Elektroroller und Segways bald erlaubt

4.3.2019

Wo dürfen E-Scooter und Segways fahren? Bisher sind die Elektroflitzer weitgehend auf öffentlichen Straßen verboten. Die neue Verordnung für Elektrokleinstfahrzeuge soll das ändern.

Mann steht an einer Ubahn-Haltestelle mit einem Elektrotretroller Metz Moover in der Hand
Neue Vorschriften: E-Roller sind künftig auf öffentlichen Straßen erlaubt 
  • Neue Regeln, wo Elektroroller und Segways künftig fahren dürfen
  • Verordnung tritt voraussichtlich im Frühjahr 2019 in Kraft 
  • Versicherung ja, Helmpflicht und Führerschein nein

 

Die neue Verordnung für Elektrokleinstfahrzeuge regelt speziell die Benutzung von Fahrzeugen, die eine Lenk- bzw. Haltestange haben. Wenn der Bundesrat zustimmt, sollen die neuen Vorschriften demnächst in Kraft treten. 

Dabei werden die Fahrzeuge nach Ihrer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit in zwei Gruppen eingeteilt. E-Scooter mit einer Höchstgeschwindigkeit von 6 bis weniger als 12 km/h dürfen innerorts auf Gehwegen, gemeinsamen Fuß- und Radwegen oder in Fußgängerzonen fahren. Gibt es nichts von alldem, dürfen die Fahrer auf Radwege, Radfahrstreifen oder, wenn es auch die nicht gibt, auf die Fahrbahn ausweichen. Außerorts ist die Fahrbahn tabu. Das Mindestalter liegt hier bei 12 Jahren. Für den Fahrer gilt: Er muss die Fußgängerampel beachten.

E-Scooter und Segways mit einer Höchstgeschwindigkeit von 12 bis 20 km/h sind innerorts auf Radwegen und Radfahrstreifen erlaubt, außerorts auf Radwegen oder dem Seitenstreifen. Sind keine vorhanden, darf auf die Fahrbahn ausgewichen werden. Freigegeben sind Fahrzeuge dieser Gruppe ab 14 Jahren. Für die Fahrer gelten die Fahrradampeln, wo sie fehlen die Ampeln für den fließenden Verkehr. Für beide Gruppen besteht eine Versicherungspflicht, nicht vorgeschrieben sind Fahrerlaubnis und Helm.

In verkehrsberuhigten Bereichen gilt: Fahrzeuge beider Gruppen dürfen hier immer auf der Fahrbahn fahren, weil es keine Geh- und Radwege gibt. 

In der neuen Verordnung ist die Nutzung von Hoverboards, Airwheels und E-Skateboards noch nicht geklärt. Für diese Gefährte soll es eine spezielle Ausnahmeverordnung geben.

Tipp: Achten Sie beim Kauf immer darauf, dass das Fahrzeug der neuen Verordnung entspricht und eine gültige Betriebserlaubnis hat.

Segway, Hoverboard und Airwheel: Lesen Sie hier, was aktuell für welchen fahrbaren Untersatz gilt. 

 

Text: pez/jur. Foto: PR.

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