Checkliste: So ist das Fahrrad verkehrssicher

30.4.2018

Fast 80.000 Fahrradfahrer sind im vergangenen Jahr laut Statistischem Bundesamt auf deutschen Straßen verunglückt. Nicht jeder Unfall lässt sich vermeiden, aber die richtige Ausstattung kann das Unfallrisiko zumindest minimieren. Wenn Sie prüfen möchten, ob Ihr Fahrrad tatsächlich verkehrssicher im Sinne der Straßenverkehrsordnung ist, hilft unsere kurze Checkliste.

Radfahrer auf Straße mit Blumenwiese

Folgende Teile müssen nach Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) vorhanden und funktionstüchtig sein:

  • eine helltönende Klingel
  • zwei voneinander unabhängige Bremsen
  • zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale, die mit je zwei nach vorn und hinten wirkenden, gelben Rückstrahlern ausgestattet sind
  • weißer Frontscheinwerfer und Frontreflektor (oft kombiniert)
  • ein rotes Rücklicht und ein roter Rückstrahler (oft kombiniert)
  • wahlweise Reflektorstreifen am Rad, Speichenclips oder pro Rad zwei gelbe Speichenreflektoren

Licht direkt am Fahrrad anbringen

Neben dynamobetriebenem Scheinwerfer und rotem Rücklicht können Sie auch batteriebetriebene Leuchten nutzen. Diese müssen tagsüber nicht mitgeführt werden, aber das Prüfzeichen des Kraftfahrt-Bundesamts tragen. Vorder- und Rücklicht sollten Sie direkt am Fahrrad anbringen. Sinnvoll sind vor allem Rücklichter, die weiterleuchten, wenn das Fahrrad steht. So bleiben Sie auch in einer Wartesituation gut sichtbar.

Wir empfehlen, im Dunkeln helle Kleidung zu tragen oder noch besser Funktionskleidung, die mit Reflektoren ausgestattet ist. Die Sichtbarkeit erhöhen zudem beispielsweise im Helm befindliche oder am Rucksack befestigte Strahler, phosphoreszierende Schuhe oder leuchtende Speichen. Doch Vorsicht, nicht alles, was leuchtet oder blinkt, ist erlaubt. Für ältere Verkehrsteilnehmer kann zudem ein Fahrradrückspiegel am Lenker die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen. 

Fahrradhelm schützt vor schweren Kopfverletzungen 

Jeder Radfahrer – unabhängig vom Alter – sollte einen Helm tragen. Der Helm muss mäßig straff und angenehm sitzen und darf sich bei geschlossenen Kinnriemen nicht nach hinten abstreifen lassen. Achten Sie zudem darauf, dass er mit großen und sinnvoll positionierten Reflektoren sowie zusätzlich mit LED-Rücklicht ausgestattet ist und ein helles und auffälliges Design hat. Tauschen Sie nach einem Sturz den Helm unbedingt aus, auch wenn keine äußeren Schäden sichtbar sind. Bei einem inneren strukturellen Schaden könnte die Schutzwirkung deutlich schlechter sein.

Fahrradfahrer haben keine Knautschzone. Seien Sie deshalb besonders aufmerksam und umsichtig. Gut zu wissen: Sind Radwege durch ein entsprechendes Verkehrszeichen gekennzeichnet, müssen diese auch benutzt werden. Um die Sicherheit weiter zu verbessern, setzen wir uns für den konsequenten Ausbau von Fahrradwegen ein.