Segways: Das gilt im Straßenverkehr

2.7.2019

Segways sind bei Städtereisenden beliebt. ADAC Juristen erklären, wo man mit den elektrisch angetriebenen Gefährten fahren darf, wer bei Unfällen haftet.

Segway - diese Verkehrsregeln sollten Sie kennen
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  • Für Segways gibt es keine Helmpflicht – das Tragen ist aber sinnvoll
  • Segways dürfen nicht nebeneinander fahren – es gilt das Rechtsfahrgebot
  • Keine Mofa-Prüfbescheinigung erforderlich

Segways sind zweirädrigeFahrzeuge mit einer Stange samt Lenker zwischen den Rädern zum Festhalten. Der Fahrer steht auf einer Plattform, steuert und bremst durch Gewichtsverlagerung. Ein Gyroskop, auch Kreiselstabilisator genannt, verhindert, dassdas Segway während der Fahrt kippt.

Wo dürfen Segways fahren?

Mit Segways muss man – sofern vorhanden – auf Fahrradwegen oder einem Schutzstreifen fahren. Gibt es keinen, darf auf die Fahrbahn ausgewichen werden. Auf Bürgersteigen sind sie nicht erlaubt, für Fußgängerzonen, die nicht durch eine Beschilderung freigegeben sind, ist eine Sondergenehmigung nötig. Dort muss immer die Geschwindigkeit angepasst werden – Fußgänger haben stets Vorrang, dürfen nicht behindert oder gefährdet werden. Zudem gilt ein striktes Rechtsfahrgebot. Außerdem müssen Segway-Piloten in der grundsätzlich hintereinander herfahren. Einzige Ausnahme: Fahrradstraßen.

Ist Haftpflichtversicherung nötig?

Ja. Der in der Betriebserlaubnis eingetragene Halter muss das Gefährt versichern. Der Nutzer muss prüfen, ob eine Versicherung besteht, zu erkennen ist das am gültigen Versicherungs-Klebe- oder Blechkennzeichen.

Braucht man einen Führerschein – und gibt es ein Mindestalter?

Der Fahrer benötigt weder eine Mofa-Prüfbescheinigung, noch einen Führerschein. Das Mindestalter für das Fahren mit einem Segway liegt bei 14 Jahren.

Wer zahlt bei Unfällen?

Wenn das Segway wie vorgeschrieben mit Versicherungskennzeichen ausgestattet ist, kommt die jeweilige Haftpflicht-Versicherung für Schäden Dritter auf.

 

Welches Gesetz regelt das Fahren mit einem Segway?

Seit dem 15.6.2019 ersetzt die Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung die bisher gültige Mobilitätshilfenverordnung (MobHV). 

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Text: Juristische Zentrale