James Bond gibt Gas: Diese Filmautos müssen Sie kennen

Verfolgungsszene mit zwei Autos aus einem James Bond Film
Verfolgungsjagd: Bonds Dienstfahrzeuge müssen hart im Nehmen sein ∙ © picture alliance / empics

Wenn James Bond ab dem 30. September in "Keine Zeit zu Sterben" wieder einmal die Welt rettet, sitzt er in einem Aston Martin. Der Autohersteller aus Großbritannien hat dem Film-Geheimagenten viel zu verdanken.

  • Seit 57 Jahren fährt 007 Aston Martin

  • Die wichtigsten Autos aus 25 Filmen

  • Ein Wagen taucht immer wieder auf

Rasende Verfolgungsjagden, wilde Schießereien und mittendrin ein Mann, dem das alles nichts anhaben kann: Bond, James Bond. Wenn der britische Geheimagent 007 mit der Lizenz zum Töten auf Mission ist, begleitet ihn seit 57 Jahren in jedem Film nicht nur ein trockener Wodka Martini, sondern immer auch ein besonderes Fahrzeug. Meist ist es ein Modell des britischen Sportwagenherstellers Aston Martin.

Ganz gleich, ob Sean Connery, George Lazenby, Roger Moore, Timothy Dalton, Pierce Brosnan oder Daniel Craig (seit 2006) im Auftrag ihrer Majestät unterwegs waren – auf ihren Dienstwagen können sich alle verlassen. Es sitzt wie ein guter Smoking und passt immer perfekt. Das sind die interessantesten Bond-Autos der vergangenen 25 Filme.

1. Aston Martin DB5

Sean Connery steht an einem Auto
Legendärer Dienstwagen: Sean Connery fuhr 1964 in "Goldfinger" einen Aston Martin DB5 ∙ © dpa/Captital Pictures

Als James Bond alias Sean Connery 1964 in "Goldfinger" erstmals in einen Aston Martin DB5 steigt, bekommt die Sportwagenmarke aus England ihre goldene Nadel angesteckt: Geheimagenten-Ausstatter. Sean Connery erhält für seine Rolle als britischer Geheimagent in "Goldfinger" den ersten DB5-Prototypen als Dienstwagen. Es ist das Modell, das bis heute am besten zu James Bond passt und in vielen weiteren Bond-Filmen vorkommt, wie in "Thunderball" (1965), "GoldenEye" (1995), "Tomorrow Never Dies" (1997), "The world is not enough" (1999) "Casino Royal" (2006), "Skyfall" (2012), "Spectre" (2015) und nun in "No time to die" (2021). Der Aston Martin DB5 ist außerdem das erste Fahrzeug von 007, das ein paar spezielle Extras erhält: Schleudersitz, Maschinengewehre, Reifenschlitzer und Rammstoßstangen. Mit den 330 PS waren rund 230 km/h möglich. Der Ruf des DB 5 als Bond-Auto ist so legendär, dass Aston Martin für betuchte Sammler ein limitiertes DB 5 Continuation Car auflegte. Alle Autos verfügen über die Originalkarosserie und die Agentenextras aus den Filmen.

Besonderheiten / Gadgets
• Rotierende Nummernschilder
• Kugelsicheres Schutzschild
• Maschinengewehre in den Scheinwerfern
• Navigationssystem
• Nebelmaschine
• Schleudersitz
• Reifenschlitzer
• Rammstoßstange

2. Aston Martin Vantage

Prinz Charles und Daniel Craig stehen vor 2 Aston Martin
Traditionsmarke: Thronfolger Prince Charles und Daniel Craig (r.) mit dem Aston Martin Vantage (r.) ∙ © Aston Martin

Gleich zweimal kommt der V8 Vantage von Aston Martin in der James-Bond-Reihe zum Einsatz. 1987 in "Der Hauch des Todes" und nun wieder in "Keine Zeit zu sterben". Mit der speziellen Ausstattung ließ James Bond, damals gespielt von Timothy Dalton, seine Verfolger in einer Winterlandschaft alt aussehen – sehr zur Verwunderung seiner Beifahrerin. Die Sonderausstattung des Vantage war über die Mittelkonsole steuerbar und enthielt unter anderem einen Laser, Raketen, ausfahrbare Skier und einen Raketenantrieb. Der gibt dem Aston Martin im Film den nötigen Schub, um über eine Staumauer zu fliegen. Als es im tiefen Schnee nicht mehr weitergeht, sprengt James Bond sein eigenes Auto – und flüchtet mit einem Cellokasten den Berg hinab. Im neuen Film kommt der V8 Vantage wieder zum Einsatz.

Besonderheiten / Gadgets
• Raketenwerfer vorn
• Integrierte Skier
• Laser
• Raketenantrieb
• Kugelsichere Heckscheibe
• Ausfahrbare Spikes für Reifen
• Selbstzerstörungssystem

3. BMW Z3 Roadster

Pierce Brosnan und eine Frau steigen aus einem BMW Z3 aus
Leinwandpremiere in "GoldenEye": Pierce Brosnan mit dem offenen BMW Z3 ∙ © dpa/United Archives/IFTN

Die Beziehung zwischen James Bond und BMW ist spezieller als zu Aston Martin: Eigentlich streben die Produzenten 1995 für den Film "GoldenEye" eine Kooperation mit Mercedes an. Die haben zu dem Zeitpunkt jedoch kein passendes Cabrio in ihrem Portfolio – der SLK erscheint erst ein Jahr später. BMW will zu dem Zeitpunkt seinen neuen Z3 Roadster vorstellen – passt also perfekt. Doch im Gegensatz zu den früheren Bond-Autos mit all ihren technischen Finessen werden diese beim Z3 Roadster im Film lediglich beschrieben, aber nicht in Aktion gezeigt. In der Werkstatt von Quartiermeister Q schießt ein Bremsfallschirm aus dem Heck, außerdem verfügt der Z3 über Stinger-Raketen hinter den Scheinwerfern, ein Rundumradar und ein Selbstzerstörungssystem.

Besonderheiten / Gadgets
• Radar
• Fallschirm
• Selbstzerstörungssystem
• Stinger-Rakete

4. BMW 750il

Ein BMW fliegt in einem James Bond Film durch die Luft
Im Bond-Film "Der Morgen stirbt nie" lernte ein BMW 750iL fliegen ∙ © dpa

Als 1997 "Der Morgen stirbt nie" in die Kinos kommt, fährt James Bond wieder BMW, diesmal jedoch erstmals einen Viertürer: Der Luxuswagen 750iL besitzt ein paar interessante technische Umbauten wie ein Maschinengewehr, Raketen und eine Nebelanlage. Nach einer Fahrt durch Hamburg und einem Treffen mit dem Bösewicht muss James Bond in einem Parkhaus entkommen. 007 sitzt jedoch nicht hinterm Steuer, sondern auf der Rücksitzbank. Von dort lenkt er den 7er über sein Handy per Fernsteuerung quer durchs Parkhaus, bis er am Ende das Auto ferngesteuert vom Dach springen lässt – der schrottreife BMW landet direkt im Schaufenster einer Autovermietung.

Besonderheiten / Gadgets
• Maschinengewehr
• Raketen auf dem Dach
• Ferngesteuertes Fahren
• GPS-Tracking-System
• Geheimfachtresor mit Fingerabdruck-Zugang
• Nebelanlage
• Gepanzerte Karosserie
• Auswerfbare Nägel
• Drahtseilschneider

5. BMW Z8

Eine Filmszene aus James Bond mit Pierce Brosnan, der in einem Auto sitzt
In "Die Welt ist nicht genug" fällt Bonds BMW Z8 einer Baumsäge zum Opfer ∙ © dpa/Captital Pictures

In "Die Welt ist nicht genug" (1999) wählt James Bond wieder ein sportliches und zweitüriges Fahrzeug. Mit dem BMW Z8 fährt der Geheimagent unter anderem durch Ölfelder in Baku, wird zeitweise von Bösewichten an Land und aus der Luft verfolgt. Ein Hubschrauber mit rotierenden Sägen will ihn zersägen, doch James Bond weiß sich zu wehren, schießt mit den im BMW integrierten Raketen einen Hubschrauber ab – bis ein zweiter Hubschrauber mit einer Baumsäge den Z8 in zwei Teile teilt. Der Z8 bietet einige Zusatzausstattungen wie eine Außenhaut, die Radarstrahlen absorbiert, und eine Wärmefeldmessung, mit der 007 nachts ohne Licht fahren kann. Praktisch gegen lästige Verfolger: ein elektronischer Laser-Störsender, der jede Fahrzeugelektronik lahmlegt.

Besonderheiten / Gadgets
• Raketen aus der Seite
• Elektromagnetische Abhörvorrichtung
• Head-up-Display
• Störsender
• Radar-absorbierende Außenhaut
• Fernsteuerung

6. Lotus Esprit

Eine Szene aus einem James Bond Film, ein Lotus Esprit schwimmt unter Wasser
Vom Sportwagen zum U-Boot: Bonds Lotus Esprit in "Der Spion, der mich liebte" ∙ © ddp/Courtesy Everett Collection

Mit einem Auto tauchen? James Bond gelingt das 1977 mit seinem weißen Lotus Esprit in "Der Spion, der mich liebte". Nach einer wilden Verfolgungsjagd mit Motorrad, Auto und Hubschrauber in den Bergen fährt James Bond (damals gespielt von Roger Moore) an die Küste und springt über einen Steg mit seinem Lotus ins Meer. Sehr zur Verwunderung seiner Beifahrerin. Der Esprit verwandelt sich auf Knopfdruck in ein U-Boot und wird von gegnerischen Kampftauchern angegriffen. James Bond bekämpft sie mit Unterwasserraketen und -minen, schießt zuvor einen feindlichen Hubschrauber ab und gelangt anschließend über einen Strand wieder an Land. Ob U-Boot oder Sportwagen, das Coupé ist selten: Vom Modell Esprit stellte Lotus zwischen 1976 und 1978 nur rund 700 Fahrzeuge her.

Besonderheiten / Gadgets
• In U-Boot wandelbar
• Wasser-Luft-Raketen
• Öl-Spritzer
• Rauchmaschine
• Wasserminenwerfer

7. Toyota 2000 GT

Sean Connery steht an einem weißen Auto
Extrem selten: Für "Man lebt nur zweimal" machte Toyota den 2000 GT zum Cabrio ∙ © dpa/Everett Collection

Nicht in einem Aston Martin, sondern in einem Toyota 2000 GT glückt James Bond in "Man lebt nur zweimal" die Flucht vor seinen Verfolgern. Der 2000 GT sieht aus wie eine Mischung aus Jaguar E-Type und Ferrari 250 GTO: flach und gestreckt, mit einer langen, niedrigen Haube und höher liegenden Klappscheinwerfern. Die japanische Agentin Aki chauffiert 007 damit bei einer wilden Verfolgungsjagd quer durch Tokio. Premiere feiert der 2,0-Liter-Sechszylinder mit 150 PS als Coupé auf der Tokyo Motor Show 1965. Weltbekannt wird das Auto 1967 durch den Bond-Film. Allerdings als Cabrio, denn 007-Darsteller Sean Connery hätte mit einer Körpergröße von 1,90 Meter nicht ins Coupé gepasst. Also schneidet Toyota bei zwei Fahrzeugen einfach das Dach ab. Ein Exemplar existiert noch und steht im Toyota-Museum in Japan.

Besonderheiten / Gadgets
• Umgebautes Coupé
• Funktelefon
• Farbmonitor

8. Citroën 2CV

Gelbe Ente aus einem James Bond Film
Für ihre Rolle im Film "In tödlicher Mission" bekam die Ente mehr Leistung ∙ © Shutterstock/HUANG Zheng

Ein weniger aufsehenerregendes Auto, aber unter Fans geschätzt: der Citroën 2CV "Ente" aus "In tödlicher Mission" (1981). Wie beim Toyota 2000 GT fährt James Bond das Auto zumindest am Anfang nicht selbst, sondern seine Begleitung. Nachdem Bonds weißer Lotus Esprit (bekannt aus "Der Spion, der mich liebte") explodiert, steigt Roger Moore bei einem Fluchtversuch vor zwei Peugeot 504 in eine gelbe Ente. Im Film kommt ein Fahrzeug mit 54 statt der üblichen 27 PS zum Einsatz, der Wagen fährt bis zu 164 km/h schnell. Gut zu hören ist der kernige Boxer-Sound. Nach viereinhalb Minuten wilder Verfolgungsjagd haben die beiden in der Ente die Bösewichter abgeschüttelt – nicht dank purer Geschwindigkeit, sondern durch geschickte Ablenkungsmanöver und Abkürzungen.

Besonderheiten / Gadgets
• Extreme Sprungfähigkeiten
• Stärkere Federn
• Motor aus Citroën GS

9. AMC Hornet X Hatchback

Ein Auto fliegt Kopf über in der Luft über einen Fluss
In "Der Mann mit dem goldenen Colt" ließ 007 einen AMC Hornet Hatchback fliegen ∙ © dpa/Everett Collection

Keinen reinrassigen Sportwagen, sondern ein eher alltägliches Coupé nutzt James Bond alias Roger Moore in "Der Mann mit dem goldenen Colt" (1974). Auf der Suche nach einem Verfolgungsfahrzeug "leiht" sich Bond kurzerhand einen AMC Hornet Hatchback aus einem Ausstellungsraum – auf dem Beifahrersitz testet gerade ein amerikanischer Tourist das Fahrzeug. Die beiden nehmen sofort die Verfolgung des Bösewichts Scaramanga auf. Höhepunkt der Fahrt sind aber weder Schüsse aus der Bordkanone oder dem Raketenwerfer – der AMC besitzt solche Gimmicks nicht. Spektakulär ist allerdings ein Sprung über einen Fluss. Bei dem Spiralsprung legt der AMC eine Drehung um die Längsachse hin. Doch es nützt alles nichts, der Bösewicht entkommt in der Luft – in einem AMC Matador mit Flügeln.

Besonderheiten / Gadgets
• keine

10. Aston Martin DB10

Seitenansicht des Aston Martin DB 10 aus dem James Bond Film Spectre
Schnittig und schnell: In "Spectre" fuhr Daniel Craig einen Aston Martin DB10 ∙ © imago images/i Images

In seinem ersten Bond-Abenteuer "Casino Royale" fährt 007-Darsteller Daniel Craig noch einen Aston Martin DBS, in "Spectre" (2015) steigt er in einen DB10. Eine sichere Fahrt durch die Nacht garantiert dabei unter anderem eine kugelsichere Außenhaut. Gegen Verfolger könnten Raketen helfen, doch die funktionieren bei Bonds Flucht vor einem Schurken in einem Jaguar C-X 75 leider nicht. Der Aston Martin DB10 wurde speziell für den Film gebaut, auf Basis des Vantage S entstanden nur zehn Modelle. Am Ende der Verfolgungsjagd betätigt James Bond den Schleudersitz mit Fallschirm, lässt sich herauskatapultieren und versenkt den DB10 im Fluss. Der Bösewicht im Jaguar bleibt ahnungslos zurück.

Besonderheiten / Gadgets
• Kugelsichere Karosserie
• Raketen
• Schleudersitz

Text: Fabian Hoberg

Redaktion
Kontakt

Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?