Fahrradrückspiegel am Lenker die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen. 

Fahrradhelm schützt vor schweren Kopfverletzungen 

Jeder Radfahrer – unabhängig vom Alter – sollte einen Helm tragen. Der Helm muss mäßig straff und angenehm sitzen und darf sich bei geschlossenen Kinnriemen nicht nach hinten abstreifen lassen. Achten Sie zudem darauf, dass er mit großen und sinnvoll positionierten Reflektoren sowie zusätzlich mit LED-Rücklicht ausgestattet ist und ein helles und auffälliges Design hat. Tauschen Sie nach einem Sturz den Helm unbedingt aus, auch wenn keine äußeren Schäden sichtbar sind. Bei einem inneren strukturellen Schaden könnte die Schutzwirkung deutlich schlechter sein.

Fahrradfahrer haben keine Knautschzone. Seien Sie deshalb besonders aufmerksam und umsichtig. Gut zu wissen: Sind Radwege durch ein entsprechendes Verkehrszeichen gekennzeichnet, müssen diese auch benutzt werden. Um die Sicherheit weiter zu verbessern, setzt sich der ADAC für den konsequenten Ausbau von Fahrradwegen ein.

Fahrradsicherheit: Gadgets für sicheres Radfahren

Immer neue Produkte und Zubehörteile kommen auf den Markt, aber längst nicht alle sind zugelassen. Lesen Sie hier, welche Gadgets sinnvoll und erlaubt sind.